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Rügen Aufklärungsquote über dem Durchschnitt
Vorpommern Rügen Aufklärungsquote über dem Durchschnitt
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17:32 03.05.2018
Die Polizei in Sassnitz freut sich über eine rückläufige Entwicklung der Straftaten in ihrem Gebiet. Quelle: Foto: Andreas Meyer
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Sassnitz

Mit 720 Straftaten im Jahr 2017 verzeichnet die Kriminalitätsstatistik einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr. „Da waren es in Sassnitz noch 731 Straftaten“, berichtete der Erste Polizeihauptkommissar Thomas Riedel auf der letzten Stadtvertretersitzung. Sinkende Zahlen gibt es vor allem bei den Sexualdelikten zu vermelden. Zwei Fälle wurden hier im letzten Jahr bekannt. Acht waren es noch in 2016.

Bei den Körperverletzungen wurden hingegen leichte Anstiege registriert. Hier kamen mit 134 Anzeigen zwei mehr als im Vorjahr zu Papier. Mit 276 Fällen mussten auch bei den Eigentumsdelikten gleich 35 mehr notiert werden. „Neben den Diebstählen zählen dazu auch die Fälle, die unter Enkeltrick zusammengefasst werden. Da werden die Betrüger immer raffinierter“, sagt Riedel. Hier sind die Täter dazu übergegangen, sich als Polizisten oder Staatsanwalt auszugeben und so Druck auf die ältere Person am Telefon auszuüben. In anderen Fällen werden Gewinn- oder Erbschaftsversprechen gemacht, wenn dafür vorher eine bestimmte Summe als Bearbeitungsgebühr überwiesen wird. „Oft sind es dann auch Bankangestellte, die uns anrufen, wenn eine ältere Person eine verdächtige Überweisung tätigen will.

So konnten solche Fälle dank aufmerksamer Bankkollegen schon aufgehalten werden“, so Riedel.

„Diese Delikte stellen aber keinen kriminalpolizeilichen Schwerpunkt für Sassnitz dar“, sagt Stefanie Peter. Dafür gestalten sich jedoch die Ermittlungen umso komplizierter. „Hier wird mit fingierten Telefonnummern gearbeitet, die es schwierig machen, den Anschluss zu ermitteln. Außerdem sitzen die Täter häufig im Ausland“, erklärt die Polizeisprecherin.

Zufrieden blickt Sassnitz’ Erster Polizeihauptkommissar auf die Aufklärungsquote der Straftaten in seiner Stadt. Mit 63,3 Prozent liegt sie über dem Landesdurchschnitt von 62 Prozent. „Da sind wir stolz drauf. Die Kollegen leisten da wirklich gute Arbeit“, sagt der Erste Polizeihauptkommissar. 496 Tatverdächtige konnten im letzten Jahr ermittelt werden. Darunter befanden sich 95 nicht aus Deutschland stammende Personen.

Die Statistik der Verkehrsunfälle beschäftigt die Kollegen allerdings weiterhin. Mit 289 Unfällen durch überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol am Steuer, Missachtung der Vorfahrt oder des Sicherheitsabstandes ereigneten sich in Sassnitz zehn mehr als im Vorjahr. Ein schweres Unglück kostete hier im letzten Jahr ein Menschenleben. Bei vier Unfällen mussten Schwerverletzte ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Wenke Büssow-Krämer

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