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Rügen Bei ihnen geht nichts ohne Humor
Vorpommern Rügen Bei ihnen geht nichts ohne Humor
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10:00 23.02.2019
Edith und Manfred Looks sind am 22. Februar 2019 seit 55 Jahren verheiratet. Auf dem Kissen ist der jüngste Familiennachwuchs zu sehen - die Urenkelin des Paares. Quelle: Mathias Otto
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Thiessow

 Am 22. Februar 1964 Jahren gaben sich Manfred (78) und Edith (80) Looks das Ja-Wort. Am Freitag konnte das Paar aus Thiessow auf ihre Platinhochzeit anstoßen. „Wir lieben uns genauso wie am ersten Tag und gehen seitdem gemeinsam durch dick und dünn“, sagt die geborene Rofalski.

Manfred und Edith Looks heirateten am 22. Februar 1964. Quelle: Photohaus Knospe

Ein wichtiger Bestandteil ihrer Ehe ist für sie zweifelsfrei der Humor, aber auch Harmonie und Zweisamkeit. „Der Tag fängt für mich morgens schon schön an, wenn ich mich im Bett zur Seite drehe und meiner Frau in die Augen blicke und sie mich anlächelt“, sagt er. Und die Herzlichkeit zwischen den beiden ist auch nach fünfeinhalb Jahrzehnten zu spüren. Der Mann des Hauses berichtet über spaßige Anekdoten von damals. Er grient öfter und sie hält sich vor Lachen beide Hände vors Gesicht. Etwa, wenn er vom ersten gemeinsamen Treffen in Sellin berichtet. „Den Jungs hat das gar nicht gefallen, dass ein Mann aus einem der Nachbarorte sich mit einem Mädel aus Sellin verabredet. Aber das hat mich nicht gestört“, sagt er. Klar gebe es auch mal Streit und Meinungsverschiedenheiten. „Wir haben den anderen schätzen gelernt. Jeder ist auch bereit, sich zurückzunehmen und vor allem die Meinung des anderen zu akzeptieren“, ergänzt seine Frau.

Erstes Treffen am 12. August 1962

Edith Looks ist damals aus dem ostpreußischen Parkitten geflohen und somit mit ihrer Familie 1945 in Sellin gelandet. Sie erinnert sich noch genau an den Tag, als sie dort zum ersten Mal ihren zukünftigen Mann getroffen hatte. „Ich war mit einer Arbeitskollegin in Sellin spazieren. Wir haben uns Schmuck in einem Schaufenster angesehen. Plötzlich standen zwei Männer vor uns und haben uns zum Abendbrot eingeladen“, sagt sie. An das genaue Datum erinnert sich Edith Looks noch genau: Das war am 12. August 1962.

Großen Eindruck schinden konnte Manfred Looks bei seiner Angebeteten, als er eine Woche später mit seinem Motorrad, einer Jawa mit 350 Kubikzentimetern, bei ihr auf der Matte stand und sie zu einer Tour über die Insel Rügen abholte. „Bei uns hat es sofort gefunkt. Wir wussten schnell, dass wir zusammengehören. Bei meinem Kumpel und ihrer Arbeitskollegin sah das anders aus. Die waren schnell wieder auseinander“, sagt er.

Nach noch nicht einmal einem halben Jahr folgte die Verlobung am 16. März 1963. Und dann heiratete Manfred Looks am 22. Februar 1964 mit 24 Jahren seine zwei Jahre ältere Freundin Edith Rofalski. „Es war eine schöne Hochzeit im Kreise der Familie und bei herrlichem Wetter“, sagt sie. Und es war damals so üblich, dass in dem Ort, wo die Frau lebt, auch geheiratet wird. Eine kleine Panne hätte damals fast zu einer großen geführt. Denn ihr Name wurde auf dem Papier falsch geschrieben. Statt Looks sollten sie Loocks heißen. „Die Ehe wäre fast ungültig gewesen. Wir konnten dann aber die Geburtsurkunde mit dem richtigen Namen vorlegen“, sagt sie.

Lieblingsort Strand

Aber kaum zusammen, wurden sie gleich nach der Hochzeit für einige Zeit getrennt. Manfred Looks wurde zur Armee nach Prora einberufen. Gerade auch in der Zeit, als Frank, der erste von zwei Söhnen, auf die Welt gekommen ist. „Ich habe zu dieser Zeit noch bei meinen Eltern in Sellin gewohnt. Ich bin dann aber ins elterliche Haus meines Mannes gezogen“, sagt sie. Wenig später erblicke im April 1967 Jens Uwe das Licht der Welt. „Das war eine schöne Zeit, die Kinder hier auf der Insel aufwachsen zu sehen. Sie hatten hier alles, was sie brauchten. Kindergarten und Schule waren nicht weit entfernt und der Strand – unser Lieblingsort – gleich vor der Haustür“, berichtet Edith Looks.

Beide bekamen den Alltag gut unter einen Hut. Sie war als Zimmermädchen beschäftigt. Er arbeitete als Kraftfahrer, im Brücken- und Tiefbau, als Kohleträger, Kraftfahrer und auch als Küstenfischer. „Wir haben dennoch viel Zeit gemeinsam als Familie verbracht“, sagt sie und erinnert sich an Bus- und Zugreisen nach Polen oder Tschechien.

Am Sonnabend wird im Kreise der Familie das Ehejubiläum gefeiert. Dazu gehören auch die drei Enkelkinder und die Urenkelin.

Mathias Otto

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