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Rügen Die Villa Salve: Wo Kanzlerin und Staatspräsidenten einkehren
Vorpommern Rügen Die Villa Salve: Wo Kanzlerin und Staatspräsidenten einkehren
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08:00 14.09.2019
Harald Schewe, Inhaber der Villa Salve in Binz. Hier schliefen schon Kanzlerin Angela Merkel und das norwegische Königspaar. Quelle: Christian Rödel
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Binz

Der 12. Juli 2010 ist immer noch ein besonderes Datum für den Unternehmer Harald Schewe: An diesem leicht verregneten Sommertag aßen Kanzlerin Angela Merkel und das norwegische Kronprinzenpaar Haakon und Mette-Marit in seiner „Villa Salve“ an der Binzer Strandpromenade.

Staatsbesuch in Rügens größtem Seebad – und der Hotelchef mittendrin. „Das war schon ein Spektakel. Die vielen Fotografen auf unserer Terrasse. Und dann ist der hohe Besuch ja auch noch von unserem Grundstück aus zum Rundgang durch Binz gestartet“, erinnert sich Schewe.

Auch Helmut Kohl war da

Nach 27 Jahren als Eigentümer der „Villa Salve“ hat er inzwischen allerdings auch schon einige Promis in seinem Haus begrüßt. 2014 kam der damalige französische Präsident Francois Hollande, wieder ein Abstecher während eines Staatsbesuchs bei Merkel, die schon oft in der „Salve“ übernachtete. Auch der inzwischen verstorbene Altkanzler Helmut Kohl war schon da und Spaniens Ex-Präsident Felipe Gonzalez. „Aber wir haben auch schon so viele nette Begegnungen mit unseren normalen Gästen erlebt“, betont Harald Schewe.

Der heute 67-Jährige ist bekannt in Rügen und Vorpommern. Er hat sich (für die CDU) politisch und auch touristisch auf der Insel engagiert. Daher die vielen guten Kontakte bis zur Kanzlerin.

Die Villa Salve in Binz wurde vor dem Umbau Quelle: Stefan Sauer

Einer der ersten einheimischen Eigentümer

Und Schewe war einer der ersten Einheimischen, die auf der Binzer Promenade investierten. 1992 kaufte er die „Villa Salve“, die bis dahin als Kindergarten diente. Er hat sie zu einem der beliebtesten Häuser in Binz entwickelt.

Zwischenzeitlich gehörte ihm auf der Flaniermeile auch die Villa Glückspilz und eine Straßenreihe dahinter das „Poseidon“. Die Häuser hat er verkauft („das wurde zu viel“). Restaurants führt er aber auf der Insel auch noch in Moritzburg und Glowe. Und er hat einen Erlebnishof in Lietzow.

„Ich muss immer etwas entwickeln“

Schewe gehört zu einer Rügener Unternehmerfamilie: Auch sein Bruder Wolfgang besitzt drei Häuser auf der Promenade: „Ich muss immer etwas entwickeln“, lautet das Lebensmotto des gelernten Bauingenieurs, der in den 1980ern für Union Berlin einige Jahre in der zweithöchsten Fußball-Liga der DDR kickte.

Im Betrieb überlassen seine Frau Regine und er zunehmend Sohn Franz die „Spielmacher“-Position. Im Rückblick auf die vergangenen fast 30 Jahre sagt Schewe: „Vielleicht hätte ich ab und an ein, zwei Projekte weniger machen sollen.“

Das Feuer brennt aber immer noch: „Ich bin schon mit Eifer dabei, wenn es darum geht, Bedingungen in Binz zu verbessern“, sagt der Hotelier. So hoffe er, dass die Gemeinde zum Beispiel eine bessere Infrastruktur für Sporttouristen schaffe.

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