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Rügen Schon das zweite Buch voller Dorfgeschichten von Rügen
Vorpommern Rügen Schon das zweite Buch voller Dorfgeschichten von Rügen
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16:52 15.05.2019
Eine Dorfgeschichte aus Bessin erzählt von angeblichen Nacktreigen im Garten des Landhauses, an denen auch der Schriftsteller Hans Fallada teilgenommen haben soll. Quelle: Steinke Kay
Rügen

Der Erfolg war beachtlich. In nur wenigen Wochen war die erste Auflage des Buches „Dorfgeschichten von Rügen“ ausverkauft. 3500 Exemplare gingen bereits über den Ladentisch. Einheimische und vor allem auch Urlauber mögen diesen Blick in Landstriche der Insel, die zum Teil fernab typischer Tourismusrouten liegen.

Dem hat die OSTSEE-ZEITUNG mit Band 2 der „Dorfgeschichten“ noch eines draufgesetzt. Hatten die Autoren des ersten Buches, Uwe Driest und Susanna Gilbert, bereits Regionen aufgesucht, die eher selten in der Tagespresse auftauchen, sind in der Fortsetzung gleich mal fast völlig vergessene Orte zu finden. Denn wie oft war schon von Grahlhof, Üselitz, Ruschvitz, Schwarbe, Kuhle oder Plüggentin zu lesen? Und manche existieren praktisch nur noch als Straßenname, ein Ortsschild gibt es schon lange nicht mehr. Die Verbundenheit mit der heimischen Scholle ist in solchen „Dörfern“ aber nicht weniger groß als in namhaften Orten wie Dranske, Spyker oder Breesen.

Ein Blick in die Vergangenheit

Dorfgeschichten von Rügen –Band 2“ unterscheidet sich von Teil eins auch insofern, dass Beiträge Verwendung fanden, die meist schon 2013 und 2014 in der Dörfer-Serie der OZ zu lesen gewesen sind. Die Autoren Kay Steinke – als Garzer mit der Mentalität auf der Insel bestens vertraut – Johanna Hegermann, Stefanie Büssing, Manuela Wilk, der langjährige Jasmund-Berichterstatter Maik Trettin und Claudia Tupeit sind auf einfühlsame Art den hier lebenden Menschen begegnet und haben ihre Geschichten aufgeschrieben. Mittlerweile, fünf bis sechs Jahre danach, hat sich in den beschriebenen Orten einiges verändert, was bei der Zusammenstellung des Buches nicht unberücksichtigt gelassen werden konnte. Weshalb OZ-Redakteurin Wenke Büssow-Krämer alle Dörfer noch einmal abklapperte und die Protagonisten von einst darum bat, über die Entwicklungen zu erzählen. Eine Sisyphus-Arbeit.

Dorfgeschichten von Rügen – Band 2

Dorfgeschichten von Rügen – Band 2“ beinhaltet 30 Dörfer auf 139 Seiten. Die Autoren sind Kay Steinke – als Garzer mit der Mentalität auf der Insel bestens vertraut – Johanna Hegermann, Stefanie Büssing, Manuela Wilk, der langjährige Jasmund-Berichterstatter Maik Trettin und Claudia Tupeit. Die Geschichten stammen aus den Jahren 2013 bis 2015. Jedes Dorf erhielt allerdings einen zusätzlichen Text, in dem die Veränderungen seit Erscheinen des Beitrags dokumentiert wurden.

Erschienen beim Hinstorff-Verlag in der Reihe „Edition OSTSEE-ZEITUNG“ ist das Buch swohl in ausgesuchten Buchhandlungen als auch in den Service-Centern der OZ zu erwerben.

Bestellnummer: ISBN 978-3-356-02230-8

Zum Beispiel Schäfer Reinhard Martin aus Drigge. Von ihm war am 16. August 2013 in der OZ zu lesen, dass er von einer Kulturscheune mit Hofladen träumt. Schon damals hatte er viel unternommen, um Behörden von seinem Vorhaben zu überzeugen. Mittlerweile sind die Genehmigungen durch, seine Ideen sollen endlich Wirklichkeit werden. Zwischenzeitlich richtete er unter anderem ein Pfadfinderlager aus und lud 700 Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland zu sich ein. Im Sommer 2018 erlebten sie zehn abenteuerliche Tage auf seinem Gelände.

Schlösser und Menschen

Oder im August 2013. Da waren Astrid und Pete von Götz-Welbergen mitten im Wiederaufbau des Üselitzer Gutshauses. Heute erstrahlt es frisch renoviert, leuchtet weit über die Ebene in kräftigem Weiß. Das Schloss Spyker, in einer Geschichte aus dem Januar 2015 beschrieben, hat längst eine neue Leiterin. Und die Bessiner Malerin Renate Oelert-Rügen ist mittlerweile in den Ruhestand gegangen. Sie male zwar noch, sagt sie, das Ganze sei aber nunmehr ein Hobby.

Oft tauchen in den Texten von Wenke Büssow-Krämer aber auch Wortgruppen wie „immer noch“, „mit der Entwicklung des Ortes zufrieden“, „die Arbeit wird nicht weniger“ oder „wird auch heute noch gut angenommen“ auf. Sie zeugen vom weiterhin pulsierenden Leben in Rügens Dörfern. Einiges bewegte sich, ging voran, entstand neu. Manches verschwand, wurde verändert, musste abgeschafft werden. Und Menschen verstarben. Auch davon wird im zweiten Band der Dorfgeschichten erzählt – natürlich nicht ohne die Angehörigen um den Verbleib der jeweiligen Geschichte des Betreffenden in dem Buch gebeten zu haben.

Jens-Uwe Berndt

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