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Rügen 6500 Störtebeker-Fans waren begeistert
Vorpommern Rügen 6500 Störtebeker-Fans waren begeistert
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09:57 25.06.2018
Am Premierentag der Störtebeker Festspiele leuchtete das Feuerwerk sogar doppelt so lange über Ralswiek, wie an den anderen Spieltagen. Quelle: Mathias Otto
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Ralswiek

Klaus Störtebeker und Goedeke Michels ziehen wieder in die Schlacht. Zur Premieren-Show des diesjährigen Stückes „Ruf der Freiheit“ kamen 6500 Zuschauer. Viel Applaus ernteten die 150 Mitwirkenden, darunter die beiden neuen Titelhelden Alexander Koll (Klaus Störtebeker) und Alexander Hanfland (Goedeke Michels). Die Zuschauer waren begeistert. „Mir wurde nicht zu viel versprochen. Kurz zusammengefasst: Tolle Kulisse, klasse Schauspieler und viele Spezialeffekte“, sagt Richard Schneider (46), der mit seiner Familie aus Schwerin angereist ist. Viel Lob ernteten auch die gastgebende Familie Hick und das Störtebeker-Team für das diesjährige Theaterstück auf der Naturbühne Ralswiek. „Ich bin schon zum zehnten Mal dabei. Was die Familie Hick hier auf die Beine gestellt hat, ist atemberaubend. In Ralswiek wird mit viel Leidenschaft gearbeitet. Beeindruckend ist auch die Atmosphäre bei den Mitwirkenden. Die Darsteller nehmen sich die Zeit für Autogramme, Fotos und ein kurzes Gespräch“, sagt Christoph Heine (51) aus Rostock.

Stehender Applaus am Samstag für die 150 Mitwirkenden auf der Naturbühne in Ralswiek auf Rügen. „Ruf der Freiheit“ lautet der Titel des diesjährigen Stücks.

Die Premiere ist geglückt. „Es gab sogar noch ein paar kleine Änderungen, die wir vorher nicht einstudieren konnten. Alles hat geklappt, wir sind sehr zufrieden“, sagt Spielleiterin Lisa-Marie Hobusch.

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Zusammen mit Kristin Wehrkamp zu Höne zieht sie die Fäden im Hintergrund und achtet unter anderem darauf, dass alle Darsteller zur rechten Zeit auf die Bühne geschickt werden. Dazu zählt etwa Marlon Neumann aus Binz. Der 13-Jährige gehört zu den jüngsten Aktiven auf der Bühne. Zum zweiten Mal ist er als Nebendarsteller zu sehen, in diesem Jahr unter anderem als Sohn des Stralsunder Bürgermeisters Bertram Wulflam. „In den letzten Tagen war ich schon ein wenig nervös. Das wird aber bestimmt bald wieder verfliegen“, sagt der Schüler. Irgendwann möchte er selbst eine Sprechrolle haben oder einer der Titelhelden sein. „Im nächsten Jahr beginne ich jedenfalls mit dem Reiten“, sagt er. Die fünfte Saison wurde am Sonnabend für Karin Sarnow-Krull eingeläutet. „Wenn man einmal damit angefangen hat, kann man damit nicht mehr aufhören. In diesem Jahr spiele ich eine Blumenfrau in Stralsund und eine Bauersfrau auf dem Hof Alkun“, sagt sie.

Den Korb mit den Blumen hat Sven Geist, Chef der Requisite, schon am Nachmittag hinter der Bühne bereitgelegt. In der 400 Quadratmeter großen Lagerhalle liegen auch Schwerter, Helme, und die Holzkrüge, aus denen die Piraten trinken. „Am aufwendigsten war es, die Kutsche des Herzogs zu gestalten. Die hat mehr als eineinhalb Wochen Zeit benötigt“, sagt er.

Ein fester Bestand der Festspiele ist der Falkner Volker Walter. Ab heute präsentiert er jeden Abend vor der Aufführung seine Adlershow. Publikumsliebling „Stiwie“ kam allerdings schon zur Premiere zum Einsatz. Der vier Kilogramm schwere und 38 Jahre alte Steinadler landet bei jeder Vorführung auf dem Arm von Störtebeker. „Auf welches geheime Zeichen ,Stiwie’ losfliegt, wird allerdings nicht verraten“, sagt er.

„Wir haben im Vorfeld viel über die Adlershow und das gesamte Festival gehört und gelesen. Jetzt wo wir hier sind, kann ich nur sagen: es ist einfach traumhaft“, schwärmt Karl-Ulrich Büthe (61), der mit Frau Petra aus Baden-Württemberg angereist ist.

Otto Mathias