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Rügen 1. Strandfilmfestival startet mit: „Der Weiße Hai“
Vorpommern Rügen 1. Strandfilmfestival startet mit: „Der Weiße Hai“
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07:44 18.01.2019
Die Gustav Peter Wöhler Band wird zum Duckstein Festival vom 23. August bis 1. September in Binz die Bühne rocken. Quelle: Erik Nielsen
Binz

Eisbaden, Strandfilmfestival, Drachenbootfest, Kurplatzkino, Gesundheitswoche – das Ostseebad Binz wartet in diesem Jahr gleich mit mehreren neuen Veranstaltungsformaten auf. Neu ist auch, dass das Sommer-Open-Air nicht in einzelne Großkonzerte gegliedert ist, sondern kompakt in vier Tagen am Stück vom 18. bis 21. Juli über die Bühne geht. Außerdem gibt es hier statt großer Namen eine Auswahl an Newcomern, Geheimtipps und Singer-Songwritern. Darunter die Bands Krogmann, Stereofish, John Apart, Liaisong, Snow Forest, Duo Seefeldt, Albers Ahoi und Nervling sowie die Soloprojekte Ava Asanté, Lary und Timo Pankau.

Den Veranstaltungskompass für das aktuelle Jahr stellte Kurdirektor Kai Gardeja den Mitgliedern des Betriebsausschusses Kurverwaltung auf ihrer Sitzung in dieser Woche vor. Und erntete dafür viel Lob. Denn auf dem Binzer Event-Kalender steht auch wieder Altbewährtes wie Duckstein Festival, Festspielfrühling, Anbaden am 1. Mai, Wanderfrühling, Osterfeuermeile, Schlossfest, Schmachter See Lounge, Themenwoche zu Ulrich Müther sowie Weihnachtsmarkt und Winterzauber. Nicht zu vergessen das Blue Wave Festival, das erstmalig um Swing erweitert wird.

„Kulturkutter“ wird fortgesetzt

Aus der „Woche der Bäderarchitektur“ im Mai wird wieder ein ganzer „Monat der Bäderarchitektur“ wie früher im September, aber nun im Mai. Die Premieren aus dem Vorjahr -„Kulturkutter“ mit Kleinkunst im Kurpark, „Binzer Zaunkönige - Kleinkunst in den Vorgärten“ sowie Ostseeschwimmen - werden fortgeführt. Daneben sind auch wieder eine Fülle von Vorträgen und Führungen sowie Kabarett und Comedy geplant.

Das Thema Events hatte im vergangenen Jahr zu heftigen Diskussionen geführt. Knackpunkt waren vor allem die großen Open-Air Konzerte am Kurplatz. Im Jubiläumsjahr „700 Jahre Binz" hatte das Ostseebad Stars wie Johannes Oerding, Wincent Weiss und Silly präsentiert. Das gefiel nicht allen. Kritiker wie der Fremdenverkehrsverein sahen keinen positiven Effekt für das ohnehin in der Hauptsaison ausgebuchte Binz. Im Gegenteil: Es gab stundenlanges Anstehen für ein Getränk, Sperrungen im vollen Ort schon am Vortag. Auch wurde bezweifelt, dass die Zielgruppe von Wincent Weiss und Co. einen Urlaub in Binz bucht.

Letzteres hat sich nun bewahrheitet: „Es gab keine signifikanten Anreisen und Übernachtungen, wie wir uns das vorgestellt haben, lediglich einen Mitnahmeeffekt durch Urlauber und Einheimische“, räumte Kurchef Kai Gardeja. Da die Künstler durch Deutschland tourten, stand Binz in Konkurrenz zu anderen Städten mit riesigen Konzerthallen. In den letzten beiden Jahren habe es veranstaltungstechnisch eine Zäsur gegeben. Man wollte etwas Neues wagen - jung, bunt und positiv laut, so Gardeja. Dies war nun auf dem Prüfstand mit der Frage: Passt das zu Binz? Passt eine Überlastung von Infrastruktur und Emission zur tatsächlichen Reisemotivation der Gäste?

Nein. Erholung und Baden stehen an erste Stelle, weit vor Kultur und Event. „Event können andere auch besser“, so Gardeja. Die Zielgruppe in Binz sei zwischen 35 und 55 Jahre alt. Diese bedeute eine große Herausforderung und ein breites Portfolio mit Akzenten anzubieten. Neben der Bedienung der Stammklientel sollte aber auch der Blick auf neue Gästegruppen gerichtet werden. Es gehe um besondere Formate für neue Anreisemotivation, saisonale Kontraste und eine Profilierung, die auf die Stärken der „Binzer Bucht“ ausgerichtet ist.

Ein Höhepunkt dürfte das Strandfilmfestival vom 8. bis 11. August werden. Die Zuschauer können vom Strand oder von Badeinseln im Wasser aus auf einer riesigen Leinwand den Filmklassiker „Der Weiße Hai“ erleben. Gezeigt werden die ersten vier Teile. Ob rot eingefärbtes Wasser oder Baywatch-Turm – für eine schaurig-schöne Deko wolle man sich etwas einfallen lassen, so Gardeja. Aber auch zum 25. Geburtstag der Seebrücke soll vom 16. bis 18. August einiges geboten werden am und auf dem Seesteg mit einem Programm für die ganze Familie und einer Inszenierung der Seebrücke am Abend.

Ironman 70.3 Rügen ist Geschichte

Sportlich sticht in diesem Jahr die Landesmeisterschaft M-V im Beachvolleyball am 22. und 23. Juni heraus. Endgültig gestorben ist der Ironman 70.3 Rügen. Für den wegen seiner hohen Kosten von rund 200 000 Euro und notwendiger Sperrungen in Binz und auf der Insel umstrittenen Triathlon gab es keine politische Mehrheit (die OZ berichtete). Der Beschluss, den Vertrag zu verlängern, der im letzten Jahr ausgelaufen ist, war mit einer 8:8-Stimmgleichheit unklar und musste geprüft werden. „Es wurde festgestellt, dass es keine Mehrheit für eine Weiterführung der Vertragsverhandlungen gibt“, erklärte Bürgermeister Karsten Schneider jetzt auf OZ-Nachfrage. Eine diesbezügliche erneute Anfrage von der Ironman Germany GmbH an die Kurverwaltung sei in den Betriebsausschuss weitergeleitet und dort am Dienstag negativ beschieden worden.

 

Gerit Herold

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