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Rügen Aufregung um Steinerücken am FKK-Strand
Vorpommern Rügen Aufregung um Steinerücken am FKK-Strand
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16:46 05.08.2014
Steinerücken am Fischerstrand von Binz
Steinerücken am Fischerstrand von Binz Quelle: Dieter Lindemann
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Binz

Etliche Binzer sind aufgebracht: Am Fischerstrand wurden große Steine aus dem Wasser geholt und im Uferbereich aufgestapelt. Zudem sollen laut Augenzeugen drei Anhänger mit kleineren Steinen vom Strand abgefahren worden sein.

Vor der Aktion hatte Kurdirektor Sebastian Schenk vor Ort einen Zettel „für Eigentümer und Gäste“ anbringen lassen mit dem Titel „Für sie verschönern wir den Strand“. Für den Binzer Frank Reile ein Hohn: „Diese ,Strandsäuberung’ reicht einige Meter ins Biosphärenreservat hinein. Das ist ein grober Verstoß gegen das Landschaftsschutzgesetz“. Die Steinhaufen seien auch eine Gefahrenquelle für Kinder.

Die sei gerade mit dieser Aktion beseitigt worden, hält Sebastian Schenk dagegen. „Wir hatten massive Beschwerden von Urlaubern wegen Verletzungen, da sie die Steine im Wasser nicht gesehen hatten. Ein Kind hat sich sogar am Kopf verletzt."

Der etwa 60 Meter breite FKK-Strand-Bereich sei ein ausgewiesener Badestrand. Deshalb habe Binz auch die Bewirtschaftungspflicht.

Wie die Wasserschutzpolizei Sassnitz mitteilte, sei mit der Entnahme der Steine im Brandungsbereich „auf die Unversehrtheit des Küstenstreifens eingewirkt worden“. Auf Grund einer fehlenden Genehmigung für diese Arbeiten sei gegen den Verantwortlichen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gemäß dem Landes-Wassergesetz M-V eingeleitet“, worden.

„Die Angelegenheit ist hier seit Montag bekannt. Wir klären den Sachverhalt zurzeit auf. Für Schlussfolgerungen gleich welcher Art ist es zu früh“, informiert Frank Mikkat vom Amt für Landwirtschaft und Umwelt Stralsund auf OZ-Nachfrage.



Gerit Herold