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Rügen Fischköpfe und Innereien am Badestrand von Groß Stresow
Vorpommern Rügen Fischköpfe und Innereien am Badestrand von Groß Stresow
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18:41 20.05.2019
An vielen Gewässern, wie hier am Großen Jasmunder Bodden bei Lietzow, sind Angler anzutreffen. Quelle: D. Lindemann
Groß Stresow

In diesen Tagen stehen wieder zahlreiche Angler in Wathosen in den Boddengewässern und angeln den begehrten Hornhecht. Doch was Einwohner von Groß Stresow im Flachwasser entdeckt haben, verschlägt ihnen die Sprache.

Abfälle im Sand vergraben

Axel Rohner wohnt in Groß Stresow und schaut oft den Anglern zu, die in Wathosen im Wasser stehen und angeln. Als er kürzlich am Ufer stand und durch das klare Wasser bis auf den Grund schauen konnte, war dieser an einigen Stellen bedeckt mit Fischabfällen. Allein an einer Stelle lagen 15 Fischköpfe und Innereien. Und dies direkt dort am Strand, wo sich bald viele Leute aufhalten, um sich im Rügischen Bodden abzukühlen. Eine Frechheit, findet Axel Rohner. „An Ort und Stelle werden nicht benötigte Teile der Fische wie Köpfe und Innereien sofort in den Kreislauf der Natur zurückgeführt. Etliche Reste schwimmen im flachen Wasser oder werden im Schilfgürtel entsorgt“, sagt er. Andere Angler würden Fischabfälle am Strand vergraben. „Ich finde ein absolutes Unding und ekelhaft. Zumal in den nächsten Tagen und Wochen die ersten Badegäste kommen, und dann mit Auge, Nase und Füssen die Hinterlassenschaften bewundern dürfen. Diese Erfahrung ist sicherlich nicht nur unschön, sondern eventuell für den einen oder anderen auch schmerzhaft“, sagt der Groß Stresower.

Er redete mit Anglern, die im Bodden auf Hornhechte geangelt haben. „Wenn man jemanden darauf anspricht, war es natürlich keiner. Oder man setzt sich spontan einer verbalen Auseinandersetzung aus“, sagt Axel Rohner. Auch Eberhard Fuchs aus Sassnitz berichtet von vielen Angelstellen, die nicht sachgemäß verlassen wurden. „Am Großen Jasmunder Bodden finde ich immer mal wieder Stellen vor, an denen die Fische ausgenommen und auch der Müll liegengelassen wurden. Kein schöner Anblick. Ich habe das Gefühl, es nimmt immer mehr zu“, sagt er. Er ist selbst Angler und habe immer einen Müllbeutel dabei. „Meist ist es aber nicht mein Müll, den ich wieder mit nach Hause nehme und dort wegschmeiße, sondern von meinen Vorgängern“, so Fuchs.

Entsorgung stellt Ordnungswidrigkeit dar

Die Information über die Verunreinigung am Groß Stresower Ufer ist an den zuständigen Landkreis Vorpommern-Rügen gelangt. „Aufgrund dieser unappetitlichen und ungesetzlichen Entsorgungsweise, gibt es, wie schon in den vorigen Jahren, viele Beschwerden von Anwohnern und Urlaubern“, teilt Kreissprecher Olaf Manzke mit. Aus diesem Grund weist der Fachdienst Umwelt des Kreises darauf hin, dass diese unsachgemäße Entsorgung eine Ordnungswidrigkeit darstelle und mit einem Bußgeld geahndet werden kann. „Zurzeit werden verstärkt Kontrollen durchgeführt. Dies gilt für alle Petrijünger und nicht nur im Bereich Stresow“, so Olaf Manzke.

Auch der Landesanglerverband ist verärgert über die entsorgten Fischreste am Ufer von Groß Stresow. „Solch ein Verhalten wird nicht geduldet“, so Bernd Dickau, Referent Fischereiaufsicht. Deshalb arbeite der Verband eng mit den Fischereiaufsehern im Land zusammen. „Diese sind angehalten, alles aufzunehmen und jedes Vergehen auch zu ahnden“, sagt er. Dabei gehe es wie in diesem Fall um Fischabfälle, aber auch um Müll, der von dem ein oder anderen Angler am Platz liegengelassen wird. „Jeder, der einen Lehrgang für die Fischereiprüfung abgelegt hat, weiß, wie er sich am Gewässer verhalten soll. Dazu gehört auch, dass er seinen Müll zu Hause entsorgt.“

Mathias Otto

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