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Rügen Gästezahlen: Sellin knackt Million-Marke
Vorpommern Rügen Gästezahlen: Sellin knackt Million-Marke
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00:00 09.02.2017
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Sellin

War es im letzten Jahr eine inoffizielle Zahl, so ist sie nun amtlich: Sellin hat die lange angepeilte Millionen-Grenze bei den Übernachtungen geknackt, genau:

1039536 (plus 6,7 Prozent). Die Gästeankünfte stiegen auf 189636 (plus 9,4 Prozent). Die Aufenthaltsdauer sank von 5,62 auf 5,48 Tage.

„Bei sieben Monaten hatten wir die bisher besten Werte“, bilanzierte Jörg Meisel, Statistikexperte der Kurverwaltung, vor dem Tourismusausschuss. Ein Minus (3,1 Propzent) gab es nur bei den Pensionen. In diesem Bereich seien rund 200 Betten weggefallen, weil privat geführte Häuser nicht an die nächste Generation übergeben werden konnten und geschlossen wurden. Ein bedauerlicher Trend, der sich fortsetze, so Meisel. Die Bettenzahl ist dennoch von 8297 auf 8325 angestiegen. Immer mehr würden die Ferienwohnungen dominieren.

Die größte Gästeschar kommt nach wie vor aus Nordrhein-Westfalen (12,29 Prozent), dicht gefolgt von den Sachsen (11,44 Prozent). Bei 16 Prozent sei die Herkunft leider nicht registriert, weil auf den Meldescheinen die Postleitzahl fehle – und somit ein wichtiger Hinweis, in welche Region mehr Gästewerbung fließen könnte. Der Anteil der ausländischen Gäste sei mit 2,5 Prozent nach wie vor gering.

Hier seien Schweizer und Niederländer auf dem Vormarsch. Vor allem die Schweizer rücken dabei in den Fokus, weil sie lange bleiben würden, so Meisel.

„Es würden sicher noch mehr kommen, wenn die Anreise nicht so problematisch wäre. Hier zeigt sich das Versäumnis des Landkreises von vor 20 Jahren: Es fehlt ein Flughafen auf Rügen“, monierte Ausschussvorsitzender Achim Kreß und erntete Zuspruch. Gewachsen sei vor allem der Anteil der „erwachsenen“ Gäste. Ebenso die Kategorie Hunde, die in der Statistik als „zahlende Gäste“ registriert werden. 21361 Hunde-Übernachtungen gab es 2016. Rechnet man die Vierbeiner raus, so liegt die Steigerung der Übernachtungen bei „nur“ 4,5 Prozent. „Aber auch ohne Hunde liegen wir bei über einer Million“, so Meisel.

Durch die Änderung der Kurtaxregelung konnte Sellin mehr Einnahmen erzielen. Allein die Einführung der Hundekurkarte von ganzjährig 50 Cent pro Tag brachte ein Plus von 10000 Euro, die Verlängerung der Hauptsaison um einen Monat sogar 110000 Euro. Und auch die Gespräche mit „auffälligen“ Vermietern zur Kurabgabe oder einer Häufung von Dienstreisenden, die keine Kurtaxe zahlen, zeigten Wirkung: 35000 Euro mehr Einnahmen.

Gerit Herold

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