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Rügen „Die Texte aktualisiere ich täglich“
Vorpommern Rügen „Die Texte aktualisiere ich täglich“
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00:02 15.10.2018
Putbus

Reiner Kröhnert ist mit „XXL Großes Parodistenkino“ zum Publikumsliebling der Kabarett-Regatta gekürt worden. Er ist ein Meister der überraschenden Pointen und führt seine „Kinogäste“ treffsicher vor, von Merkel bis Trump. Die OZ sprach mit Kröhnert auch über sein neues Programm, mit dem er die 23. Kabarett-Regatta im nächsten Jahr eröffnet.

Reiner Kröhnert

Haben Sie sich im Theater Putbus wohlgefühlt?

Reiner Kröhnert: Ein wunderbares Theater und ein großartiges Publikum. Angesichts der schleichenden Verblödung der Gesellschaft freut es mich besonders, dass es Zuschauer gibt, die geistreiche Unterhaltung schätzen. Der Funke zwischen mir auf der Bühne und den Menschen im Saal ist spürbar übergesprungen. Das war das Tolle.

Viele junge Künstler vermischen heute die Genregrenzen zwischen politischem Kabarett und Comedy. Könnte das bei Ihnen auch passieren?

Ganz bestimmt nicht. Ich stehe in der Tradition der altgedienten Kabarettisten wie Dieter Hildebrandt oder Lore Lorentz, also der klassischen politischen Satire. Die heutzutage häufig präsentierte Kombination zwischen beiden Genres verwässert das Ganze. Dann lieber richtig gute Comedy, die auch dazu steht.

Wie schaffen Sie es, Ihre sehr dichten und komplizierten Texte zu behalten? Ich bin ein Straightgoing-Künstler. Auf der Bühne versuche ich in den Rhythmus hinein zu kommen und das Textpaket abzurufen. Das ist eine Frage der Konzentration. Da wird nicht improvisiert, das findet vorher statt, bei der fast täglich notwendigen Aktualisierung der Texte.

Wie wird Ihr nächstes Programm aussehen?

Im neuen Programm „Getwittercloud für Sitzenbleiber“ werde ich mich vor allem dem Phänomen Donald Trump und seiner Twitterwolke widmen – da braut sich ja einiges zusammen. Und nicht nur da: Auch unsere Politiker sitzen zur Zeit nicht gerade fest im Sattel. Stoff gibt es genug – unsere Gesellschaft driftet nicht nur materiell auseinander, sondern auch intellektuell.

Lena Roosen

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