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Rügen Frischer Wind für alte Gemäuer gefordert
Vorpommern Rügen Frischer Wind für alte Gemäuer gefordert
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06:06 25.05.2018
Stadtvertretung wartet auf Neukonzeption für Museum in Bergen. Quelle: Wenke Büssow-Krämer
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Bergen

Die Wunschliste für das Stadtmuseum ist lang. Eine aktivere Öffentlichkeitsarbeit und Außendarstellung, mehr Personal und interessante Ausstellungen – mit Glück sogar der zuletzt bei Schaprode gefundene Silberschatz – sollen dem Museum zum Aufschwung verhelfen und mehr Besucher anziehen. Zusammengetragen und festgehalten werden sollen mögliche Maßnahmen zur Belebung des Museums in einer neuen Konzeption, die bereits im letzten Jahr – also lange vor Entdeckung des Silberschatzes – gefordert wurde. Das derzeitige Bestreben den Fund auf der Insel zu behalten, hat die Stadtvertretung nun mobilisiert, hier nachzuhaken.

Das Bürger-Bündnis Bergen hatte den Antrag gestellt, zur Erstellung eines Konzeptes eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, die dafür auch auf externe Fachleute zurückgreift. Mit zwei Gegenstimmen hat sich die Stadtvertretung jedoch dafür ausgesprochen, diese Aufgabe in den Händen des Europa- und Kulturausschusses zu belassen. „Wir haben den Eindruck, dass in Bergen die Diskussion um das Museum feststeckt. Wir wollten eine Fachgruppe gründen, um Dynamik reinzubekommen“, erklärt Oliver Cornelius. „Es ist peinlich, dass die größte Stadt auf Rügen ein Museum hat, dass aber die wenigsten Besucher der Inselmuseen vorweisen kann“, so Cornelius. Nur rund 1700 Jahresgäste stehen für das Bergener Museum auf dem Papier.

Die bis zum Jahresende 2017 geforderte Konzeption von der Museumsleiterin Martina Herfert lag der Bürgermeisterin im April vor, wurde aber zur Überarbeitung zurückgereicht. Die Vorsitzende des Europa- und Kulturausschusses Monika Quade hatte sich dafür ausgesprochen, die Erstellung des Konzeptes in den Händen des Ausschusses zu belassen. „Wir haben das eingereichte Konzept bisher nicht zu sehen bekommen und kennen auch nicht die Vorgaben, die dafür gemacht wurden. Wir hatten dafür aber unsere Mitarbeit angeboten“, sagt Quade. „Wichtig ist, dass wir jetzt endlich Nägel mit Köpfen machen. Die Urlauber kommen und wir haben nichts.“

Ein großes Problem ist die personelle Besetzung des Museums. Derzeit besteht die lediglich aus der Museumsleiterin, die sich um die Kasse, Ausstellungen und die Erstellung des Konzeptes allein kümmern muss. Eine von der Stadt geplante zusätzliche Stelle auf 450 Euro Basis wurde vom Landkreis nicht als notwendig erachtet und versagt. „1700 Besucher rechtfertigen keine zusätzliche Stelle, hieß es“, erklärt Bürgermeisterin Anja Ratzke. Die Idee, den Arbeitsplatz einer Stadtangestellten vom Rathaus ins Museum zu verlagern, um so nebenbei zumindest die Kasse zu bedienen, scheiterte an Krankheit. „Nun ist eine Stelle ausgeschrieben und wird hoffentlich in den nächsten Wochen besetzt und die Museumsleiterin wird weiter an dem Konzept arbeiten“, so Ratzke.“Ich halte externe Hilfe für eine Neukonzeption allerdings für unabdingbar“, so die Bürgermeisterin.

Monika Quade gab noch weitere Punkte zur Überarbeitung an. So verweist ein Schild an der Einfahrt zum Klosterhof nur auf das im Museum befindliche Standesamt, nicht auf das Museum selbst. Auch würde das Standesamt mehr Platz im Museum einnehmen und die Trauungen den Tagesablauf dort beeinträchtigen. Die Stadtvertreter liebäugeln nun mit einem Verbleib des Silberschatzes im Bergener Museum und damit steigenden Besucherzahlen. Die Bürgermeisterin riet in der Stadtvertretersitzung aber davon ab, dass nun verschiedene Initiativen und Vereine diverse Unterschriftensammlungen für den Verbleib des Schatzes auf der Insel starten. Stattdessen sei es sinnvoller, sich gemeinsam dafür einzusetzen.

Büssow-Krämer Wenke

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