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Rügen Gesamte Futterration eines Rügener Betriebes verbrannt
Vorpommern Rügen Gesamte Futterration eines Rügener Betriebes verbrannt
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16:04 02.07.2018
Mithilfe eines Treckers konnten die verbliebenen Strohhügel auseinnandergezogen werden. Dabei flammte offenes Feuer auf. Quelle: Uwe Driest
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Bobbin

Irgendwie geht es ja immer weiter“, tröstet sich Thomas Mielke am Morgen danach. Gegen 20 Uhr am Sonntag war der Sassnitzer Polizei ein Brand bei Bobbin gemeldet worden. Wie sich herausstellte, lag der Brandherd auf dem Gelände des Landwirtschaftsbetriebs von Mielke, der zugleich Bürgermeister der Gemeinde Glowe ist. Alle 330 Strohballen zweier Strohmieten, die auf dem Gelände lagerten, brannten bis zum letzten Halm nieder. „Das war das gesamte Futter für den Winter und das, wo die Ernte wegen der Trockenheit ohnehin schon so schlecht ausfällt“, klagt Mielke.

Unklar bleibt bisher die Brandursache. „Es gibt Hinweise darauf, dass es sich möglicherweise nicht um Selbstentzündung handelt“, sagt Polizeisprecherin Stefanie Peter. Weil Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt die Kriminalpolizei. Es bestünde allerdings kein Verdacht gegen eine bestimmte Person, betont Peter. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 10 000 Euro.

Trecker zog die Strohmieten auseinander

Zum Einsatz kamen die Freiwilligen Feuerwehren aus Sagard, Sassnitz, Breege, Glowe, Bergen und Altenkirchen mit zu Spitzenzeiten 86 Kameraden und fast 20 Fahrzeugen. Zudem waren der Sanitätszug des Landkreises und die Führungsgruppe des Amtes Nord-Rügen einbezogen. Die Kameraden der Feuerwehren übernahmen die Löscharbeiten und verhinderten eine Ausbreitung des Feuers. Da ein vollständiges Ablöschen nicht möglich war, ließ man die Strohballen kontrolliert abbrennen. Menschen waren nicht in Gefahr. Auf einem benachbarten Grundstück weidende Kühe tranken wegen der starken Rauchentwicklung durstig aus einem Teich. Auch der nebenan gelegene Dino-Park war – abgesehen von mächtigen Rauchschwaden – zu keiner Zeit betroffen.

Mit Löschwasser versorgten sich die Einsatzkräfte aus dem nahegelegenen Spyckerschen See. Weil dafür Schläuche über die Landesstraße 30 bis zum Brandort gelegt werden mussten, kam der Verkehr Richtung Wittow zeitweise zum Stillstand und staute sich die gesamte Bobbin Ortsdurchfahrt entlang. Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht über an und am Montag stießen Kameraden aus Dranske hinzu, die der Sagarder Wehr eine Verschnaufpause verschafften.

Am Wochenende landesweit zehn Feldbrände

Am Montag Mittag konnte sich ein Angestellter des Betriebes mithilfe eines Treckers daran machen, die verbliebenen Strohhügel auseinander zu ziehen. Dabei flammte immer wieder offenes Feuer auf, das die Feuerwehrleute dann löschten. Zu Irritationen führte kurzzeitig die Meldung eines weiteren Brandes „mit unklarer Rauchentwicklung“. Spaziergänger hatten von der Schaabe bei Juliusruh aus den Rauch am Königshörn bei Glowe gesehen und die Feuerwehr alarmiert.

Landesweit war es am Wochenende zu mehr als zehn Feldbränden gekommen. Angesichts der anhaltenden Trockenheit appellierte Landwirtschaftsminister Till Backhaus an die Landwirte, der Gefahr von Feldbränden vorzubeugen und vor dem Drusch einen Brandschutzstreifen zu pflügen Wasserwagen mit ausreichend Löschwasser auf dem Acker bereitzustellen.

Driest Uwe

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