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Rügen Bergenerin ist die Zweitschönste im Land
Vorpommern Rügen Bergenerin ist die Zweitschönste im Land
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14:42 20.12.2018
Frenzy Klöckner aus Bergen wurde Zweite bei der Wahl zur Miss MV. Quelle: Christine Zillmer
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Bergen

 Frenzy Klöckner (24) steht gespannt auf der Bühne des Ferienresorts Linstow und wartet auf die Verkündung der Platzierungen. Sie ist unendlich aufgeregt, denn als Platz drei verkündet wird, ist sie immer noch nicht dabei gewesen. Dann heißt es „Starnummer fünf“. Das ist Frenzy Klöckner. Nur knapp verfehlt die Rüganerin den Sieg. Aber immerhin. Sie ist Vize-Miss Mecklenburg Vorpommern 2018/2019. Die Begeisterung über die großartige Platzierung siegt über die Enttäuschung, nicht gewonnen zu haben. „Ich freue mich sehr über das Ergebnis und ich gönne der Siegerin den ersten Platz. Wir waren alle ganz happy nach der Veranstaltung“, sagt Frenzy Klöckner. Von Zickenkrieg und so genannter Stutenbissigkeit sei keine Spur zu finden gewesen. „Die Teilnehmerinnen waren alle sehr nett und hilfsbereit hinter der Bühne. Wir haben uns gut verstanden“, erzählt sie. Die Jungs zur Wahl zum Mister Mecklenburg Vorpommern hätten den Damen sogar die Hand gereicht, wenn es treppabwärts ging. Die Vorbereitungen auf den Tag seien allerdings nicht ohne gewesen.

Mediengestalterin mit Nagelstudio

Frenzy Klöckner ist in Bergen geboren und hat mit 17 die Schule in Sassnitz als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Nach einem freiwilligen sozialen Jahr im Krankenhaus ging es nach Celle zur Sanitätsausbildung bei der Bundeswehr. „Das Heimweh war groß und so kam ich nach einem Jahr wieder zurück nach Rügen.“ Sie wohnte in Bergen und jobbte in Bars und Restaurants der Insel. Eher durch Zufall habe sie sich bei Rügen TV beworben und dort Mediengestalterin Bild und Ton gelernt. „Die Arbeit war anstrengend, aber hat mir sehr gefallen“, sagt Klöckner. Hier lernte sie die ehemalige Miss MV Eva Naulin kennen und ließ sich einiges über die Wahl berichten. „Im letzten Jahr eröffneten mein Freund Stefan und ich zusammen ein Nagelstudio in Bergen. Ich trug mich bis dahin eigentlich nicht mit dem Gedanken, bei einer Miss Wahl mitzumachen.“ Auf Facebook kam dann Anfang 2018 ein Aufruf, dass die Miss Stralsund gesucht würde. Sie erstellte aus Spaß ein Online-Profil und bekam die größte Zustimmung. So war Frenzy Klöckner nominiert.

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Neue Schuhe gleich mitgekauft

„Nun musste ich mitmachen, das hatte ich überhaupt nicht vermutet.“ Mit einem Fitness- und Ernährungsprogramm brachte sie nochmal ordentlich Schliff in ihr Äußeres. „Ich nahm mir eine Trainerin und Beraterin, die erstmal in meinem Kühlschrank aufräumte. Ich ernährte mich anders, ließ die Schokolade weg und bewegte mich mehr als vorher“, erinnert sich die Vize-Miss. Freund Stefan verlor automatisch ein paar Pfunde mit. Dann ging es ans Einkaufen. „Ich brauchte ein Abendkleid und ein weißes Kleid für den Auftritt. Ich kaufte mir auch neue Schuhe. Zum Auftritt trug ich dann aber doch wieder meine gewohnten Schuhe.“ Es sei einfach bequemer und sicherer gewesen. Auch trug sie ihr eigenes Make up auf und nutzte die Stylisten der Show nicht. „Ich wollte so sein wie immer und natürlich wirken.“ Am wichtigsten war ihr allerdings, dass der Auftritt mit einem kleinen Interview funktionierte. Heute lacht Frenzy Klöckner: „Ich bin nicht von der Bühne gefallen, das war wichtig.“

Kamerafrau, Weltenbummlerin und heimatverbundenes Inselkind: Die Rüganerin liebt die Abwechslung.

Die zweite Gewinnerin gibt sich natürlich. „Ich mag es wirklich ganz einfach im Leben“, sagt Klöckner. Der erste Weg nach der Veranstaltung führte sie zusammen mit Stefan in ein Restaurant. „Ich hatte so einen Appetit auf Burger, das musste sein.“ Nach der Wahl geht es gediegen weiter. „Ich wünsche mir irgendwann ein Häuschen auf dem Land, einen Hund, Hühner und Kinder“, schwärmt die junge Frau von ihrer möglichen Zukunft. Das habe allerdings noch etwas Zeit, denn im nächsten Jahr soll noch ein bisschen gereist werden. „Wir lieben die Natur und deshalb fahren wir im Sommer nach Italien zum Zelten“, sagt sie. Ruhe, keine Telefon und kein Stress, genau das Richtige für Frenzy Klöckner. Noch eine Misswahl wird es wohl nicht geben aber Tipps verteilt sie gern.

Christine Zillmer

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