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Rügen Edeka-Markt entsteht vor Block IV in Prora
Vorpommern Rügen Edeka-Markt entsteht vor Block IV in Prora
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11:17 20.11.2019
Mit vereinten Kräften wurde der erste Spatenstich und die Grundsteinlegung vollzogen. Quelle: Gerit Herold
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Prora

Erster Spatenstich und Grundsteinlegung in einem: Am Block IV in Prora haben Investoren, Partner und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Binz und des Landkreises am Dienstag den symbolischen Startschuss für den Neubau eines Einkaufsmarktes gegeben. Im vorderen Teil zwischen Proraer Allee und den Blöcken soll bis Mitte nächsten Jahres ein Edeka-Markt mit einer Verkaufsfläche von rund 1600 Quadratmetern errichtet werden.

Infrastruktur notwendig für funktionierenden Ortsteil

„Ich hoffe, dass es so eine Initialzündung ist, wie es 2011 mit der Eröffnung der Jugendherberge in Prora war. Dass es jetzt auch mit dem Umfeld losgeht, denn zu einem funktionierenden Ortsteil gehört mehr als die Wiederbelebung einer Ruine, nämlich auch Infrastruktur“, so Bürgermeister Karsten Schneider. Er hob auch die gute Kooperation mit den Investoren hervor. „Es war immer dem Gemeinwohl und der Entwicklung von Prora dienende Zusammenarbeit.“

Hand in Hand mit der Gemeinde

Die Bauart GmbH architektur und design mit Niederlassungen in Amberg und Leipzig hatte im Jahre 2011 den Block IV, der von den Nazis als „KdF-Seebad“ gebauten, aber nicht fertiggestellten und von der DDR als NVA-Kaserne genutzten Anlage, von Prora erworben und entwickelt ihn seitdem schrittweise mit einem breitgemischten Nutzungsprogramm mit Mietwohnungen, altersgerechtem Wohnen und Ferienwohnungen. Und dies Hand in Hand mit der Gemeinde Binz, unterstrichen Kostja Künzel und Wolfram Buegger, zwei der drei Bauart-Geschäftsführer, am Dienstag. Ziel ist es, Prora einen städtischen Charakter zu verleihen. Deshalb sei auch ein Nahversorgungsangebot mit Lebensmittelmarkt, Drogerie, Bäcker, Arztpraxen, Dienstleister, Büros, Einzelhandel und Kita unabdingbar.

„Ich sage immer, das ist das Herz an dieser Stelle, die Nahversorgung, die für die Proraer Bürger und Touristen ganz wichtig ist. Wir wollen diesem Gemeindeteil Prora auch ein Subzentrum geben und haben lange daran gearbeitet und sind froh, dass wir mit Edeka so einen tollen Partner gefunden haben. Die Zusammenarbeit ist sehr harmonisch kooperativ “, so Kostja Künzel.

Im Sommer hat das „Mariandl am Meer“ eröffnet. Quelle: Gerit Herold

Dauerwohnen und Aparthotel

2013 hatten die Investoren mit der Sanierung des ersten von vier Treppenhäusern begonnen, die alle verkauft wurden und zum Dauerwohnen genutzt werden. Das denkmalgeschützte einstige Wachhäuschen wurde saniert und dient als Sitz der Hausverwaltung. Im Jahr 2017 hatte der Pflegedienst „Undine“ das „Haus Meeresrauschen“ mit rund 70 seniorengerechten Wohnungen und umfassendem Service eröffnet und im letzten Jahr die Tagespflege „Jade“.

Im Juni dieses Jahres wurden dann die ersten Gäste im südlichen Teil der Blockes begrüßt: im Aparthotel „Mariandl am Meer“ mit Schwimmhalle samt Außenpool und Restaurant. Von den 130 Ferienwohnungen, die alle verkauft wurden, ist die eine Hälfte fertiggestellt. Die restlichen 70 Appartements sollen zur nächsten Saison in Betrieb gehen.

Marktstraße mit Geschäften

Die ehemaligen Armee-Fahrzeughallen vor den Blöcken bleiben erhalten. Zwei Gebäude sollen überspannt und zu einer 4000 Quadratmeter großen Event-Arena mit Gastronomie und Einzelhandel umgestaltet werden. Hier könnte das Thema Sport und Freizeit umgesetzt werden, in der dritten Fahrzeughalle das Thema Kultur, so Künzel. Im vorderen Bereich zur Proraer Allee – quasi als Entree – sollen drei Gebäude mit Dienstleistungsfunktion entstehen wie Ärztehaus, Apotheke, Büros und „Welcome Center Prora“.

Zwischen Block IV und den Hallen wird zudem ein großer Parkplatz hergerichtet für Tagesgäste, Strand- und Veranstaltungsbesucher, die über die Vierte Straße dorthin gelangen. Die andere Zuwegung soll als Boulevard beziehungsweise Markstraße gestaltet werden. Für die nun öffentlichen Straßen zeichnet die Gemeinde verantwortlich, die die Flächen von der Bauart GmbH übernommen hat.

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Von Gerit Herold

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