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Rügen Ein Moor ist zurück: Niederung des Ossens ist renaturiert
Vorpommern Rügen Ein Moor ist zurück: Niederung des Ossens ist renaturiert
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16:42 02.11.2017
Die Renaturierung der Ossen-Niederung bei Buschvitz ist abgeschlossen. Quelle: Sabine Bath
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Buschvitz

Fast zehn Jahre hat es gedauert – nun ist es geschafft. Die Ossen-Niederung bei Buschvitz ist renaturiert. Mit dem Vorhaben hatte der Landschaftspflegeverband Rügen 2008 begonnen. Geschaffen wurde eine freie Verbindung zwischen dem Ossen und dem Kleinen Jasmunder Bodden.Die ursprünglichen Funktionen des Moores wie beispielsweise die Speicherung von Kohlendioxid und Wasserrückhaltung wurden wieder hergestellt. „Somit ist die Niederung, die 2011 als Nationales Naturerbe anerkannt wurde, zu einem Paradies für zahlreiche, teilweise gefährdete Vogelarten wie Seeadler, Kranich, Eisvogel, Rohrdommel oder Wachtelkönig und viele andere Tier-und Pflanzenarten entwickelt worden“, sagt Sabine Bath, Geschäftsführerein des Verbandes.

Gestartet wurde die Renaturierung mit der stufenweisen Anhebung des Wasserstandes, durch die sich die Qualität des Wassers im Ossen in den letzten Jahren bereits nachweislich verbessert hat. Bei abschließenden Bauarbeiten durch die Firma UTL aus Grimmen ist in den letzten Wochen die freie Verbindung zwischen dem Ossen und dem Kleinen Jasmunder Bodden wieder hergestellt worden. Die Pumpe wurde abgestellt und das Schöpfwerkgebäude durch einen Bypass umgangen.Der vorgelagerte, ursprünglich rechteckig angelegte Malbusen mit steilem Ufer wurde umgestaltet. Wälle wurden zurückgebaut, die Uferzone in einer unregelmäßigen Form und mit verschiedenen Böschungsneigungen neu modelliert, so dass nun der Eindruck eines natürlichen Gewässers entsteht. Auch der Verbindungsgraben zwischen Schöpfwerk und Kleinem Jasmunder Bodden wurde wieder naturnah angepasst. „Durch den nun uneingeschränkten Wasseraustausch zwischen dem Ossen und dem Kleinen Jasmunder Bodden wird sich die Wasserqualität weiter verbessern und die Wasserfläche sich erheblich vergrößern“, sagt Bath.

Zukünftig wolle der Landschaftspflegeverband als Flächeneigentümer das Areal extensiv von robusten Rinder- und Pferderassen beweiden lassen, blickt die Geschäftsführerin voraus und kündigt weiter an: „Das Schöpfwerksgebäude wird stehen bleiben und soll perspektivisch mit einer Aussichtsplattform versehen werden.“Das Niedermoorgebiet um das Gewässer Ossen wurde seit 1835 entwässert. Größere Meliorationsvorhaben folgten in den Siebziger- und Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts. Der Wasserstand wurde um bis zu 60 Zentimeter abgesenkt und das Moorgrünland mehrfach umgebrochen.

Anne Friederike Ziebarth

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