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Rügen Bergener Kinder wollen Sonnenblumenkönige werden
Vorpommern Rügen Bergener Kinder wollen Sonnenblumenkönige werden
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05:00 15.06.2019
Peter Seelig, pädagogischer Leiter der Kita „Das Regenbogenhaus“ und die Jungen und Mädchen dieser Einrichtung zeigen stolz ihre Sonnenblumen, die sie im März gepflanzt haben. Quelle: Mathias Otto
Bergen

 Wenn die Mädchen und Jungen vom Bergener Kindergarten „Das Regenbogenhaus“ ihren Garten betreten, kommen sie ins Schwärmen. Denn ihre Sonnenblumen, die sie gepflanzt haben, gedeihen prächtig. Dies ist Teil des Projektes vom Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Vorpommern-Rügen, das noch bis September läuft. Das Unternehmen stellte Samen und Kompost zur Verfügung. Die größte Blume gewinnt am Ende. Im Kreis beteiligen sich 65 Einrichtungen.

Samen wurden im März eingepflanzt

„Wir haben zuerst die Sonnenblumensamen eingepflanzt und dann jeden Tag geguckt, ob etwas passiert“, sagt Lea (5). „Besonders spannend war es immer nach den Wochenenden. In dieser Zeit veränderten sich die Pflanzen enorm“, sagt der Pädagogische Leiter Peter Seelig. Lea hilft oft ihrer Tante im Garten und weiß deshalb, auf was es besonders ankommt. „Sie brauchen viel Sonne und auch Wasser“, sagt sie. Auch Tilo freut sich über die neuen Pflanzen auf dem Hof des Kindergartens. „Wenn meine Oma ihre Rosen gießt, helfe ich ihr auch immer“, so der Sechsjährige.

Wie Peter Seelig berichtet, haben die Kinder die Samen im März eingepflanzt und anfangs in der Einrichtung aufbewahrt. „Wir mussten warten, bis die Temperaturen es zuließen, dass wir sie in unserem Garten umpflanzen konnten“, sagt er. Hier stehen sie jetzt dicht an einem Zaun. Die Sorte, die hier verwendet wurde, nennt sich King Kong – die Blumen können eine Höhe von 4,50 Metern erreichen. „Wir haben deshalb extra diesen Standort ausgewählt. Zum einen bekommen die Blumen hier viel Licht und man kann sie am Zaun mit Hilfsmitteln stützen, wenn sie wirklich diese Höhe erreichen sollten“, so Peter Seelig.

Samen und Kompost stellte der Eigenbetrieb zur Verfügung

Das Projekt des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft gibt es schon seit mehr als 20 Jahren. „Zum Beispiel besuchen wir Grundschulen und schöpfen mit den Schülern Papier. Damit zeigen wir, wie aus alt neu wird“, sagt Sandra Jahn, Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit.

In diesem Jahr wurde zum ersten Mal ein Sonnenblumenwettbewerb gestartet. Unter dem Motto „Die längste gewinnt“ will das kreiseigene Unternehmen den Kleinsten zeigen, was nach der Verwertung aus den Abfällen wird, die zu Hause in die Biotonne gegeben werden: Kompost – und was mithilfe des Kompostes entstehen kann. Die Sonnenblumensamen und Kompost stellte der Eigenbetrieb den Kindergartengruppen und Grundschulklassen, die sich an dem Wettbewerb beteiligen wollen, zur Verfügung.

Im September wird der Sieger ermittelt

Als Sandra Jahn und ihr Kollege Martin Krull gestern Vormittag den Kindergarten in Bergen betreten haben, hatten sie eine frohe Botschaft für die Knirpse. „Eure Blumen wachsen besonders gut. In den anderen Einrichtungen haben noch keine Sonnenblume entdeckt, die sich schon so gut entwickelt hat“, sagt sie.

Wenn die beiden Mitarbeiter des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft die Mädchen und Jungen das nächste Mal im September besuchen, wird gemessen. „Wenn die Blumen wirklich mehr als vier Meter hoch werden sollten, müssen wir bis dahin überlegen, mit welchen Hilfsmitteln wir messen. Ein Zollstock reicht dann nicht mehr aus“, so Martin Krull.

Sollte die Kita „Das Regenbogenhaus“ gewinnen, erhalten sie als Preis einen Besuch in einer Freizeiteinrichtung des Kreises, „die den Umweltaspekt aufgreift“, so Sandra Jahn.

Den Umweltaspekt möchte auch die Kita weiter aufgreifen. Seit Kurzem gehört die benachbarte Fläche zu dieser Einrichtung. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir hier einen Garten errichten. Somit können die Kinder verschiedene Pflanzen vom Samen bis zum Ernten des Gemüses verfolgen“, so Peter Seelig.

Mathias Otto

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