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Rügen Glyphosateinsatz auf Deichen ab sofort verboten
Vorpommern Rügen Glyphosateinsatz auf Deichen ab sofort verboten
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14:00 30.07.2019
Der Einsatz von Glyphosat auf Küstenschutzanlagen ist ab sofort verboten. Quelle: Marco Baumgarten
Gager/Putbus

Während es im Zuge einer Recherche der OSTSEE-ZEITUNG zum Versprühen von Glyphosat auf Deichen im Biosphärenreservat Südost-Rügen nach Aussagen von Verantwortlichen noch darum ging, künftig die Verwendung des Pflanzengiftes so gut es geht zu vermeiden, ist ab sofort jegliches Schlupfloch dicht. „Nach Gesprächen mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern kann ich mitteilen: Das Staatliche Amt als zuständige Behörde hat den Einsatz von Glyphosat auf Küstenschutzanlagen ab sofort untersagt“, heißt es in einer Erklärung von Cathrin Münster, Amtsleiterin des Biosphärenreservatsamtes. „Es wird derzeit nach Alternativen zur Bekämpfung unerwünschten und die Anlagen schädigenden Aufwuchses gesucht. Ich gehe davon aus, dass der Einsatz jeglicher chemischer Unkrautvernichtungsmittel zukünftig unterbleibt.“

Anfang Juli war dem Imker Marco Baumgarten auf dem Deich in Gager ein Arbeiter aufgefallen, der in Vollschutz ein Gift zu verspritzen schien. Dabei hatte sich herausgestellt, dass es sich um den Unkrautvernichter Glyphosat handelte. Baumgarten schlug sofort Alarm, habe er doch als Betreiber der „Mönchguter Imkerei“ ein elementares Interesse daran, die Natur vor Pflanzengiften zu bewahren. Sowohl Staatliches Amt (Stalu) als auch das Biosphärenreservat begründeten den Einsatz des Mittels, sprachen von „Ausnahmen“, „zumutbarem Aufwand“ und „Alternativlosigkeit“. Baumgarten nannte das „Glattzüngigkeit“ und wies darauf hin, dass beim Versprühen des Mittels auch am Boddenzufluss unbedacht vorgegangen worden sei. Und Alternativen gebe es immer. Allerdings seien die mühevoller, als das flächendeckende Versprühen von Gift.

Während der OZ-Recherche war es bereits zu einer Verständigung zwischen Stalu, Biosphärenreservat und Pflanzenschutzdienst des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei gekommen. Die drei Behörden wollten sich vor Ort treffen, um „Alternativen für den Einsatz des Glyphosat enthaltenden Roundup herauszuarbeiten, um dessen Einsatz zukünftig zu unterlassen“, hieß es in einer Erklärung vor drei Wochen. Dieser Tage folgte schließlich das Glyphosat-Verbot.

Jens-Uwe Berndt

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