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Rügen Galerie Uhleck: Ein neues Zuhause für die Kunst
Vorpommern Rügen Galerie Uhleck: Ein neues Zuhause für die Kunst
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07:00 24.05.2018
Thomas K. Müller eröffnet im Juni die Galerie Uhleck in Hagen auf Rügen Quelle: Maik Trettin
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Hagen

Von den Bauarbeiten werden viele der Einwohner und Gäste im Vorbeifahren gar nicht viel mitbekommen haben: Der kleine, flache Bau verschwand lange Zeit hinter der Ruine der einstigen „Herthaburg“, die das Ortsbild an der Einfahrt zum Hof Uhleck dominierte. Nachdem der Plattenbau künstlerisch noch einmal ordentlich in Szene gesetzt worden war, rückte der Abrissbagger an – und machte den Blick frei auf das, was während der ersten Sommerakademie im September noch zum Teil als Atelier für die Kursteilnehmer genutzt wurde. Am 9. Juni wird das Gebäude seiner hauptsächlichen Bestimmung übergeben. Dann eröffnet dort die „Galerie Uhleck Hagen“.Sabine Korneli und Thomas K. Müller sind seit 2015 in Hagen zu Hause. Seitdem setzen die Theaterwissenschaftlerin und der Bildhauer ihre Idee von einem Kunstort auf dem Hof Uhleck um. „Das ist ein weiterer Baustein unseres Plans“, sagen sie über die Galerie, die am Sonnabend, dem 9. Juni um 15.30 Uhr zum ersten Mal ihre Türen für Besucher öffnen wird. Jedenfalls in der Funktion als Galerie. Am Ende der Sommerakademie im September vergangenen Jahres haben Insulaner und Gäste sich hier bereits umgeschaut. Damals wurden hier die Ergebnisse des Malkurses gezeigt; zuvor hatten die Teilnehmer die Räume als Atelier genutzt.

Farbsatimmung und Malvortrag expressiver als beim Romantiker

Das tut Thomas K. Müller nach wie vor. In einem Teil des Hauses arbeitet der Bildhauer an seinen Skulpturen und Plastiken. Einige von ihnen sollen wie gehabt auf der Freifläche des Hofs im so genannten Skulpturengarten gezeigt werden, andere im Nachbarraum – zusammen mit Arbeiten anderer Künstler. Der Hagener wird als Gastgeber seine Werke präsentieren und die eines „Gastes“ gleich mit. Zur Premiere hat sich Müller den 1963 in Karl-Marx-Stadt geborenen Maler und Grafiker Martin Enderlein eingeladen. „Mit Begeisterunh haben wir in seinem Berliner Atelier die Serie der 2017 entstandenen Bilder nach Caspar David Friedrich gesehen.“ Der hat die Motive des berühmten Romantikers adaptiert. Komposition und Zeichnung werden dabei nur unwesentlich verändert. „Aber der Malvortrag und die Farbstimmung sind viel expressiver.“ Man glaube, einen alten Bekannten im neuen Gewand zu treffen, beschreiben Sabine Korneli und Thomas K. Müller die Bilderserie. Dass diese Arbeiten hier, wo Friedrich das Motiv für das berühmte Kreidefelsenbild fand, gezeigt werden müssten, sei ihnen sofort klar gewesen.

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Künstlerwerkstatt, Schauraum und Akademie-Gebäude

In der neuen Galerie werden sich nicht nur die Künstler persönlich begegnen. Das Spannende daran werde das Zusammenspiel der jeweiligen Werke. Müller und Enderlein seien in ihrer Arbeitsweise und ihrem gestalterischen Temperament durchaus verwandt, wenngleich die Sujets das auf den ersten Blick nicht vermuten ließen, sagt Sabine Korneli. Ein eigenes Bild davon können sich Interessenten vom 9. Juni bis zum 2. September täglich ab 10 Uhr machen. Im Anschluss werden die Räume wieder durch die Sommerakademie belegt. Die wird hier weiterhin zu Hause sein. „Wir planen eine Hybrid-Nutzung: als Galerie, für Kurse, als Atelier, in das Künstler sich einmieten können und eben für die Sommerakademie“, so Müller.

Maik Trettin

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