Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Gefahr gebannt: Ampelsensor soll Grünphase verlängern
Vorpommern Rügen Gefahr gebannt: Ampelsensor soll Grünphase verlängern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:22 25.06.2014
Können bald wieder sicher über die Straße gehen: Lara, Nadia, Tim und Fabian an der Kreuzung Breitsprecherstraße/Ringstraße. Quelle: Steffi Büssing
Anzeige
Bergen

Die Gefahr an der Ringstraße ist gebannt: Ab dem neuen Schuljahr sollen die Kinder der Altstadtgrundschule und Senioren dort wieder ohne Angst über die Straße gehen können.

Sieben Sekunden dauerte die Grünphase nach Angaben des Landkreises bisher, dazu kamen rund 13 Sekunden „Räumzeit“ in der gelb blinkende Warnregister abbiegenden Fahrzeuge auf querende Fußgänger hinweisen. Für Senioren und Kinderbeinchen reichte dies jedoch nicht aus, um die andere Straßenseite zu erreichen (OZ berichtete). Nun soll die Grünphase mit einem Sensor verlängert werden.

Andrea Köster und ich haben das Thema zur Chefsache gemacht, nachdem es immer hin- und hergegangen ist“, erklärt Bergens Stadtpräsident Eike Bunge (CDU). Vor einem Jahr hatte sich der Elternrat der Altstadtgrundschule schriftlich an den Landkreis gewandt, doch der sah nach einem Vor-Ort-Termin keinen Handlungsbedarf.

„Neben Schulleiter und Elternrat ist schließlich auch der Seniorenbeirat mit diesem Anliegen auf uns zugekommen, weil dort viele Arztpraxen sind und die Senioren mit ihren Rollatoren nicht so schnell über die Straße kommen“, erinnert sich Bunge, der daraufhin gemeinsam mit Andrea Köster Kontakt zum Straßenbauamt in Stralsund und zum Landratsamt aufgenommen habe. „Die Bürgermeisterin hat mit beiden Gespräche geführt, und wir haben vom Straßenbauamt die Genehmigung bekommen, dass wir Veränderungen an der Ampelschaltung vornehmen können“, sagt Bunge. Dies sei notwendig, da es sich bei der Ringstraße, an der die Ampel steht, um eine Landesstraße handelt.

Nun soll das Problem mittels eines neuen Sensors gelöst werden. „Solange Menschen auf der Straße sind, schaltet die Ampel nicht von grün auf rot“, erklärt der Stadtpräsident. Damit wolle man den Kindern künftig die Angst nehmen. „Wenn die Ampel auf rot umsprang, sind sie teilweise mitten auf der Straße stehengeblieben und zurückgelaufen, weil sie verunsichert waren“, hat Schulleiter Rüdiger Bonau erlebt. Damit dies künftig ein Ende hat, will die Stadt die Kosten von rund 3200 Euro für die Umrüstung der Ampel aus eigener Tasche zahlen . „Wir haben uns entschlossen, dass wir das Geld aus der Stadtkasse zur Verfügung stellen“, sagt Bunge. „Auch für die Stadt ist das viel Geld, aber die Sicherheit der Kinder muss Priorität haben. An dieser Stelle zu sparen wäre falsch.“ Auch der Auftrag für die Umrüstung sei bereits ausgelöst worden. „Unser Ziel ist es, dass es zum ersten Schultag des neuen Schuljahres am 25. August funktioniert“, so Bunge.

Das freut auch Bonau, der mit Vertretern von Hort und Elternrat im Frühjahr persönlich bei der Doppelspitze der Inselhauptstadt vorgesprochen hatte: „Nachdem wir vom Landkreis bisher nur abschlägige Antworten erhalten haben, hatten wir den Eindruck, dass die Problematik hier sehr ernst genommen wird. Dass es nun schon zum kommenden Schuljahr klappt, hätten wir nicht gedacht. Darüber freuen wir uns riesig.“

Investition in Sicherheit
3200 Euro investiert die Stadt Bergen in die Umrüstung der Ampelanlage an der Kreuzung Ringstraße/Feldstraße/Breitsprecherstraße. Dort soll die Grünphase durch einen Sensor verlängert werden.



Stefanie Büssing

Zwei unter einem Dach: Die Galerien „Pier 3“ und „Gangway 12“ sind im Stadthafen eröffnet worden.

25.06.2014

Der Bürgermeister und Amtsvorsteher geht nach 24 Jahren in den politischen Ruhestand und übergibt morgen das Zepter an seinen Nachfolger, Hartwig Diwisch (CDU).

25.06.2014

Der Richterbund von Mecklenburg-Vorpommern nutzt die morgen beginnende Justizministerkonferenz in Binz, um noch einmal nachdrücklich gegen Schließungen von Gerichten im MV zu protestieren.

25.06.2014