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Rügen Sonnabend startet Deutschlands größter Amateurtanzwettstreit
Vorpommern Rügen Sonnabend startet Deutschlands größter Amateurtanzwettstreit
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12:18 24.04.2019
Schon 2018 ging es bei fast allen Darbietungen beim Dance Cup äußerst temperamentvoll zu. Quelle: Chris Corse
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Sassnitz

Wer dieser Tage zur Sporthalle Dwasieden in Sassnitz geht, wird das geschäftige Treiben bemerken, mit dem dort der größte Amateurtanzwettbewerb Deutschlands – der I.V.E. Ostsee Dance Cup – vorbereitet wird. „Wir sind schon 2018 Marktführer gewesen“, sagt Organisatorin Ina Briese. „Allerdings habe ich das erst viel später mitbekommen.“ Letztes Jahr hatten immerhin 556 Tänzer in 45 Gruppen teilgenommen. Am kommenden Sonnabend wird nun noch eins draufgesetzt: 55 Teams und 698 Teilnehmer.

Pause fällt weg

Straff war das Programm bereits 2018 gestrickt. Zügig hintereinander traten die Gruppen auf, die Jury musste schnell Entscheidungen treffen. Das wird sich natürlich nicht ändern. Ina Briese hat jedoch noch etwas Zeit herausgeschlagen, indem nicht erst um 12, sondern 11.30 Uhr begonnen wird. Und die Juroren müssen auf ihre 45-minütige Pause verzichten. Nichtsdestotrotz sieht die Tanzlehrerin aus Binz noch Raum für Wachstum. „Nach oben gibt es eigentlich keine Grenze“, sagt Briese. „Man kann den Wettbewerb zum Beispiel auch auf zwei Tage ausdehnen. Und schließlich mangelt es uns ganz bestimmt nicht an Ideen.“ An Geld übrigens ebenfalls nicht. Sponsoren sind laut Ina Briese zahlreich gefunden worden, und einige von denen haben beachtliche Summen rübergereicht. „Ich bin allen Firmen und Privatpersonen dafür so dankbar.“

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Dance-Cup-Babys

Aber nicht nur die Größe ist neu am diesjährigen Dance Cup. Auch haben mit Litauen und Schweden zwei Ostseeanrainerstaaten zum ersten Mal Gruppen auf die Insel Rügen entsandt. Aus Palanga, Litauen, kommen die „Palangos Vetrunge“, aus dem schwedischen Sihams die „Happy Girls“. Ansonsten gibt sich halb Deutschland ein Stelldichein in Sassnitz.

Der Wettbewerb startet am Sonnabend mit einer Laser-Show, die extra für den Dance Cup konzipiert wurde. „Wir haben neben den üblichen Preisen noch 15 Sonderpokale zu vergeben“, sagt Ina Briese weiter. „Dazu gehört sogar das I.V.E.-Baby 2019. Diese Pokal rührt daher, dass drei Tanzlehrerinnen im vergangenen Jahr hochschwanger ihre Gruppen begleitet hatten. Dieses Engagement fand ich so toll, dass das gewürdigt werden musste.“ So gibt es für die Kinder von Betreuerinnen aus Demmin und Ueckermünde und für die kleine Mia von Cindy Kagelmacher aus Bergen die Ehrung.

OZ in der Jury

Aufgestockt wird auch die Zahl der Auszeichnungen für die Teilnehmer. Gab es bisher Preise für die Plätze eins bis drei, werden diesmal auch die vierten und fünften Plätze bedacht. In der Jury sitzen einmal mehr namhafte Rügener Persönlichkeiten. Wie zum Beispiel die Redakteurin der OSTSEE-ZEITUNG, Gerit Herold. Ihr zur Seite stehen unter anderem der Binzer Bürgermeister Karsten Schneider, Bergens Bürgermeisterin Anja Ratzke oder Linken-Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner. Der Sassnitzer Bürgermeister Frank Kracht übernimmt die Schirmherrschaft.

Ina Briese ist trotz Organisations-Stress ziemlich entspannt. Aufgeregt? Sicher. Aber irgendwie laufe alles so gut, dass sie sich um die Umsetzung der Veranstaltung keine Sorgen mache. Unter anderem auch, weil sie Mängel aus dem letzten Jahr versucht habe, mit neuen Elemente zu beseitigen. Da war zum Beispiel die eingeschränkte Sicht auf die Tanzfläche. „Die, die weiter hinten standen, konnten gar nicht richtig sehen, was vorn alles so passierte“, sagt Briese. „Also wird es eine Leinwand geben, auf der man aus allen Ecken der Sporthalle die Darbietungen mitverfolgen kann. Auch wird die Jury unmittelbar an der Auftrittsfläche sitzen, denn auch die Juroren hatten zum Teil ein eingeschränktes Sichtfeld.“

Und schließlich gibt es beim Dance Cup 2019 zwei Wertungskategorien mehr. Dabei handelt es sich um den „Orientalischen Tanz – Jugend und Erwachsene“. 2018 waren dazu schon mehrere Gruppen zu sehen gewesen, hatten aber das Problem, sich wegen ihres Themas von den anderen Auftritten extrem abzuheben. Das machte es vor allem den Juroren schwer. Dass diese Tanzform im Kommen ist, zeigt, dass für beide Bereiche jeweils fünf Gruppen gemeldet wurden.

Jens-Uwe Berndt