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Rügen Die letzten Tage der Kreptitzer Treppe
Vorpommern Rügen Die letzten Tage der Kreptitzer Treppe
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15:00 13.07.2019
Die Leiter, die in Kreptitz zum Strand führt, wurde notdürftig repariert. Quelle: Mathias Otto
Kreptitz

Die Treppe, die im Naturschutzgebiet Nordwestufer Wittow und Kreptitzer Heide zum Wasser führt, steht sprichwörtlich auf wackligen Füßen. Das Stahlbauwerk muss nur noch die Sommermonate überstehen. Vor wenigen Tagen wurde sie notdürftig repariert. Nach der Saison hat sie ausgedient. Allerdings müssen Badegäste jetzt nicht auf dem Seitenstreifen stehen, wenn sie sich in der Ostsee abkühlen wollen. Für sie wurde ein neuer Parkplatz angelegt.

Verrostete Metallteile

Dass die Treppe repariert wurde, ist für Anwohner Torsten Blümke ein Segen. Schon seit Jahren bringt er das Problem in der Gemeinde ein. „Ich hatte die Befürchtung, dass hier etwas Schlimmes passieren kann“, sagt er und zeigte Ende Juni die bedenklichen Stellen am Zugang zum Strand. „Zum einen habe ich das Gefühl, dass die Treppe auf wackligen Füßen steht und jederzeit umkippen kann“, sagt er. Festen Stand habe sie nur, weil oben und unten Betonblöcke in die Erde eingearbeitet wurden, auf dem sie liegt. „Jedes Jahr wurde die Treppe immer um ein paar Meter nach hinten gezogen, wenn sich Teile der Steilküste gelöst haben“, sagt Torsten Blümke.

Bei genauer Inspektion sah er verrostete Metallteile, die sich an einigen Stellen vom Gerüst gelöst haben. „Der Rost ist so weit eingedrungen, dass das Metall schon durch einfaches Drücken abbröckelt“, sagt er. Vor zwei Jahren hätte man aus seiner Sicht neue Metallteile anbringen und somit die Treppe retten können. Jetzt sei sie nur noch Schrott. „Ich habe das Problem damals in Gesprächen mit dem Bürgermeister angebracht und auf die Gefahr hingewiesen. Man darf nicht erst handeln, nachdem hier jemand abstürzt. Doch es blieb bei den Gesprächen“, sagt er.

„Hier herrschte Verkehrschaos“

Der Anwohner aus Lancken wunderte sich, dass in diesem Jahr Bagger vor der Steilküste ihre Runden drehen und Arbeiter einen Parkplatz anlegen. „Das passt doch alles nicht zusammen, wenn ich mein Auto vernünftig abstellen kann und danach nicht den Ostseestrand erreiche“, so Torsten Blümke.

Der neu gewählte Dransker Bürgermeister und langjährige Gemeindevertreter Lothar Kuhn (Pro Dranske) ist mit dem Problem im Ortsteil Kreptitz bestens vertraut. Der Parkplatz ist schon länger geplant und wurde erst kürzlich fertiggestellt. „Bei Anglern, Surfern und Badegästen ist diese Stelle gleichermaßen beliebt. Das heißt, dass sie ihre Autos auf den Seitenstreifen neben den Feldern parkten. An einigen Tagen herrschte hier regelrecht Verkehrschaos“, so der Bürgermeister.

Verrostete Teile wurden ersetzt

Deshalb hat sich die Gemeinde entschieden, einen Parkplatz anzulegen. Autos stehen nun auf einer festen Gesteins- und Sandschicht. Jeder Bereich ist optisch voneinander getrennt. Damit wurde Platz für 23 Fahrzeuge geschaffen, die gleichzeitig parken können. Die Seitenstreifen entlang der Felder bleiben somit frei. Eine Wendeschleife soll das Verkehrschaos zusätzlich minimieren.

„Wir geben der Treppe noch eine Saison, danach hat sie ausgedient“, berichtet Lothar Kuhn. Das Schild mit dem Hinweis „Absturzgefahr – Betreten streng verboten“ ist geblieben. Es steht neben der Treppe gleich vor dem Abgrund. Dieser Bereich ist durch einen Zaun gesichert. „Wir haben zudem die stark verrosteten Elemente an der Treppe durch neue ersetzt“, sagt Lothar Kuhn. Im kommenden Jahr soll der Abstieg komplett ersetzt werden.

Mathias Otto

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