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Rügen Ekelhaft: Kot-Attacke auf Bergens Banken
Vorpommern Rügen Ekelhaft: Kot-Attacke auf Bergens Banken
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00:00 23.03.2013
Dieser Automatenraum der Sparkasse in Bergen-Rotensee war vor einer Woche mit Fäkalien verunreinigt worden. Quelle: Udo Burwitz
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Bergen

Die Stadt Bergen wurde in den zurückliegenden Tagen von Fäkalattacken auf Banken und öffentliche Einrichtungen erschüttert. Drei nächtliche Touren unternahm der Täter im März, bei denen er offenbar menschliche Exkremente in Geldautomaten und Auszugsdruckern, in Briefkästen und an Wänden und Türdrückern zurückließ. Wie die OSTSEE-ZEITUNG jetzt erfuhr, soll in dieser Woche die Deutsche Bank am Bergener Markt Opfer seines jüngsten Angriffs gewesen sein.

Begonnen hat die ekelhafte Anschlagserie in der Nacht zum 7. März. In der Commerzbank-Filiale richtete der Täter dabei einen erheblichen Sachschaden an. „Er hat unsere im Automatenraum befindliche Technik verstopft“, berichtet Filialleiter Andreas Hansen. „Auch Urin wurde hineingegossen.“ Frühmorgens habe eine Mitarbeiterin das Desaster entdeckt. „Das Reinigen und das Auswechseln mehrerer Elektronikbausteine hat uns 5000 bis 10 000 Euro gekostet.“ In der gleichen Nacht hinterließ der Schmutzfink darüber hinaus Ausscheidungen im Briefkasten des Bergener Amtsgerichts. „Wir hatten noch Glück“, sagt Gerichtsdirektor Michael Lüdtke. „Es wurde nur ein Brief besudelt, da sich kaum Post in dem Behälter befand.“ Auch die Fensterscheiben der Niederlassung der DAK (Deutsche Angestellten Krankenkasse) in Bergen waren beschmiert worden.

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Knapp zehn Tage später beschmutzte die Person den Automatenraum der Sparkasse in Bergen-Rotensee. „Um 8.27 Uhr hat ein Kunde das Ganze entdeckt und den Wachdienst benachrichtigt“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Rügener Sparkasse, Herbert Ostermoor. Die Überwachungstechnik habe Fotos des Verursachers geschossen.

Wie Antje Unger aus der Stralsunder Polizeiinspektion mitteilt, soll es Zeugen geben, die den mutmaßlichen Täter erkannt haben wollen. Damit gebe es einen Verdächtigen, auf den sich derzeit die Ermittlungen konzentrieren würden. „Anzeigen liegen uns von den drei Banken vor“, sagt Unger. Die Akten zeichneten ein ekelerregendes Bild. In den Geldinstituten aufgenommenes Videomaterial werde derzeit ausgewertet. Nach Informationen der OSTSEE-ZEITUNG kursiert in Bergen bereits ein Name. Demnach könnte es sich bei dem nächtlichen Schmierer um einen ehemaligen Kleinunternehmer der Stadt handeln. Die Stralsunder Polizeiinspektion wollte das aber nicht bestätigen, da sich die Ermittlungen in dieser Sache noch am Anfang befänden.

Hoher Schaden

10 000 Euro Schaden richtete der mutmaßliche Täter bei seiner Fäkalaktion in der Bergener Commerzbank an. Da durch die Exkremente Technik zerstört wurde, mussten teure Bauteile ausgetauscht werden.

3 Banken sind bisher Ziel der Angriffe des verdächtigen Mannes aus Bergen gewesen. Auch Amtsgericht und DAK-Niederlassung wurden in Mitleidenschaft gezogen.

7. März: Am Morgen dieses Tages waren die ersten Hinterlassenschaften entdeckt worden.

Jens-Uwe Berndt

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