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Rügen Freiwillige holen Holz aus der Hiddenseer Dünenheide
Vorpommern Rügen

Freiwillige holen Holz aus der Hidenseer Dünenheide

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21:00 04.02.2020
Damit die Heide auf Hiddensee erhalten bleibt, müssen Gehölze entnommen werden. Quelle: Stephanie Puffpaff
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Hiddensee

„Wenn Bergwald auf Heide trifft“ titelt ein bilderreicher Vortrag, der am 5. Februar im Nationalparkhaus in Vitte auf der Insel Hiddensee gehalten wird. Ab 16 Uhr stellen Stephanie Puffpaff, Sachgebietsleiterin im Nationalparkamt Vorpommern, und Dr. Irmgard Blindow, Leiterin der Biologischen Station Hiddensee, die Entwicklung der Dünenheide von ihrer Entstehung bis heute vor.

Freiwillige verhindern Verbuschung

Dabei gibt es auch einen Exkurs zu den aktuell anstehenden Pflegearbeiten. Diese werden vom 24. Februar bis zum 13. März mit Freiwilligen des Vereines Bergwaldprojekt in Zusammenarbeit mit dem Nationalparkamt sowie dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern und dem Landkreis Vorpommern-Rügen ausgeführt. Etwa 90 Teilnehmer legen kräftig Hand an, um in der Heide das Gehölz zurückzudrängen. Dadurch soll ein Verbuschen der Heide verhindert werden. Denn Ziel sei es, die Hiddenseer Heide als charakteristische Kulturlandschaft zu erhalten. Darüber hinaus ist sie als Lebensraum für viele spezialisierte und seltene Tier- und Pflanzenarten streng geschützt.

Gezielter Schutz hat Vorrang

Für das europäische Schutzgebiet Westrügensche Boddenlandschaft mit Hiddensee verpflichtet der Fauna-Flora-Habitat-Managementplan ebenfalls zum Erhalt dieser Refugien. Die Heide zählt auch zu den wenigen Pflegebereichen des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Hier gelte auf kleiner Fläche die Ausnahme vom Grundsatz „Natur Natur sein lassen“, denn der gezielte Schutz spezieller Lebensräume und Arten habe Vorrang.

Bäume und Sträucher dringen vor

Veränderte Natur- und Nutzungsbedingungen gefährden diese einmalige Heidelandschaft in ihrem Bestand. Sowohl die Reduktion der natürlichen Dynamik als auch die aufgegebene Weide- und Ackernutzung sind hierfür ursächlich. Ohne die ehemalige mosaikartige Bewirtschaftung der Flächen, dringen immer mehr Bäume und Sträucher in die Heide vor. Eine Möglichkeit, den typischen offenen Charakter der Heide zu erhalten, besteht in der Nachahmung früherer Nutzungsformen.

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Von Chris Herold

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