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Rügen Dranskes Geschichte ist wieder erlebbar
Vorpommern Rügen Dranskes Geschichte ist wieder erlebbar
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12:51 27.05.2019
Georg Dietrich Möller (l.) und Berndt Borrmann vom Marinehistorischen- und Heimatmuseums Dranske/Bug zeigen eine Planke aus Mahagoniholz eines Torpedoschnellbootes. Quelle: Mathias Otto
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Dranske

 Seit mehr als einem Jahr ist es ruhig um das Marinehistorische- und Heimatmuseum Dranske/Bug. Grund waren die umfangreichen Baumaßnahmen im und am Gemeindehaus – die jetzt aber weitestgehend abgeschlossen sind. In den vergangenen Wochen waren die Mitglieder des Heimatvereins, der Marinekameradschaft sowie Angehörigen des Volksmarine-Forums beschäftigt, die Ausstellung wieder begeh- und nutzbar zu machen. Im 20. Jahr seit Einrichtung des Museums erstrahlt die Einrichtung in der Schulstraße wieder im neuen Glanz.

Fahrstuhl im Gebäude

„Was uns freut: Seitdem wir in diesem Gebäude untergebracht sind, ist die Besucherzahl stetig gestiegen. Und mit dem Umbau des Gemeindehauses ist noch eine Verbesserung eingetreten“, sagt Berndt Borrmann, der 1. Vorsitzender des Heimatvereins und gleichzeitig Leiter des Museums ist. Die Räume des Museums befinden sich im oberen Bereich des Hauses. Für Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, war es kaum möglich, die vielen Stufen zu gehen. Jetzt wurde ein Fahrstuhl installiert. „Wir haben zwar auch bisher keine Leute vor dem Hause stehen lassen und sie in ihren Rollstühlen die Treppen hinauf getragen. Doch mit dem Einbau des Fahrstuhls ist der Besuch des Museums um einiges erleichtert worden“, so Berndt Borrmann.

Es sind die unterschiedlichsten Gründe, die Gäste ins Dransker Museum locken. „Viele Leute wollen in Erfahrung bringen, wie die Menschen damals im Norden der Insel gelebt und gearbeitet sowie ihre Freizeit hier verbracht haben“, sagt der Leiter. So gibt es Exponate aus der Landwirtschaft, von Gerätschaften aus den Haushalten und viele Dokumente aus der Zeit, als Mariene-Soldaten hier stationiert waren. Georg Dietrich Möller ist einer von vier aktiven Mitgliedern, die die Besucher durch die Räume führen. „Das Museum hat montags bis sonnabends jeweils von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Die Ehrenamtlichen wechseln sich jede Woche ab“, sagt er und zeigt etwa auf eine Vitrine im Eingangsbereich. Hier befindet sich ein Teil der Sammlung des DEFA-Schauspielers Willi Neuenhahn. Er hatte während seiner Urlaubsaufenthalte in Dranske in vier Jahrzehnten mehr als 44 000 Fossilien gefunden. Nach seinem Tod im Jahr 1993 vererbte er der Gemeinde ein Drittel seiner Sammlung. Eine weitere Persönlichkeit, die einen Platz im Museum erhalten hat, ist Otto Heinrich Warburg. Der Doktor der Medizin erhielt 1931 für „die Entdeckung der Natur und der Funktion des Atmungsferments“ den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Er war damals Dauergast in Dranske.

Museumsfest zum Jubiläum

Einen großen Bereich im Museum nimmt die Marine- und Militär­geschichte in Dranske ein. Zuletzt befand sich hier die 6. Flottille der Volksmarine. „Besonders stolz sind wir auf die Modellboote im Maßstab 1:50. Vier Modelle von Schiffe, die damals hier im Hafen lagen, stehen bei uns in den Vitrinen. Vier fehlen noch. Die sollen in den nächsten Jahren hinzukommen und einen eigenen Bereich bilden“, sagt Berndt Borrmann.

Kurz vor den Umbauarbeiten konnte das Museum den 15 000. Gast begrüßen. „Wir sind uns sicher, dass wir auch weiterhin viele neugierige Besucher im Museum antreffen werden“, sagt der Leiter. Im Spätsommer planen die Verantwortlichen des Museums zum 20-jährigen Bestehen ein Museumsfest im und vor dem Museum.

Mathias Otto

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