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Rügen Funklochjagd: Putbus bleibt vorerst auf der Strecke
Vorpommern Rügen

Funklochjagd: Putbus bleibt vorerst auf der Strecke

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19:50 27.02.2020
Die Putbusser wollen die Funklöcher in ihren Ortsteilen stopfen und beteiligen sich deshalb an einer Telekom-Aktion. Quelle: dpa-Zentralbild
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Putbus

Zusammen mit der Telekom wollen die Putbusser Funklöcher in den Ortsteilen der Kommune jagen – und bleiben vorerst auf der Strecke. Die Stadt gehört jedenfalls nicht zu den 50 Gewinnern der bundesweiten Aktion.

Zwischen August und November vergangenen Jahres bewarben sich nach Angaben der Telekom 539 Kommunen um einen LTE-Mobilfunkmast. Und eben auch die Putbusser. Die Stadtvertreter waren Anfang Oktober einem entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion gefolgt. Entscheidend war in der Folge die Initiative der Gemeinden. Dazu gehörte, dass die Kommune einen Standort für eine Antenne auf einem Dach oder eine Fläche für einen Mast aufzeigt – den Rest erledigt die Telekom. Dies ist vorerst in zwei Orten in MV der Fall: Beseritz und Neverin (beide Mecklenburgische Seenplatte).

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Telekom-Sprecher macht Hoffnung

Aber für die Putbusser ist noch nicht alles gelaufen. „Es gibt durchaus noch die Möglichkeit, dass die Stadt noch zum Zug kommt“, macht Georg von Wagner, Sprecher der Telekom, gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG deutlich. Denn das Unternehmen stockt seine Aktion „Wir jagen Funklöcher“ auf. Mindestens 50 weitere Kommunen sollen die Chance auf einen Mobilfunkmast erhalten. „Wir verdoppeln die Zahl der Gewinner, weil die Aktion sehr viel Begeisterung und Engagement in den Kommunen ausgelöst hat“, sagt Walter Goldenits, Technikchef der Telekom Deutschland. Wie bei den ersten, sollen auch bei den zweiten 50 Kommunen die Baumaßnahme noch in diesem Jahr beginnen. Bis April werde die Telekom die zusätzlichen Gewinner benennen.

Vorarbeit der Stadt nicht umsonst

Sollten die Putbusser auch dann leer ausgehen – umsonst wäre die Vorarbeit der Stadt nicht. „Denn die kann für das Funkmast-Programm Mecklenburg-Vorpommerns verwandt werden, wenn es um die Bewerbung um entsprechende Fördermittel geht“, hatte Julia Präkel, Chefin der CDU-Fraktion in der Stadtvertretung, nach dem Bewerbungsbeschluss für die Telekom-Aktion deutlich gemacht.

Von Chris Herold