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Rügen Anwohner kritisieren Schandfleck am Hafen von Breege auf Rügen
Vorpommern Rügen

Anwohner kritisieren Schandfleck am Hafen von Breege auf Rügen

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20:46 13.01.2020
Dieser Anblick bietet sich den Anliegern in Breege seit gut einem Jahr. In den kommenden Wochen sollen die Berge aus Steinen, Ziegeln und Holz abtransportiert werden. Quelle: Matthias Otto
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Breege

Schön ist der Anblick nicht, darin sind sich Anwohner und Gewerbetreibende in der direkten Nachbarschaft einig. Gut ein Jahr ist es her, dass am Hafen von Breege auf Rügen ein Gebäude, das einst die Seenotrettung und auch ein Hafenlager beherbergte, sowie ein benachbartes Einfamilienhaus abgerissen wurden.

Der Schutt und die Steine liegen heute noch dort – was zu Unverständnis in der Gemeinde führte und häufig diskutiert wurde. Während die Einwohner den dauerhaften Anblick trostlos finden, sorgen sich anliegende Unternehmen, dass die Touristen aus diesem Grund erst gar nicht den Weg in Richtung Hafen einschlagen.

Baustart im März angepeilt

Die LBV Service GmbH, in dessen Besitz sich das Grundstück befindet, verspricht nun jedoch die baldige Räumung. „Der Schuttberg sollte eigentlich schon im Dezember beseitigt werden. Das hat leider nicht geklappt, soll aber in den nächsten Wochen passieren“, sagt Geschäftsführer Uwe Launspach. Eine zu hohe Auslastung entsprechender Unternehmen soll die Arbeiten aufgehalten haben. „Aber auch die Kostenanfragen an die Unternehmen waren teilweise monatelang unterwegs, einige haben gar nicht erst ein Angebot gemacht“, so Launspach.

Das Grundstück gehört dem Unternehmen seit einigen Jahren. „Doch zuerst mussten die Auflagen zum Vogelschutz erfüllt werden. Und da hat die Besichtigung des Vogelkundlers schon anderthalb Jahre auf sich warten lassen“, sagt der Geschäftsführer. Erst danach gab es grünes Licht zum Abriss. Auch die Vermessungsarbeiten hätten sich hingezogen.

Inzwischen wurden die als Gefahrenstoffe eingestuften Abfälle aus dem Schuttberg entfernt und der Rest ordentlich nach Steinen, Ziegeln und Holz sortiert und angehäuft. Wenn die Abholung wie geplant in den nächsten Wochen erfolgt, soll es nach den Wünschen der LBV Service dann auch schnell weiter vorangehen. „Der Baubeginn soll im März erfolgen“, sagt Uwe Launspach.

Ferienhäuser oder Ferienwohnungen

Vier bis fünf Ferienhäuser oder sieben Ferienwohnungen sollen hier entstehen, sofern die Baugenehmigung vorliegt. Im Plan für die Ferienwohnungen ist auch ein Café im Erdgeschoss vorgesehen, vier Wohnungen im ersten Obergeschoss und drei bis vier Wohnungen im Dachgeschoss. Über zwei bis drei Räume sollen die Einheiten dann verfügen. Auch ein Fahrstuhl ist eingeplant. Beantragt hat das Unternehmen ursprünglich den Bau von Reihen- oder Doppelhäusern samt Pkw-Stellplatz. Beide Varianten sind aber komplett durchgeplant.

Das Unternehmen hat in Breege bereits erfolgreich zwei Wohnhäuser erbaut und auch in Wiek ist ein ähnlicher Gebäudetyp mit Gewerbefläche entstanden, wie er nun bald auch in Breege stehen soll. Die Vermarktung und Vermietung der Wohnungen oder Häuser sollen erneut einheimische Firmen für das Bremer Bauunternehmen übernehmen.

Schmuckstück für den Hafen in Breege

Der Geschäftsführer ist nun voller Hoffnung, dass alle Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden können. „Ich gehe davon aus, dass sich das gut entwickeln wird. Es besteht kein Grund zur Sorge“, meint Uwe Launspach.

Darauf baut auch die Gemeinde. „Natürlich gab es einige Beschwerden aufgrund des Schutthaufens, und wir hatten auch schon Baubegehungen. Doch sofern die Baustellensicherung erfolgt ist, geht uns alles andere nichts an“, sagt Bürgermeister Arno Vetterick.

Gemeindevertreter hätten längst versucht, ihrem Anliegen nach einem Voranschreiten der Arbeiten spürbar Nachdruck zu verleihen. Die nun positiven Nachrichten über einen baldigen Baustart werden da freudig entgegengenommen. „Wir sind froh, wenn der Schandfleck endlich weg ist und dort etwas Neues entsteht“, so Breeges Bürgermeister Arno Vetterick, der in dem abgerissenen Gebäude noch zum Sportunterricht antreten musste, der dort für die örtliche Schule abgehalten wurde.

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Von Wenke Büssow-Krämer

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