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Rügen Die Rugardbühne gerockt
Vorpommern Rügen Die Rugardbühne gerockt
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10:17 03.09.2018
Die Rugard-Bühne zu beleben, war das Anliegen der Organisatoren Quelle: Wenke Büssow-Krämer
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Bergen

Es ist in den letzten Jahren ruhig geworden auf der Rugardbühne. Zu ruhig für Kathrin Parpat. „In meiner Jugend waren hier Karat, Silly oder auch Stahlzeit“, erinnert sich die 47-jährige Bergenerin. Gemeinsam mit ihrem Bruder Christian - beide festivalerprobt - wurde erst im letzten November die Idee eines Festivals an diesem Veranstaltungsort geboren, die viele Unterstützer fand. „Der Grundgedanke war, etwas für die Bergener Jugend zu machen - mit Workshops die den ganzen Tag Beschäftigungsmöglichkeiten bieten“, erklärt Christian Parpat.„Wir haben auch Jugendliche dabei, die Lust hatten sich einzubringen und beim Aufbau geholfen haben. Rund 30 freiwillige Helfer hatten wir hinter uns, darunter viele ehemalige Rüganer, die extra Urlaub genommen haben, um mit anzupacken“, sagt Kathrin Parpat. Kreativ zeigte sich das Team dann auch bei der Gewinnung der DJ’s und Musiker, die hier am Samstag auf der Bühne standen.

Mollono.Bass, Pay Kusten & Jimm Koerk, Tom Adam, Pappel & Paula H., Naxen und Esche spielten auf. Zuvor ging die Crew aber beim Festival von Mollono.Bass zur Hand, um den Künstler zum Auftritt auf Rügen zu bewegen. „Der Anfang ist gemacht, nun ist durchhalten angesagt“, meint Lars Reinke. „Gerade für Rügen, wo es schwierig ist Alternativprogramme für die Jugend zu gestalten, ist solch eine Veranstaltung wichtig. Das ist doch eine Alternative zur Standardgastronomie. Hochrangige DJs wurden gewonnen“, lobt der Besucher aus dem Allgäu.

Belastung auf viele Schultern verteilt

Abseits vom mit beleuchteten Tüchern überdachten Wege luden dann auch Hängematten zur Pause. „Wir hoffen, dass unser Festival hier etwas nach sich zieht und auch andere wieder die Bühne nutzen wollen“, so Kathrin Parpat. „Bergen geht immer so unter, da es nicht mit der Nähe zum Wasser punkten kann. Das muss man mehr publik machen.“ Wenn die Veranstaltung 2019 eine Fortsetzung findet, können sich die Organisatoren eine Zusammenarbeit mit Schülerbands vorstellen. Die Workshop-Angebote boten den Tag über der ganzen Familie Beschäftigungsmöglichkeiten. Neben Bogenschießen konnten Groß und Klein am Wegesrand T-Shirts besprayen, zusehen und mitanpacken beim Möbelbau aus Paletten oder sich beim Besprayen eines Kleinwagens versuchen. „Das Auto haben wir gesponsert bekommen und wollen es versteigern. Wir haben alle Hürden genommen, uns Leute ins Boot geholt, die Ahnung haben, von dem was sie machen und viele Klinken geputzt“, meint Kathrin Parpat. Auf einen Fundus an Mitmenschen, die von der Idee überzeugt sind, konnten die Initiatoren zurückgreifen.

„Wir sind ein Freundeskreis, in dem alle mitanpacken“, meint Sofia Stüwe, die den Besuchern beim T-Shirt-Besprayen zur Seite stand. Zu ihrem großen Auftritt kamen am Nachmittag auch die kleinen Akrobaten aus Göhren, die im Anschluss dann ebenfalls Anregungen zum Mitmachen und Nachahmen boten. Selbst von Gästen aus der Großstadt Hamburg bekam die erste Ausgabe von „Grüner wirds nicht“ viel Bestätigung. „Ich kam durch Freunde von der Insel hier her und habe hier auch in kleiner Runde eine schöne Zeit. Aber es wäre natürlich schön, wenn sich das hier rumspricht und im nächsten Jahr mehr Gäste da sind“, meint Antje. „Wir hoffen auch die letzten Skeptiker zu überzeugen, dass das eine tolle Sache ist“, so Kathrin Parpat.

Driest Uwe

Die Veranstalter hoffen, dass sich „Grüner wirds nicht“ als Festival in der Inselmitte etablieren wird und hat dafür zahl- reiche Unterstützer gefunden.

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