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Rügen Burger satt: Neue Kette startet auf Rügen
Vorpommern Rügen Burger satt: Neue Kette startet auf Rügen
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09:10 08.03.2016
Lassen es sich schmecken: Anna-Maria (l., 11.) und Marie-Luise (7) Dohrmann. Fotos (4): Gerit Herold
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Binz

Wie ein Fußballtrainer vor einem Länderspiel peitscht Patrick Bahr sein Serviceteam lautstark ein. Dann klatscht der Betriebsleiter mehrmals in die Hände und schickt seine Mitarbeiter hoch motiviert ins Rennen. Alles soll sitzen bei diesem Probelauf. Rund 100 geladene Gäste strömen nach und nach ins Dünenhaus an der Binzer Strandpromenade zur Voreröffnung einer neuen Gastlichkeit im Ostseebad, auf Rügen, ja in ganz Deutschland. Es ist der Startschuss einer neuen Burger-Kette. Wo vor Wochen noch „Hans im Glück“ die Gäste lockte, lädt jetzt „Peter Pane Burgergrill und Bar“ ein.

Wie ein Fußballtrainer vor einem Länderspiel peitscht Patrick Bahr sein Serviceteam lautstark ein.

Nach dem Zerwürfnis mit der Münchner Edelburger-Kette „Hans im Glück“ mit 44 Filialen eröffnet der abgesprungene und bisher größte Franchise-Partner, das Lübecker Unternehmen Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH, eine eigene Burger-Kette. Im ersten Schritt werden bis zum 10. April die bisherigen elf weiteren „Hans im Glück“-Filialen in Hamburg, Lübeck, Bremen, Oldenburg, Berlin, Osnabrück, Flensburg und Potsdam unter neuer Flagge und Ladenaufmachung, aber mit gleichem Personal und ähnlichem Angebot neu durchstarten. Rund 200000 Euro werden in jedes Objekt investiert, um „Hans“ zu „Peter“ zu machen.

Und warum gerade in Binz zuerst? „Da sind wir abergläubisch. Wir haben im Juni 2013 unseren ersten Laden hier eröffnet, der sehr erfolgreich war. Zudem ist die Verbindung zu diesem sehr schönen Ort besonders, wir sind schon seit Jahren hier und haben viele Freunde hier“, erklärt Patrick Junge, Chef der Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH. Der 38-Jährige Spross einer Lübecker Bäckerdynastie hatte seinerzeit das Dünenhaus gekauft, in dessen oberen Bereich sich acht Ferienwohnungen befinden.

„Unser Hauptthema sind unsere Mitarbeiter, von denen es 650 gibt und die alle langjährige Erfahrung in der Gastronomie und Spaß an dem haben, was sie machen“, beschreibt Junge die Firmenphilosophie.

„Uns zeichnet hohe Qualität in den Rohstoffen aus“, so Junge. Das Rindfleisch stamme aus deutschen Landen, das Hühnerfleisch aus kontrollierter Aufzucht Ostwestfalens, der Küsten-Bernsteinkäse werde aus der Milch norddeutscher Kühe gemacht und Saucen in einer norddeutschen Manufaktur. Die Gäste können für ihre Burger zwischen drei Sorten Brot wählen, alle in der Familien-Bäckerei gebacken. „Wir haben viele weibliche Gäste und deshalb auch viele vegetarische und vegane Burger,“ so Junge. In der Speisekarte finden sich auch „brotlose Burger“, Salate und Süßkartoffel-Pommes. Daneben Cocktails und Kreationen ohne Prozente.

Die lassen sich Sabrina Beythien (26) und Aileen Richter (26) schmecken. „Wir kennen noch den alten Laden. Jetzt ist es anders, aber auch schön hier“, meinen die beiden Bergenerinnen, die den Namen des Restaurant sehr schön finden und „mit Sicherheit wiederkommen“ wollen. Unterdesen beißen Anna-Maria (11) und Marie Luise (7) Dohrmann herzhaft in einen Burger, wie die meisten Gäste. Der Renner dies Abends: der doppelte Peter — garniert mit einer Peperoni.

Noch in diesem Jahr werden mindestens fünf gänzlich neue Standorte eröffnet, bis 2019 soll es im ganzen Norden 30 Restaurants geben, kündigt Junge an, der sich auf die 120-jährige hanseatische Kaufmanns-Tradition seiner Familie stützen kann, die er annähernd zehn Jahre lang als geschäftsführender Gesellschafter der „Konditorei Junge“ mit rund 170 Filialen entscheidend mitgeprägt hat.

Bei all den Expansionsplänen: Auf Rügen wird die Binzer Filiale die einzige bleiben. „In Großstädten funktionieren mehrere Läden. Aber hier nicht. Es soll etwas Besonderes sein, da darf es nicht zu viel davon geben“, meint Junge, der auch ein Auge auf Rostock geworfen hat.

Von Gerit Herold

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