Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Große Ehre fürs kleine Hiddenseer Zeltkino
Vorpommern Rügen Große Ehre fürs kleine Hiddenseer Zeltkino
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:28 03.12.2019
Jörg Mehrwald, Chef des Zeltkinos Hiddensee, wurde von Dr. Heiko Geue, Chef der Staatskanzlei MV (l.) und Volker Kufahl, Geschäftsführer der Filmland GmbH, ausgezeichnet – – stellvertretend für den kommunalen Hafen- und Kurbetrieb als Kinobetreiber. Quelle: privat
Anzeige
Hiddensee/Rostock

Ehre, wem Ehre gebührt und da ist das Hiddenseer Zeltkino nicht außen vor. Die Lichtspielstätte in der Nähe des Vitter Hafens hat einen der ersten „Kinokulturpreise in Mecklenburg-Vorpommern“ gewonnen. Für ein „sehr gutes Jahresprogramm“ ist es am Montagabend in Rostock in der Kategorie „nichtgewerbliche Filmtheater“ geehrt worden.

Viele, viele Stammgäste

„Ich freue mich natürlich darüber, beschäftige mich aber schon mit ganz anderen Fragen und habe in Rostock auch die ersten Fäden geknüpft“, sagte Kino-Chef Jörg Mehrwald am Dienstag in einer ersten Reaktion. Seiner Ansicht nach würden die kommenden Jahre sehr spannend. „Wir stehen vor großen Umbrüchen in der Kinolandschaft. Niemand weiß, wie die momentanen Entwicklungen ausgehen, da muss man weit voraus denken. Das gefällt mir“, sagt der Mann, der seit 2012 im neuen Zeltkino Regie führt. Konstant mehr als 12 000 Besucher kann er jährlich begrüßen, darunter viele, viele Stammgäste.

Ausgewählte deutsche und europäische Filme

Der Vorplatz des Zeltkinos in Vitte auf Hiddensee wurde im Oktober 2014 neugestaltet. Quelle: Jörg Mehrwald

Ausgezeichnet wurden am Montag Lichtspielstätten, die für ihre Programmgestaltung 2018 durch ausgewählte deutsche und europäische Filme sowie Kinder- und Jugendfilme und Filmklassiker aufgefallen sind. Im Zeltkino Hiddensee zählten hierzu beispielsweise Filme wie „Loving Vincent“, „Willkommen bei den Hartmanns“, „Lütt Matten und die weiße Muschel“, „Mein Mann Picasso“ oder die landesweite Besonderheit von Eigenproduktionen wie „Karussell – Vier Tage auf Hiddensee“.

Kulturelle und gesellschaftliche Aufgabe

Lob dafür gab’s aus berufenen Munde. „Es geht es um die Anerkennung von Kinos als Kulturorte in Mecklenburg-Vorpommern. Wir zeichnen Kinomacher aus, die Kino als kulturelle und gesellschaftliche Aufgabe begreifen, die mit Kooperationspartnern zusammen arbeiten und ihren Kinosaal als Raum des Austausches betrachten“, machte Volker Kufahl, Geschäftsführer der Filmland MV GmbH deutlich. Anerkennende Worte auch von Dr. Heiko Geue, Chef der Staatskanzlei MV: „Kino bringt Menschen zusammen, Kino eröffnet neue Welten. Es ist schwierig, heutzutage ein Kino mit hochwertigem Programm anzubieten. Aber es gibt leidenschaftliche Kinobetreiber in Mecklenburg-Vorpommern, die das schaffen. Das ist großartig“.

25 Bewerber um Preis

Etwa 90 Kinos gibt es im Land. 25 Kinobetreiber und Vereine hatten sich um den erstmals ausgelobten Preis beworben. Das auf Hiddensee betreibt der kommunale Hafen- und Kurbetrieb. Deshalb gehörten Bürgermeister Thomas Gens und Kurdirektorin Vanessa Marx auch zu den ersten Gratulanten und verwiesen auf das gemeindliche Engagement für das Kino. So hat die Kommune erst im vergangenen Jahr eine neue Leinwand und einen Laserbeamer finanziert.

Neue Filmprojekte in Planung

Nach der Ehre ist vor der Arbeit. Mehrwald steht vor den Kinotagen zum Jahreswechsel und hat die kommende Saison, die zu Ostern startet, längst im Blick. „Zudem plane ich neue Filmprojekte in Eigenregie auf der Insel. Das einzige, was mir fehlt, ist Zeit“, bekennt der Kino-Chef. Aber die hatte er sich für die Bewerbung um den Kinokulturpreis genommen – es war keine vertane.

Von Chris Herold

Beim nächsten Störtebeker-Stück „Im Angesicht des Wolfes“ 2020 wird Wolfgang Lippert wieder den „Albatros“ von Karat singen. Doch welche Songs gibt es noch? Drei weitere Lieder von Petra Zieger und vier von Karat stehen zur Auswahl. Hier gibt es alle Texte und ein paar Hörbeispiele.

03.12.2019

Nach den großen Bombenangriffen 1942 wurde Kunst- und Kulturgut evakuiert. Stralsunder und Greifswalder Schätze fanden zum Beispiel in Gutshäusern Aufnahme.

03.12.2019

Ein 17-jähriger Bergener sprühte rechte Parolen. Nach einem Unfall wurde er gefasst. Die Polizei prüft nun, ob er auch für frühere Straftaten infrage kommt.

03.12.2019