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Rügen Rügen: Dünenkliffs in Göhren beseitigt
Vorpommern Rügen Rügen: Dünenkliffs in Göhren beseitigt
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14:03 02.03.2019
In Göhren waren große Teile der Düne abgetragen worden. Mitte Januar wurden die Abbruchkanten beseitigt. Es wurde die Dünenböschung wieder hergerichtet. Quelle: Gerit Herold
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Göhren

Die ersten beiden großen Sturmtiefs des Jahres, „Zeetje“ und „Benjamin“, hatten auf Rügen vor allem Göhren zugesetzt. Dort waren einige Strandzugänge ausgespült und große Teile der Düne abgetragen worden. Bis zu drei Meter hohe Abbruchkanten an den Dünen blieben zurück. Die Dünenkliffs über zwei Meter Höhe wurden Mitte Januar gekappt, um weitere Abbrüche und Abrutschungen zu verhindern. Im Auftrag des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) ist am Nord- sowie Südstrand des Ostseebades die Dünenböschung wieder hergerichtet worden. Dies waren laut StALU Maßnahmen zur Verkehrssicherung, um Gefahren für die Strandbesucher entgegenzuwirken. Von Schäden an den Dünen im eigentlichen Sinne könne man nicht sprechen. Die Verschleißteile der Düne seien so bemessen, dass sie bei Sturmfluten ausgeräumt werden können.

Alle Schäden an den Strandaufgängen im Amtsbereich Mönchgut-Granitz wurden aufgenommen und im Amt gemeldet, sagt Arne Fründt, amtierender Leitender Verwaltungsbeamter. Hier obliege die Zuständigkeit allerdings den Kurverwaltungen oder Gemeinden. In Göhren schätzt er die Schadenshöhe auf rund 60000 Euro. „Wir haben im Umweltministerium um finanzielle Unterstützung gebeten, aber noch keine genauen Informationen. Wir wollen jetzt noch über das Innenministerium klären, ob eine Schadensregulierung über eine Sonderbedarfszuweisung möglich ist“, so Fründt. Große Hoffnung habe er aber nicht.

Wie in Baabe, Sellin, Sassnitz oder Altefähr trat nach den stürmischen Tagen zum Jahreswechsel vielerorts das Wasser über die Ufer. In Baabe wurde das Bollwerk überschwemmt, in Sellin der Hafen und in Altefähr stand ein Spielplatz unter Wasser.

Von den 24 Strandaufgängen in Göhren seien zehn erheblich beschädigt worden, informiert Kurdirektor Jörn Fenske. Die Naturgewalten hatten auch Teile der 350 Meter langen Seebrücke zerstört. ,,In der nächsten Woche gibt es einen Vororttermin mit dem Versicherer zur genauen Schadensanalyse“, so Fenske. „Zuerst wollten wir das selbst reparieren, aber das Unterholz ist durch den Wellenschlag in Mitleidenschaft gezogen worden. Die gesamte Holzkonstruktion ist neu zu bewerten.“ Der Kurdirektor rechnet, dass die Reparatur in die Tausende geht. Der Seesteg ist immer noch teilweise gesperrt. Dadurch kann bis auf Weiteres auch kein Schiffsverkehr stattfinden. „Die Passagiere können nicht zum Anleger am Brückenkopf gelangen“, so Fenske. In diesem Jahr wollte die Reederei Adler-Schiffe erstmals ganzjährig Fahrten anbieten. Immer sonnabends sollte jetzt ein Schiff zu den Kreidefelsen ablegen.

OZ-Report „Unsere Strände nach der Flut“

Wird genug getan, um die Sturmflutschäden vom Januar zu beheben? Werden die Strände in MV zur Saison rechtzeitig wiederhergestellt? Wie sieht es fast zwei Monate nach der Flut an den Küsten des Landes aus? Diese und weitere Fragen beantwortet die OZ im großen Report „Unsere Strände nach der Flut“.

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