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Rügen Dransker Gemeindehaus: Einzug noch in diesem Jahr
Vorpommern Rügen Dransker Gemeindehaus: Einzug noch in diesem Jahr
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07:00 08.08.2018
Die Arbeiten an der Fassade sind fast beendet. Jetzt wird der innere Bereich des Hauses saniert. Quelle: Mathias Otto
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Dranske

Mit dem Umbau der ehemaligen Dransker Schule zum Gemeindezentrum geht es jetzt in Riesenschritten voran. „Die Fassade ist fertig, der Anstrich folgt gleich im Anschluss“, sagt Bürgermeister Uwe Ahlers (FDP). Zusammen mit Verantwortlichen ausführender Firmen und Projektplanern begab er sich auf die Baustelle in der Schulstraße. Bis Mitte November, so das Ziel aller Beteiligten, soll das Projekt abgeschlossen sein.

Wenn die Arbeiten beendet sind, wird das Haus mit Leben gefüllt sein, erhofft sich der Bürgermeister. Der Kindergarten „Kleine Möwe“ und das Historische und Marinetechnische Museum werden im Bürgerhaus bleiben. Neu hinzukommen werden das Fremdenverkehrsamt, die Bibliothek, das Bürgermeisterbüro, eine Seniorenbegegnungsstätte sowie Räume für einen Jugendclub und Räume für die Ausschusssitzungen der Gemeinde. Die Aula wird zum Veranstaltungssaal ausgebaut.

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Auf den Gerüsten, die entlang des verwinkelten Gebäudes aufgebaut wurden, sind in den vergangenen Tagen Arbeiter zugange gewesen, die eine neue Fassade aufgetragen haben. Die letzten Arbeiten fanden im Eingangsbereich statt. „Die Fassade samt Anstrich wird in den nächsten Wochen fertig sein.“ Ulrike Voß, Bauingenieurin vom Bergener Ingenieurbüro Wuttig, schaut auf ihre Pläne: „Am 9. September sollten wir mit diesem Bereich durch sein“, sagt sie. Welche Farbe es letztendlich sein wird, entscheidet sich in diesen Tagen. „Wir müssen dies erst mit der Denkmalschutzbehörde abstimmen, welcher Farbton überhaupt zulässig beziehungsweise nicht zulässig ist“, sagt sie.

Der zweite Bauabschnitt hat damit begonnen. Dazu gehört ein umfangreicher Ausbau im Inneren des Gebäudes. Die Aula, in der unter anderem die Gemeindevertretersitzungen stattfinden, soll von ihrer ungünstigen Innenarchitektur befreit werden. „Die Pfeiler bleiben aber stehen. Hätten wir diese wegnehmen wollen, hätte ein Statiker das Gebäude neu berechnen müssen. Dies hätte den Kostenrahmen gesprengt“, sagt Ulrike Voß. Stattdessen sollen Wände abgerissen werden, damit der Raum größer wird und mehr Licht auf diese Fläche fallen kann. Auch eine kleine Küche soll eingebaut werden.

Begonnen wird aber vorerst im unteren Bereich des Hauses. Auf der vorderen Fläche soll das Fremdenverkehrsamt einziehen. Der hintere Bereich soll einen separaten Eingang bekommen. Hier sollen später Jugendliche ein und aus gehen können. „Der vordere Eingangsbereich bekommt zudem eine Rampe. Damit wird auch gewährleistet, dass Menschen in Rollstühlen und Rollatoren zum Veranstaltungssaal kommen können“, sagt der Bürgermeister.Bei der Baustellenbegehung wurde ebenfalls das Mobiliar unter die Lupe genommen. „Stühle und Tische sind ausreichend vorhanden. Sie sind gut erhalten und werden während der Arbeiten im Haus eingelagert. Für Mobiliar müssen wir derzeit keine Bestellungen tätigen“, sagt Uwe Ahlers.Laut Ingenieurbüro beträgt das gesamte Investitionsvolumen knapp 1,1 Millionen Euro. Darin sind enthalten 448 000 Euro für das Dach, den Außenbereich sowie die Fassade (erster Bauabschnitt). Der zweite Bauabschnitt wird voraussichtlich mit 610 000 Euro zu Buche schlagen.

„Ich denke, dass wir ein Zentrum für die Menschen des Ortes brauchen. Das neue Gemeindehaus soll generationsübergreifend wirken und die Menschen des Ortes verbinden“, sagt Ahlers.

Otto Mathias

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