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Rügen Einsatz an Rügens Steilküste: Paar steckte mit Hunden auf 60 Metern Höhe fest
Vorpommern Rügen Einsatz an Rügens Steilküste: Paar steckte mit Hunden auf 60 Metern Höhe fest
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18:11 14.07.2019
Ein Höhenretter seilte sich zur Frau ab, die mit ihren Hunden auf 60 Metern feststeckte. Quelle: Feuerwehr Sassnitz
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Sassnitz

Ein Paar in Begleitung von zwei Hunden ist am Sonnabend mit dem Schrecken davongekommen. Die Urlauber haben Samstagabend versucht, an der Steilküste bei der Viktoriasicht nach oben zu klettern. Laut Feuerwehr ging es auf circa 60 Metern Höhe nicht mehr vor und zurück. Die Gesamthöhe der Steilküste an dieser Stelle beträgt 100 Meter.

Einsatzkräfte haben eine Frau und zwei Hunde aus 60 Metern Höhe gerettet.

„Der Mann konnte sich aus der Notlage selbst befreien, nach unten klettern und einen Notruf absetzen“, sagt der Sassnitzer Wehrleiter Sven Teschulat. Die Feuerwehr war nach der Alarmierung gegen 18 Uhr mit mehreren Einsatzfahrzeugen sowie 20 Feuerwehrleuten und Höhenrettern im Einsatz.

Zwei dieser spezialisierten Feuerwehrleute haben sich unter der Leitung des stellvertretenden Wehrleiters Marcel Gau zu der Frau und den Hunden abgeseilt. Mit einer Korbtrage wurden sie und die Haustiere zum Strand gebracht. „Die Frau war bei vollem Bewusstsein und hat gut mitgearbeitet. Deshalb war der Einsatz auch schnell beendet“, sagt Sven Teschulat. Bis auf ein paar Schürfwunden blieb die Urlauberin unverletzt. Auch die beiden Hunde erreichten den Strand unversehrt. Das Paar wurde anschließend entlassen, der Einsatz war gegen 20 Uhr beendet.

Aber für sie wird es ein Nachspiel haben. Sven Teschulat spricht von einem fahrlässigen Verhalten. „Dieser Einsatz hätte vermieden werden können. Es befinden sich an gefährlichen Bereichen mehrere Hinweisschilder, die auf die Gefahren hinweisen“, sagt er.

Menschen begeben sich immer wieder in Lebensgefahr, wenn sie den Bereich der Steilküste betreten. Dass die Sassnitzer Feuerwehr aber gerufen wird, weil Menschen auch ihre Haustiere auf diese gefährlichen Wege nach oben mitnehmen, hat der Wehrführer auch noch nicht erlebt. „Es gibt anscheinend nichts, was es nicht gibt. Dass Leute ihre Hunde in den Steilhang mitnehmen, ist sehr grenzwertig“, so der Wehrführer. Allein ein Spaziergang mit Haustier am Strand sei aufgrund herabfallender Steine gefährlich. Die Urlauber müssen wegen des fahrlässigen Verhaltens jetzt damit rechnen, dass sie den kostspieligen Einsatz aus eigener Tasche bezahlen müssen.

In diesem Zusammenhang betont Sven Teschulat, sich vorsichtig der Kreideküste zu nähern. „Wir weisen noch mal drauf hin, dass die Hinweisschilder im Nationalpark strikt zu beachten sind. Es sind keine schönen Bilder, wenn wir schwer verletzte oder tote Personen bergen müssen“, sagt er. 100 Mal gehe ein Ausflug an der Steilküste gut, „einmal nicht“.

Hier war es in der Vergangenheit immer wieder zu tödlichen Unfällen gekommen. Nach Angaben der örtlichen Feuerwehr gab es 2019 bereits drei ähnliche Todesfälle an der Kreideküste, der letzte liegt drei Monate zurück.

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