Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Alte Kapelle – neue Farbe
Vorpommern Rügen Alte Kapelle – neue Farbe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:12 31.01.2019
Auf dem Hügel erstrahlt die Kapelle von Vitt. Nur die neue Farbe gefällt den alteingesessenen Einwohnern überhaupt nicht. Quelle: Wenke Büssow-Krämer
Vitt

Über überragende rhetorische Fähigkeiten muss Ludwig Gotthard Kosegarten verfügt haben, als er von 1792 bis 1808 als Pfarrer in Altenkirchen und Vitt im Einsatz war. Seine Ufergottesdienste machten Vitt damals sogar über die Region hinaus bekannt und somit stets gut besucht. In der Heringssaison wurden die Gottesdienste hier am Ufer oberhalb Vitts abgehalten. Spielte das Wetter nicht mit, musste in der größten Hütte des Dorfes zusammengerückt werden.

Aufgrund des großen Andrangs suchte Kosegarten nach Sponsoren für eine Kapelle. 1806 begann man die Pläne umzusetzen. Durch die napoleonischen Kriege unterbrochen, konnte die achteckige Kapelle jedoch erst zehn Jahre später vollendet werden. Einst mit Holzschindeln bedeckt, ist die Kapelle heute auch mit einem Reetdach versehen. Die Vorhalle samt Sakristei mit einer Glocke an der Außenwand wurde 1865 mit einem Holzschindeldach erbaut. Zuvor war aus der Kapelle heraus einer freier Blick auf das Meer möglich.

Etwa von Ostern bis Oktober öffnet die Kapelle ihre Türen auch heute noch überwiegend in den Sommermonaten. Dann finden hier auch Konzerte statt und werden Hochzeiten abgehalten. Als Gesprächsthema muss die Kapelle des Ortes seit der Sanierung 2017/18 herhalten. Auffällig war dann der Wandel Außenfarbe. Leuchtete sie einem sonst im Weiß entgegen, erhielt sie dabei ein Ocker, was bei den Einwohnern Unverständnis hervorrief.

Beim Abklopfen des Außenputz entdeckte man jedoch im Juni 2017 Überbleibsel einer ersten Putzschicht in einem Terrakotta-Ton. Das Landesamt für Denkmalpflege sprach sich dafür aus, dieser Entdeckung zu folgen und sie wiederzubeleben. Der Einladung des Kirchengemeinderates zur entscheidenden Baubesprechung mit der Denkmalpflege und dem Kirchlichen Bauamt waren dann auch die Einwohner gefolgt, die für ihren gewohnten weißen Anstrich sprachen. „Es gab lange Diskussionen. Der Kirchengemeinderat hat sich aber der Empfehlung der Denkmalpflege angeschlossen, da der Befund hergab, dass sonst viel Historisches verloren geht“, sagt Pfarrer Christian Ohm.

Wenke Büssow-Krämer

Der Traum von einem Sportschwimmbad in Bergen ist geplatzt. Die Stadtvertreter haben am Mittwochabend nach langer Diskussion mit zwölf Nein-Stimmen und sechs Ja-Stimmen dagegen votiert.

31.01.2019

Die Reaktionen Bergener Bürger auf die ablehnende Entscheidung der Mehrheit der Stadtvertreter zum Bau einer Schwimmhalle reichen von Enttäuschung bis zu Verständnis finanzieller Sorgen.

31.01.2019

Wieder keine Schwimmhalle für Bergen.

31.01.2019