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Rügen Adolph von Menzel auf Rügen
Vorpommern Rügen Adolph von Menzel auf Rügen
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00:00 19.12.2015
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Vor mir liegt die Broschur „RÜGEN als Künstlerinsel von der Romantik bis zur Gegenwart“. Sie erblickte erstmals 1993 im Fischerhuser „Verlag Atelier im Bauernhaus“ das Licht einer der Kunst gegenüber aufgeschlossenen Leser- und Betrachterwelt. Betreut haben das Projekt Gerd-Helge Vogel (*1951) und Bernfried Lichtnau (*1943), die als Lehrer an der Greifswalder Universität wirkten und dem Verlag kundig zuarbeiteten. Das Bändchen lieferte bis in die frühen 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts eine Fülle wichtiger Hinweise, welche Künstler wann und wo auf Rügen Spuren hinterließen.

Nun aber, nach weit über zwanzig Jahren und dem damit verbundenen Zuzug von Künstlern auf die Insel (Egon Arnold, Adrian Leverkühn, Bernard Misgajski, Angelica Russ, Helmut Senf, Gottfried Sommer, Frank Otto Sperlich und Hanns Studer seien stellvertretend genannt) wird auch deutlich, wie notwendig eine Aktualisierung geworden ist. Auch gibt es neue Erkenntnisse über Arbeitsaufenthalte bedeutender Künstler, so die von Manfred Butzmann, Volkmar Herre, Walter Herzog, Michael Morgner, Thomas Ranft und Max Uhlig, um nur einige Namen zu nennen. Das so gesehen wirklich nur noch als „Kleines Lexikon der Künstler auf Rügen“ nutzbare Büchlein sollte längst durch eine weiter gefasste Publikation abgelöst sein. Und doch ließ auch dieser frühe Band Entdeckungen zu! Wer wusste schon von einem Aufenthalt Menzels auf Rügen? 1851, so kann man nachlesen, unternahm Adolph von Menzel eine „Malerfahrt“ auf unsere Insel. Es entstand die Bleistiftskizze Dorfkirche „Middelhagen“, der eine fünfzig Jahre später skizzierte Feininger-Arbeit vom 22. August 1901 sinnvoll vergleichend gegenübergestellt wurde. Auch von einem Arkona-Pastell Menzels ist im Text die Rede. Eine Arbeit, die „frei von romantischem Gefühlsüberschwang, durchaus hintergründig-humorvoll . . . die unterschiedlichen Gefühlsregungen zweier Badegäste beim Betrachten der rügenschen Landschaft vom Schinkelschen Leuchtturm“ festhält. Menzel-Arbeiten, sogar Skizzen(!) erfahren heute wieder exorbitante Wertsteigerungen. Auf einer Auktion im Jahr 2014 wechselte die nur 45 mal 58 cm große Gouache-Studie „Stehende Rüstungen“ aus dem Jahr 1866, beginnend mit einem Aufruf von 100000 Euro, erst bei 3,5 Millionen Euro ihren Besitzer. Unglaublich!



Artus

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