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Rügen Feuerwehr feiert 115. Jubiläum
Vorpommern Rügen Feuerwehr feiert 115. Jubiläum
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07:57 23.03.2015
Wehrführer André Hoch (Mitte) im Kreise der Kameradinnen und Kameraden, die am Sonnabend für ihre langjährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Göhren geehrt wurden (v.l.): Peter Möller (20 Jahre), Sybille Gerber (35 Jahre), Brigitte Sossna (40 Jahre) und Thomas Gerber (30 Jahre). Werner Meske, seit 30 Jahren bei der Feuerwehr, wurde schließlich am gestrigen Sonntag ausgezeichnet. Quelle: Dieter Lindemann
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Göhren

In zwei Punkten sind die Göhrener ewiger Dritter: Sie wohnen im drittgrößten Ostseebad und haben die drittälteste Feuerwehr der Insel. Und letzteres haben sie am Wochenende gefeiert. Die Löschtruppe gibt es seit 115 Jahren. Älter sind nur die Feuerwehren in Binz und Putbus.

Seit der Gründung der Feuerwehr Göhren ist André Hoch ihr neunter Chef. Das Ehrenamt hat er seit 2011 inne. Seiner schlagkräftigen Truppe gehören heute 52 Mitglieder an — 17 in der Jugendfeuerwehr, 30 in der aktiven Abteilung und fünf Mitglieder in der Ehrenabteilung. Ausgerüstet ist die Wehr mit drei Löschfahrzeugen und einem Mannschaftstransportwagen. In diesem Jahr sind sie bislang zu zehn Einsätzen ausgerückt.

In seiner Festansprache blickte André Hoch auf die Anfänge zurück. „Geboren aus der Notwendigkeit, eigenes und nachbarschaftliches Hab und Gut vor Feuer zu schützen, wurde die Freiwillige Feuerwehr Göhren am 5. März 1900 als Verein nach dem Vorbild der Gemeinde Binz die Freiwillige Feuerwehr Göhren gegründet. Hauptmann Noak aus Binz war Gast dieser Gründungsveranstaltung. Und seitdem waren über Generationen hinweg Hunderte von Feuerwehrleuten bei uns Mitglied. Sie absolvierten Tausende Einsätze, leisteten Millionen von freiwilligen Stunden im Dienste des Schutzes der Gemeinde“, hob der Wehrführer hervor.

Am Gründungsabend verpflichteten sich 25 aktive und fünf passive Mitglieder, zumeist Villen- und Hotelbesitzer, aber auch ein Kaufmann, ein Arzt und ein Bauunternehmer der Feuerwehr beizutreten — für zunächst zwei Jahre. In Zeitungsberichten jener Zeit ist zu lesen, dass die Feuerwehr Göhren nicht nur für die Bekämpfung eines Brandes eingesetzt wurde, sondern auch bei der Suche und Verhaftung eines Kindsmörders.

Im Laufe der Zeit wurde die notwendige Technik angeschafft und 1931 kam die damals moderne und langersehnte „Magirus-Patentleiter“ nach Göhren. Sie ist heute noch ein Schmuckstück und wird durch die Kameraden liebevoll gepflegt.

Im Laufe der Jahrzehnte konnten die Kameraden bei Bränden und anderen Einsätzen unter Beweis stellen, was sie bei der Ausbildung gelernt hatten. „Die siebziger Jahre waren eine ganz besondere Zeit in der Geschichte der freiwilligen Feuerwehr, da es im Vergleich zu den anderen Epochen die meisten und folgenschwersten Brände gab. So brannte 1972 die örtliche Kaufhalle nieder. Durch Brandstiftung in insgesamt 18 Fällen wurde die Einsatzkraft der Wehr damals auf eine harte Probe gestellt, wobei die Brände zum Teil auch großen Schaden in der Gemeinde anrichteten“, erinnerte der Wehrführer Hoch.

Aber auch in den vergangenen zehn Jahren gab es zwei größere Brände. Im Januar 1995 brannte das Mehrfamilienhauses „Göhrener Hof“ und 1997 das „Haus Buskam“ mit einem Brandopfer. Lobend erwähnte Wehrführer Hoch, dass die Technik kontinuierlich modernisiert wurde und 1999 ein neues Einsatzfahrzeug übergeben wurde. Auch fehlt es den Kameraden nicht an den Gerätschaften für die technische Hilfeleistung wie beispielsweise Rettungszylinder und Pedalschneider.

Der Wehrführer bedankte sich abschließend für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung beim Förderverein. In den Dank schloss er aber auch die Gemeindevertretung ein — für die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel.

Die Einsätze 2014
44 Stunden Einsatzzeit haben die Kameraden der Feuerwehr Göhren für 2014 protokolliert. Sie sind 29 Mal gerufen worden. Dabei handelte es sich um 16 Brandeinsätze (davon elf Mal Brandmeldeanlage), in elf Fällen um eine Technische Hilfeleistung und zwei Mal um eine Wasserrettung. Den ersten Einsatz dieses Jahres haben sie am 3. Januar auf dem Museumshof absolviert. Die Brandmeldeanlage hatte angeschlagen.



Dieter Lindemann

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