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Rügen Putbusser CDU-Fraktion will Funklöcher stopfen lassen
Vorpommern Rügen Putbusser CDU-Fraktion will Funklöcher stopfen lassen
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19:51 25.09.2019
Mit einer mobilen Sendestation ließen sich auch Funklöcher stopfen. In Putbus soll die Telekom aber für eine dauerhafte Lösung sorgen. Quelle: Ronny Hartmann/dpa
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Lauterbach

Hafen ausgebaut, Funkloch gestopft – das ist in Kürze das Ziel, das die CDU-Fraktion in der Putbusser Stadtvertretung für den Ortsteil Lauterbach verfolgt. Was es dazu braucht, ist neben einem entsprechenden Beschluss auch etwas Glück. „In die Stadtvertretersitzung am kommenden Montag bringen wir einen entsprechenden Antrag zur Teilnahme der Stadt an der Aktion ’Wir jagen Funklöcher’ der Telekom ein“, kündigt Julia Präkel, Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten, an.

Julia Präkel, Chefin der CDU-Fraktion, bringt den Antrag zur nächsten Sitzung der Stadtvertreter ein. Quelle: Soeren Carl

Viele Funklöcher in der Stadt und den Ortsteilen

Ihren Worten zufolge gebe es aktuell im gesamten Stadtgebiet sowie in den Ortsteilen der Kommune an mehreren Stellen Funklöcher. Vorerst richtet sich der Fokus der Christdemokraten aber auf Lauterbach. „Weil dort zum einen viele neue Wohnhäuser entstanden sind und weil wir zum anderen mit dem neuen Hafen nicht nur die vielen Kreuzfahrtschiffe sondern auch weitere zahlreiche Gäste anlocken werden. Wenn viele Menschen an einem Ort gleichzeitig mobil surfen, ist das Netz auch schnell überlastet“, macht Präkel in diesem Zusammenhang deutlich.

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Telekom: Auf die Initiative der Kommune kommt’s an

Hier komme die Aktion der Telekom zu pass. Das Unternehmen will mit der Aktion „Wir jagen Funklöcher“ bundesweit 50 Funklöcher schließen. „Kommunen können durch die Aktion aktiver Partner in unserem Mobilfunkausbau werden“, sagt Walter Goldenits, Geschäftsführer Technik der Telekom Deutschland. Üblicherweise entscheide die Telekom, wo ein neuer Standort entstehen soll. Im Vordergrund der Bewertung stünden marktwirtschaftliche und funktechnische Erwägungen. Deshalb gebe es Kommunen, die bei dieser Betrachtung immer wieder durchs Raster fallen. Genau an diese wende sich „Wir jagen Funklöcher“. „Hier zählt im Wesentlichen der Beitrag und der Wille der Gemeinden, die auch die Initiative ergreifen müssen“, sagt Walter Goldenits. Dazu gehört auch, dass die Kommune einen möglichen Standort für eine Antenne auf einem Dach oder eine freie Fläche zum Aufstellen eines Mastes aufzeigt.

In Lauterbach ist der Ausbau und die Sanierung der Westpier des Hafens gestartet worden. Quelle: Chris Herold

Bewerbung bis Ende November möglich

Die Telekom baut nach eigenen Angaben im Jahr rund 2000 Antennen-Standorte neu auf. Die Aktion „Wir jagen Funklöcher“ soll dieses Programm ergänzen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. November dieses Jahres. „Der Ausschuss für Wirtschaft, Digitalisierung, Tourismus und Kultur hat unserem Antrag bereits zugestimmt“, macht Julia Präkel deutlich.

Von Chris Herold