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Rügen Bauarbeiten auf der B 196 verschoben
Vorpommern Rügen Bauarbeiten auf der B 196 verschoben
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00:00 13.09.2018
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Göhren/Serams

Die Schilder sind abgeklebt: Die nächtlichen Bauarbeiten auf der Bundesstraße 196 zwischen den Kreisverkehren Göhren und Serams finden doch nicht wie geplant in dieser Woche statt. Grund: Kurz nach dem Start am Montagabend im Bereich vom Göhrener Kreisel bis nach Baabe mussten die Arbeiten wegen eines Maschinenschadens wieder eingestellt werden.

Die Schilder für die Straßensperrung auf der Bundesstraße 196 wurden deaktiviert. Quelle: Foto: Chris-Marco-Herold

Daraufhin wurde die gesamte Baumaßnahme zur Konservierung der Trasse verschoben, wodurch auch die vorgesehenen Sperrungen in den einzelnen Abschnitten von 20 bis 4 Uhr entfallen.

Auf OZ-Nachfrage bestätigte dies gestern das Straßenbauamt Stralsund. „Leider ist in der ersten Nacht das Gerät, vermutlich mit einem Elektronikschaden, ausgefallen. Die Sperrbeschilderung wurde deaktiviert. Bis auf Weiteres werden die Arbeiten verschoben“, erklärt der Leiter der Behörde, Ralf Sendrowski. Vor heute Nachmittag werde es keine Entscheidung über den weiteren Ablauf geben können.

Geplant war, vom 10. bis 15. September auf der B 196 zwischen dem Göhrener und dem Seramser Kreisel die Straße abschnittsweise nachts zu konservieren. Dies geht nur, wenn die Straße im jeweiligen Bereich gesperrt ist. Das Vorgehen ist im Bereich des Straßenbauamtes ein erstmaliger Versuch. Mit der Maßnahme soll die Nutzungsdauer der betroffenen Straßenabschnitte auf der B 196 um acht bis zehn Jahre verlängerten werden. Diese Zeit brauche die Straßenbaubehörde, um die dann erforderliche Deckenerneuerung vorbereiten zu können. Denn da die Halbinsel Mönchgut im Südosten der Insel Rügen nicht komplett abgesperrt werden kann, müssen bis dahin Umleitungsstraßen gefunden oder hergestellt werden. Allerdings soll in den technologischen Pausen die Möglichkeit geschaffen werden, die Baustelle unter Begleitung durch ein Spezialfahrzeug wie bei Schwerlasttransporten in jeweils einer Fahrtrichtung langsam zu passieren. Dabei können Wartezeiten von bis zu 60 Minuten für eine Richtung entstehen.

Einen Vorgeschmack davon gab es am Montag. Schon kurz nach 20 Uhr standen die ersten Fahrzeuge an der Absperrung in Baabe. „Es waren vor allem ahnungslose Urlauber oder Ortsfremde, die Einheimischen hatten sich offensichtlich auf die Vollsperrung eingestellt“, erzählt Reinhard Liedtke, Bürgermeister von Sellin und Vorsteher des Amtes Mönchgut-Granitz. Er war zur Baustelle geradelt.

Die Wartezeiten seien erheblich gewesen. Deshalb wurde eine mit dem Straßenbauamt und der Baufirma abgestimmte alternative Umleitung angeboten: Der alte Postweg durch die Baaber Heide, der auf die Strandstraße in Göhren (Richtung Nordstrand) mündet. Die wartenden Autofahrer am Göhrener Kreisel wurden in umgekehrte Richtung durch den Wald geleitet.

Dieser Rad- und Forstweg soll mit Fortsetzung der geplanten Bauarbeiten und somit Sperrungen auch aktiviert werden, so Liedtke. Allerdings nur für Pkw und Kleintransporter bis maximal 7,5 Tonnen. Das Befahren der Trasse geschehe zudem „auf eigene Gefahr“. Die offizielle Verkehrsbeschilderung bleibe bestehen.

Weitere provisorische Alternativen soll es auch ab Sellin in Richtung Lancken-Granitz (Serams) geben. In Sellin geht es ab Abzweig Wasserwerk in Richtung Altensien, Neuensien und über die Seedorfer Brücke, die eigentlich für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist. „Hier wird der Verkehr über eine Ampel geregelt“, so Liedtke. Von dort geht es weiter durch Preetz zum Fünffingerweg, von wo man entweder in Richtung Lancken- Granitz oder bis zum Abzweig Stresow und Putbus (Alte Bäderstraße) gelangen kann. Damit alles reibungslos klappt, werden Mitarbeiter des Ordnungsamtes Mönchgut-Granitz in der Zeit von 19.30 bis 24 Uhr als „wegweisende Streckenposten“ eingesetzt, kündigt Liedtke an.

Für den letzten Bauabschnitt am Seramser Berg vom Kreisverkehr Serams bis zum Knoten Süllitz ist auch eine Umfahrung der Baustelle über Zirkow in Richtung Putbus über Vilmnitz auf die B 196 möglich.

Der Bauablauf ist von vielen Einzelfaktoren abhängig und verschiebt sich bei Regen.

Gerit Herold

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