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Rügen Durchstarten mit der Gulaschkanone
Vorpommern Rügen Durchstarten mit der Gulaschkanone
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06:20 29.05.2019
Werkleiter Carsten Müller (re.) sowie Marketing-Mitarbeiterin Wiebke Voß übergaben am Dienstag einen Scheck über 1500 Euro an Andreas Hartmann, den Vorsitzenden des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Sassnitz. Quelle: Maik Trettin
Sassnitz

Andreas Hartmann und Henry Musch mustern das Konservensortiment im Schauregal bei Rügen-Fisch. Ja, sind sie sich einig, genauso sahen die Fischdosen aus, als das Sassnitzer Fischwerk noch ein volkseigener Betrieb war. Heute bekommt man hier neben den neuen Kreationen auch die bekannten Klassiker in einer Retro-Verpackung. Doch die beiden Sassnitzer sind nicht zu einer Produktmesse gekommen. Sie können sich von Werkleiter Carsten Müller einen Scheck abholen. 1500 Euro hat das Unternehmen für den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Sassnitz gespendet. Der Vereinsvorsitzende Andreas Hartmann und Vorstandsmitglied Henry Musch strahlen übers ganze Gesicht. „Damit ist die Finanzierung des Kinderfestes am Wedding gesichert!“

13. Auflage des Kinderfestes

Zum mittlerweile 13. Mal wird auf dem Sportplatz in dem Sassnitzer Stadtteil eine Feier für die jüngsten Einwohner der Hafenstadt organisiert. Die Idee hatte seinerzeit der Sportverein Schifffahrt Hafen Mukran, der andere Vereine der Stadt mit ins Boot holte – unter anderem den 2006 gegründeten Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr. Letzterer hat mittlerweile den Hut auf und koordiniert die Aktionen für diese Kinderveranstaltung, die seitdem jährlich zum Kindertag stattfindet. Die 13. Auflage dieser Feier für die Kleinen wird am nächsten Wochenende, also am Pfingstsonntag stattfinden – mit einem Umzug vom Rügen-Platz, jeder Menge Kinderanimation, Feuerwehr-Action und anderen Programmpunkten. Erstmals wird der Semnonenbund aus dem brandenburgischen Nauen ein historisches Dorf auf dem Festplatz errichten.

Es ist nicht das einzige Fest, um dessen Organisation sich der Förderverein kümmert. Maibaumsetzen, Osterfeuer, Tannenbaumverbrennen – wann immer die Sassnitzer Kameraden zu einer öffentlichen Feier laden, übernehmen die Vereinsmitglieder die Regie. Das gilt auch bei internen Festen, etwa der Kinderweihnachtsfeier für den Feuerwehrnachwuchs. „Wir sollen die Kameradschaft fördern“, zitiert Hartmann aus den Statuten. Also eine Art Festkomitee? Der Vereinsvorsitzende lacht. „Nein, das Aufgabengebiet geht deutlich darüber hinaus.“ Vielfach mangelt es auch an technischer Ausstattung. „Da versuchen wir zu unterstützen, zum einen finanziell, zum anderen aber auch, indem wir die Menschen für die Problematik sensibilisieren.“ Dabei war der kleine, siebenköpfige Verein in den zurückliegenden Jahren mal mehr und mal weniger aktiv – je nachdem, wie viele Mitglieder sich gerade engagierten. „Die Aufgaben wachsen, die Zahl der Mitglieder hoffentlich auch“, wünschen sich Andreas Hartmann und Henry Musch weitere Mitstreiter, die die Arbeit der Sassnitzer Kameraden unterstützen.

„Die Suppe muss schön sämig sein“

Mit 150 Einsätzen pro Jahr gehören die Sassnitzer zu den Rügener Feuerwehren, die am häufigsten ausrücken müssen. Die Familien müssen da oft zurückstecken. „Wir wollen Dankeschön sagen und ihnen zeigen, dass das Engagement gewürdigt wird, dass man sich auch um ihre Angehörigen kümmert.“ Kommen andere Wehren zu Besuch, besorgen die Vereinsmitglieder Unterkünfte, übernehmen die Betreuung der Gäste und erstellen ein Ausflugsprogramm. „Ein Beispiel dafür ist das Volleyballturnier, an dem Sportler aus anderen Bundesländern teilnahmen“, erinnert Henry Musch. Beim I.V.E.-Dance-Cup gehörten der Förderverein zu denen, die sich um das leibliche Wohl der Besucher kümmerten. An ihrem dicht umlagerten Stand gab es neben Slush-Eis auch einen weiteren Verkaufsschlager: Suppe aus der Gulaschkanone. „Vor allem die Erbsensuppe ist der Hammer“, weiß Henry Musch. Die werde wirklich aus einzelnen Zutaten selbst gekocht. Damit sie so schön sämig werde, lasse man sie ein paar Stunden ziehen – mehr verraten die Hobby-Köche des Fördervereins nicht. Das Rezept bleibt ihr Geheimnis.

Maik Trettin

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