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Rügen Gefahr in Verzug für Radler entlang der B 196
Vorpommern Rügen Gefahr in Verzug für Radler entlang der B 196
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09:52 30.07.2019
Radfahrer auf der Bundesstraße 196 kurz vor dem Ortseingang Bergen. Quelle: Reinhard Klette
Bergen/Garz

Radfahrer leben gefährlich auf der Insel. Besonders an den Stellen, wo sie nicht parallel zur Straße auf einem sicheren Weg fahren können. Einer von vielen gefährlichen Punkten ist die Bundesstraße 196 im Südwesten der Stadt Bergen, nachdem sie vom Radweg auf die Straße wechseln müssen. Autos dicht an dicht – und mittendrin die Radler.

„Unsere Einschätzung ist, dass tagsüber, wenn der Verkehr an diesem Punkt enorm ist, eine Tour mit Rad auf diesen Stück ausdrücklich nicht zu empfehlen ist. Hier ist Gefahr in Verzug“, sagt Reinhard Klette. Der Sprecher der Regionalgruppe Stralsund-Rügen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) spricht sich schon länger für einen Radweg aus – und zwar schon ab dem Abzweig Samtens. Hier gibt es zwei parallel verlaufene Straßen, die B 96 und die L 296. Radfahrer müssen wenige Meter hinter der Shell-Tankstelle bei Samtens vom Radweg auf die Straße wechseln.

Durchschnittszahl an Autos wurde nicht erreicht

Es gibt laut Straßenbauamt eine Richtlinie für Radwege, nach der die sich verantwortlich zeigende Firma beim Bau der B 96n ging. Zwischen Samtens und Bergen wurde der Verkehr gezählt und eine Prognose erstellt. Hier sei die geforderte Durchschnittszahl an Autos nicht erreicht worden, um dort einen Radweg zu bauen.

Mitglieder des ADFC ließen nicht locker und führten Gespräche mit Mitarbeitern beim Straßenbauamt, Landkreis und mit verantwortlichen Baufirmen. Bisher gab es keine Entscheidungen, die sie zufriedenstellen konnten. Jetzt kommt aber wieder Bewegung in die Sache. Auf Bitten der Radfreunde lud die Tourismuszentrale Rügen zu einem Treffen mit allen Beteiligten ein. Vor wenigen Tagen saßen unter anderem Vertreter aus den Bereichen Straßenbau, Tourismus, ADFC und vom Landkreis an einem Tisch und haben über Verbesserungsmöglichkeiten in Sachen Radwegenetz auf der Insel Rügen diskutiert. Vor allem darüber, wie Radfahrer am sichersten von Samtens nach Bergen fahren können.

Zwei Umleitungsstrecken

„Es war ein sehr konstruktives Gespräch zwischen allen Beteiligten“, sagt Manfred Borowy, Dezernent Straßenbau beim Straßenbauamt Stralsund. Diskutiert wurde unter anderem, über welche Orte Radfahrer umgeleitet werden können, ohne dass sie einen längeren Weg in Kauf nehmen müssen, um nach Bergen zu gelangen.

„Als wichtigsten Punkt nehme ich von dem Treffen in Bergen mit, dass eine touristische Umleitungsempfehlung ausgesprochen wurde. Alle am Tisch waren der gleichen Meinung, dass die B 196 für Radfahrer eine große Gefahr darstellt und dass sich deshalb etwas ändern muss“, sagt Reinhard Klette. Als Empfehlung sprachen sich die Teilnehmer dafür aus, Radfahrer in Teschenhagen über die Orte Sehlen und Tilzow nach Bergen umzuleiten. „Dies ist eine interessante touristische Nebenstrecke. Die Kilometerzahl bleibt in etwa gleich.“ Befinden sich Radfahrer bereits am Knotenpunkt bei Klein Kubbelkow, sollen sie über Alt Sassitz bis zum Bahndamm beim Autohaus Abraham wieder auf die Straße geführt werden. Dies ist allerdings mit einem Umweg von 1,4 Kilometern verbunden. Reinhard Klette hofft nun, dass noch diese Saison eine entsprechende Beschilderung aufgestellt wird.

Unfall bei Garz

Aber auch an anderen Stellen setzen sich Touristiker und Radfreunde für entsprechende Wege ein. Etwa zwischen Trent und Silenz oder Karow und Prora. Auch zwischen Kasnevitz und Garz existiert noch kein separater Weg. Hier fuhr am Freitag ein Rügener Rentner in eine Gruppe Radler. Nach dem Unfall ermittelt die Polizei gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher. Es bestehe der Verdacht der Unfallflucht und fahrlässigen Körperverletzung, wie ein Polizeisprecher erklärte. Der 77 Jahre alte Autofahrer war beim Überholen mit mindestens einem der vier Radler kollidiert. Danach stürzten alle vier Radfahrer in den Straßengraben, der Autofahrer sei weitergefahren. Der 52 Jahre alte Vater wurde lebensgefährlich verletzt, sein Zustand soll weiter kritisch sein, hieß es bei der Polizei. Die 47 Jahre alte Mutter und die beiden 13 und 15 Jahre alten Söhne wurden leicht verletzt. Der Autofahrer habe später seinen Angehörigen davon erzählt, die sofort die Polizei eingeschaltet hätten.

Mathias Otto

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