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Rügen 40 helfende Hände beim Arbeitseinsatz
Vorpommern Rügen 40 helfende Hände beim Arbeitseinsatz
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00:00 07.03.2017
René Lockenvitz mit seiner eigenen Kettensäge im Einsatz: Mit den anderen Helfern wurden vier Holzgehege auseinander genommen.
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Sassnitz

Die Besucher des Tierparks Sassnitz sind etwas irritiert. Nur noch wenige Tiere sind hier zu Hause. „Viele sind in andere zoologische Einrichtungen gezogen“, erklärt Kerstin Schulz, Chefin der Anlage, den Anwesenden.

Tierparkumbau startet mit Abriss von vier Holz- und einem Damwild-Mufflon-Gehege

Die vier Ziegengehege und das Zuhause des Damwildes sind kaum wiederzuerkennen. Stattdessen heult unaufhörlich eine Kettensäge, die sich durch das Holz frisst und mit einem kleinen Bagger wird ein Pfahl nach dem anderen rausgeholt. Das ist der erste Arbeitseinsatz im Tierpark. Etwa 20 Freiwillige sind dem Aufruf gefolgt.

So wie René Lockenvitz. Er war unter anderem mit seinem Vater dabei. „Sicherheitshalber hatte ich mir morgens eine Kettensäge ins Auto gepackt“, sagt der 46-Jährige. Die brauchte er auch. Er war mit fünf weiteren Helfern beauftragt die Holzgehege der Ziegen und Schafe abzureißen. „Von allen vier Gebäuden wurde das Holz entfernt. Jetzt steht nur noch das Stahlgerüst“, freut sich Tierparkleiterin Kerstin Schulz.

Auch das Damwild-Mufflon-Gehege wurde auseinander gebaut. „Die Zaunfelder sollen wieder verwendet werden“, berichtet der Baggerfahrer. Er muss es wissen. Schließlich sitzt Leon Kräusche, Wirtschaftsförderer der Stadt Sassnitz, am Steuer. Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit mit anzupacken. „Die Planungen für eine Neugestaltung des Tierparks laufen. Um die notwendige Baufreiheit zu schaffen und um Kosten zu sparen, wurde dieser Arbeitseinsatz notwendig“, sagt Kräusche, der sich genauso wie Kerstin Schulz zufrieden mit der Resonanz zeigte. „Wir werden versuchen so viel Baumaterialien wie möglich wieder zu verwenden. Ob diese dann im Tierpark eingesetzt werden, ist noch nicht sicher. So können wir mehr Geld in die Gestaltung investieren“, sagt Kräusche. Die Stadt Sassnitz, als Betreiber des einzigen Tierparks auf Rügen, hat sich vorgenommen noch in diesem Jahr mit dem Umbau zu beginnen. „Der Entwurf liegt vor und nun sind wir mit den zuständigen Ministerien in Schwerin im Gespräch. Nach der baufachlichen Prüfung erwarten wir den Zuwendungsbescheid für die Fördermittel. Dann kann es losgehen“, sagt Kräusche.

Für den Erhalt des Tierparks hatten sich in einer in der Vergangenheit initiierten Unterschriftenaktion sich über 2000 Einwohner der Stadt ausgesprochen. Auch aus diesem Grund ist es für Familie Lockenvitz selbstverständlich mit anzupacken. „Wir wollen schließlich, dass es vorwärts geht. Ich habe für den Erhalt unterschrieben. Jetzt muss man dafür etwas tun“, meint René Lockenvitz.

Sollte es einen weiteren Arbeitseinsatz geben, werde er dabei sein. Diesen soll es geben. „Wir planen etwa alle drei Monate einen. Wir müssen sehen, welche Arbeiten durch Freiwillige gefahrlos bewerkstelligt werden“, sagt Kräusche. Am Ende zieht Kerstin Schulz Bilanz: „Ich bin zufrieden, was durch die Freiwilligen am Sonnabend geschafft wurde.“

Christian Niemann

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