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Rügen Fünf Defibrillatoren dank Leserspenden
Vorpommern Rügen

Fünf Defibrillatoren dank Leserspenden

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12:37 05.01.2020
In Garz konnten der DRK-Vorstandsvorsitzende Andrè Waßnick (l.) und Schulkoordinator Marc Dransch (r.) nun auch einen AED an Chefarzt Dr. Jens Nielinger, Elke Marschalk und Annette Seyfarth in der CJD-Fachklinik übergeben. Quelle: Wenke Büssow-Krämer
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Garz

Die OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ hat dazu beigetragen, dass auf der Insel nun fünf neue Automatische Externe Laiendefibrillatoren einen Platz gefunden haben. Mit 16 874,28 Euro haben die Leser das Vorhaben des Deutschen Roten Kreuzes unterstützt, diese Geräte auf Rügen zu verbreiten.

Defibrillator für Reha-Klinik

Nach dem Grundtvighaus in Sassnitz und dem Dörphus in Poseritz, konnte nun die CJD-Klinik in Garz einen Laiendefibrillator in Empfang nehmen. Das Theater Putbus und die Mehrgenerationenbegegnungsstätte in Bergen werden demnächst ebenfalls mit einem Gerät bedacht. „Wir finden es großartig, dass wir berücksichtigt wurden“, sagt der Klinik-Chefarzt Dr. Jens Nielinger. „Denn auch wir haben hier viel Publikumsverkehr, durch mitgereiste Eltern oder Großeltern.“ 75 Plätze hat die Garzer Klinik für Kinder und Jugendliche mit Asthma, Allergien, Neurodermitis, Übergewicht oder auch Sprachauffälligkeiten.

500 Patienten verweilen hier jährlich, um ihre gesundheitlichen Probleme mit Therapien, Schulungen, Diäten oder Sportangeboten zu verbessern und so wieder mehr Lebensqualität zu erlangen. „Gerade bei Atemwegserkrankungen verzeichnen wir eine große Nachhaltigkeit“, sagt Dr. Nielinger. Denn auch nach Abschluss des Aufenthaltes hier wird der Erfolg der Behandlung gerne überprüft. „Im Abstand von etwa einem Jahr holen wir uns Informationen ein, wie es dem Patienten geht.“

Puppen und Geräte für die Ausbildung

Der Laiendefibrillator soll jetzt einen gut erreichbaren Platz im Eingangsbereich der Klinik erhalten. Die Mitarbeiter werden außerdem in einem nächsten Erste-Hilfe-Kurs auch im Umgang mit dem Gerät erste Erfahrungen sammeln können. „Deshalb haben wir uns ja auch entschieden, durch die Spendenaktion nicht nur die fünf Geräte, sondern auch Trainingspuppen und -geräte anzuschaffen. Denn es ist entscheidend, dass durch die Schulungen auch Hemmungen genommen werden, diese Geräte dann anwenden zu können“, sagt DRK-Vorstandsvorsitzende André Waßnick.

Jedoch weist er darauf hin, im Ernstfall nicht zu zögern, das Gerät zu nutzen. Denn dank der Kommunikation der Laiendefibrillatoren, klären sie über jeden notwendigen Schritt auf. „Daher haben wir uns auch bewusst für einen Vollautomaten entschieden. Denn während man bei einem halbautomatischen Defibrillator noch selbst einen Knopf drücken muss, um einen Schock auszulösen, analysiert ein Vollautomat selbstständig, ob er Schock auslösen muss oder nicht“, erklärt André Waßnick. Auch den Hinweis, als erste Maßnahme den Rettungsdienst zu alarmieren, lässt das Gerät nicht aus und erinnert dann wiederkehrend an die Herzdruckmassage und Beatmung.

Dass diese Lebensretter eine größere Verbreitung finden, begrüßt auch Marc Dransch, der beim Deutschen Roten Kreuz die Erste-Hilfe-Kurse koordiniert. „Es wird zunehmen, dass Automatische Externe Defibrillatoren in öffentlichen Einrichtungen oder auch Schulen Einzug halten“, sagt der Schulungskoordinator.

Danke den Spendern

Unterstützt haben die Weihnachtsaktion mit ihrer Spende auch: Christine Kaack (20), Katleen Sahr (50), Günter und Mechthild Meurer (100), Hartmut Erich und Annette Rusch (30), Hildegard Hinz(10), Günter Richter (10), Fritz und Gisela Wackernagel (50), Eckhard und Petra Koch (30), Heinrich und Wilhelma Opolski (20), Jan-Peter Bös (50), Jürgen und Heidrun Schmidt (25), Waldemar und Dagmar Opolski (30), Heidrun Kaening (10), Christine Petermann (20), Jürgen und Gisela Schumacher (20), Hanni Schultz (10), Thomas und Christine Meister(20), Klaus-Dieter und Sabine Havenstein (20), Karin und Helmut Kratzke (10) und auch anonym wurden zum Abschluss der OZ-Weihnachtsaktion nochmals 10 und 50 Euro im OZ-Service-Center abgegeben. Die OSTSEE-ZEITUNG bedankt sich bei allen Spendern für ihren Einsatz.

Von Wenke Büssow-Krämer

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