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Rügen Bewo baut 31 neue Wohnungen in Bergen
Vorpommern Rügen Bewo baut 31 neue Wohnungen in Bergen
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09:00 31.03.2018
An der Bergener Bahnhofsstraße baut die Bewo komfprtable Wohnungen Quelle: Anne Ziebarth
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Bergen

Bislang kennen die Bergener ihre Wohnungsbaugesellschaft (Bewo) überwiegend als Vermieter und Verwalter. Mit ihrem jüngsten Projekt geht die kommunale Gesellschaft jetzt aber ganz neue Wege und zeigt: Die Bewo kann auch Neubau! In der Bahnhofstraße 37 sind bereits die Tiefbaufirmen am Werk, hier errichtet die Bewo drei neue Häuser, die Platz für 31 Mietwohnungen bieten werden. „Derzeit macht uns die Witterung noch etwas zu schaffen“, so Gerd Zander, Geschäftsführer der Bergener Wohnungsbaugesellschaft (Bewo). „Über das Gelände an der Bahnhofstraße verläuft eine Fernheizleitung, die verlegt werden muss“, erklärt Gerd Zander.„Für die Schweißarbeiten bedarf es einer Außentemperatur von 5 Grad Celsius. Ist die Leitung verlegt, können wir die Tiefgarage fertigstellen.“

Trotzdem ist die Bewo optimistisch, dass die Zwei- und Dreiraumwohnungen im Oktober 2019 bezugsfertig sein werden. Insgesamt entstehen hier 1900 Quadratmeter Wohnfläche, verteilt auf 31 Wohnungen in einer Größe zwischen 42 und 85 Quadratmetern. „Individualität ist heutzutage sehr wichtig“, betont Zander. „Deshalb werden die Wohnungen verschiedene Grundrisse und beispielsweise mit offener oder geschlossener Küche angeboten.“

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Komfort hat seien Preis

Die drei Häuser sollen sich um einen zentralen Platz gruppieren, im östlichen Bereich des Grundstücks wird ein kleiner Park entstehen. Der Zugang zu den Wohnungen kann direkt von der Tiefgarage aus erfolgen, die Wohnungen sind mit bodengleichen Duschen und Abstellräumen in jeder Wohnung ausgestattet.“, sagt Zander. Bei den Wohnungen handelt es sich um barrierearme Immobilien, die aber nicht explizit nur Senioren ansprechen sollen. „Das Thermostat an der Handtuchheizung im Bad zum Beispiel ist in Hüfthöhe. Das ist ja für alle praktisch, nicht nur für Senioren.“ Soviel Komfort hat allerdings auch ihren Preis. Die Mieten werden sich nach Informationen der Bewo im Bereich von rund 10 Euro pro Quadratmeter bewegen. „Das bedeutet aber nicht, dass wir mit den Wohnungen maximalen Profit machen wollen“, so Zander. „Wir sind ein kommunales Unternehmen und haben auch einen sozialen Auftrag.“ Viel mehr seien die Preise für Bauleistungen in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen, zum Teil um 7 Prozent pro Jahr. „Wir befinden uns in einer Hochpreisphase“, so Zander.

Die Gesamtkosten für das Vorhaben an der Bahnhofstraße betragen rund fünf Millionen Euro. „Ein ganz schöner Batzen für ein Unternehmen wie uns“, beschreibt der Geschäftsführer. „Zumal die weiteren Instandhaltungs und Modernisierungsarbeiten weitergehen. Pro Jahr investieren wir etwa 4 Millionen Euro in diese Bereiche.“

Hochgelegene Wohnungen stehen leer

Mit dem Vorhaben in der Bahnhofstraße wagt sich die Bewo erstmals in ihrem über 25-jährigen Bestehen an einen Neubau. Rund 70 Prozent des Wohnungsbestandes der Bewo sind Plattenbauten. „Wir wollen unsere Angebotspalette vergrößern und mehr Wohnungen in der Altstadt anbieten“, so Zander. Dabei kann Bergen nicht über einen Mangel an freien Wohnungen klagen. Rund fünf Prozent der Bewo-Wohnungen stehen leer. „Das sind vor allem Wohnungen im 4. und 5. Stockwerk von Plattenbauten, in denen es noch keinen Aufzug gibt“, erzählt Zander. „Der Markt für besonders attraktive Wohnungen ist aber auch in Bergen da. Auf die Komplettsanierung der Gebäude im Otto-Grotewohl-Ring gab es zum Beispiel sehr positive Resonanz. Dort arbeiten wir schon mit Wartelisten.“

Auch für die Wohnungen an der Bahnhofstraße haben sich schon viele Interessenten gemeldet. „Bislang sind bereits 90 Bewerbungen eingegangen“, so Zander. „Ein großer Erfolg“ Gut möglich, dass das Neubauprojekt nicht das letzte der Bewo bleibt. Aber den Bestand und die Wünsche der Mieter wolle man natürlich auch weiterhin im Blick haben.

Driest Uwe