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Rügen In Bergen gehen Freie Wähler in Stellung
Vorpommern Rügen In Bergen gehen Freie Wähler in Stellung
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12:15 18.12.2018
In Bergen gehen die Freien Wähler an den Start (v.l.): Jan Scheel, Matthies Knuth, Hans-Joachim Kröning und Klaus-Dieter Gabbert, Vize des Landesverbandes der Freien Wähler MV. Quelle: Privat
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Bergen

Matthies Knuth, für die Sozialdemokraten im Bergener Bauausschuss aktiv, will bei den Kommunalwahlen 2019 mit einer neuen politischen Kraft zum Erfolg kommen. Gemeinsam mit Jan Scheel und Hans-Joachim Kröning hat er einen regionalen Ableger der Freien Wähler MV gegründet. Im Moment gibt es bei den Bergener Freien Wählern (BFW) nur Häuptlinge: Knuth ist Vorsitzender, Kröning der Erste Stellvertreter und Scheel Zweiter Stellvertreter und Kassenwart. „Keiner von uns gehört einer Partei an, weshalb wir ungebunden und frei in unseren Entscheidungen sind“, sagt Jan Scheel (52), der Hausmeisterdienste anbietet und in Bergen-Süd eine Gaststätte betreibt.

Andrea Köster und Kerstin Kassner

Die Parteien sind derzeit noch dabei, ihre Listen aufzustellen. Einige prominente Namen stehen aber schon fest: Andrea Köster wird für die CDU nach eigener Aussage sowohl für die Stadtvertretung Bergen als auch für den Landkreis kandidieren. Die Linken gehen mit der Bundestagsabgeordneten Kerstin Kassner für die Stadtvertretung ins Rennen. „Wir müssen in der Stadtpolitik einiges gerade rücken“, sagt sie. „Es geht nicht, was da jetzt läuft.“ Und schließlich werden nach bisherigen Informationen sowohl die FDP als auch die AfD mit eigenen Listen um die Wählergunst werben. Die SPD bleibt am Start und das Bürgerbündnis Bergen (BBB) feiert unter diesem Namen nächstes Jahr sein Kommunalwahlpremiere.

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Bezahlbare Mieten

Ab Januar will das Freie-Wähler-Trio um Mitglieder und Sympathisanten werben. Das soll erst einmal in Gesprächsrunden passieren, zu dem die Freien Wähler Interessierte einladen wollen. Und bei diesen Treffs wollen Knuth, Kröning und Scheel auch gleich über die Themen sprechen, die ihnen für Bergen am Herzen liegen. „Zum Beispiel die Abschaffung der Anliegerausbaubeiträge bei der Straßensanierung“, sagt Jan Scheel. „Würde der Ausbau der Ringstraße auf die Anwohner umgelegt, bekämen die ein richtiges Problem.“ Weiter geht es um die Förderung des sozialen und bezahlbaren Wohnungsbaus in der Stadt. Das scheint mittlerweile eine sehr wichtiges Thema zu werden, denn in einigen Bereichen werden nach Informationen der OSTSEE-ZEITUNG Mieten aufgerufen, deren Höhe wie zum Teil in der Bahnhofstraße jenseits von gut und böse erscheint. „Und schließlich die Erarbeitung von Lösungswegen bei offensichtlichen Verkehrsproblemen in Bergen“, sagt Scheel weiter. Darüber hinaus haben die BFW auch noch ein paar Allgemeinplätze in der Liste ihrer Ziele. „Wir setzen uns aktiv für die sozialen Belange der Bürgerinnen und Bürger in der Bergen ein“, heißt es in einer offiziellen Erklärung unter anderem. Oder: „Wir haben uns der sozialen Gerechtigkeit verschrieben und wollen bei der Bewältigung kommunaler Aufgaben mitwirken.“

Mit so genannten Mitbewerbern um Sitze in der Bergener Stadtvertretung sei bereits gesprochen worden, sagt der Kassenwart. „Auch mit bestimmten Parteienflügeln, die sich politisch anders aufstellen wollen. Da waren wir in Sachthemen manchmal sehr beieinander. Abschließend überein sind wir aber nicht gekommen, so dass wir die Freien Wähler für eine wichtige Alternative zu den etablierten Parteien halten.“

Jens-Uwe Berndt

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