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Rügen Göhren: Sonderausstellung geht in die Verlängerung
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Göhren: Sonderausstellung geht in die Verlängerung 

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08:00 13.02.2020
Das Bild „Mönchguterinnen in Tracht“ stammt von Elisabeth Büchsel. Quelle: Repro/MM
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Göhren

Wegen des großen Interesses an der aktuellen Sonderausstellung im Mönchguter Heimatmuseum ist die Einrichtung an der Göhrener Strandstraße trotz Winterpause noch bis zum 22. Februar montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr sowie an den Sonnabenden von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Mehr als 2200 Besucher schauten sich bis Jahresende die Sammlung „Mit Pinsel & Farbe – Bilder der Insel Rügen“ an. Noch sind nicht alle Bereiche des Hauses für den Besucherverkehr geöffnet, doch im gesamten Erdgeschoss von Alt- und Neubau wird diese ganz besondere Ausstellung präsentiert.

Alle ausgestellten Gemälde und Zeichnungen befinden sich im Besitz der Mönchguter Museen, wurden dem Museum vor Jahrzehnten übereignet oder von der Museumsgründerin Ruth Bahls für die Sammlung angekauft. Sie sind ein wertvoller Fundus mit Arbeiten von Tom Beyer, Elisabeth Büchsel, Hans Porwoll, Wilhelm Zimmer und Erna Ottilie Bercht. All diese Künstler waren eng mit Mönchgut verbunden, kamen zum Malen auf die Halbinsel und geben mit ihren Impressionen einen lebendigen Blick in ihre Schaffenszeit.

60 Ölgemälde ausgestellt

Zu sehen sind mehr als 60 Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Drucke von Künstlern wie Tom Beyer. Er war ein bekannter und für die norddeutsche Region bedeutender Maler, der sich der Landschaft und ihren Menschen eng verbunden fühlte, lebte in Stralsund und im „Drachenhaus“ in Göhren. Dieses Haus, das zu den Wolgaster Fertigteilehäusern zählt, ließ der „Dichter der Ostsee“, der Schriftsteller und Dramaturg Max Dreyer, 1901 bauen. Tom Beyer wohnte zwar ab 1952 in Stralsund, sein liebster Platz zum Leben und Arbeiten war aber wohl dieses Haus nahe dem Nordperd.

Die Rüganer Fischer und die Stralsunder Werftarbeiter nannten Tom Beyer „ihren Maler“. Seine Motive waren das geschäftige Treiben in den Häfen, die Fischer bei der Arbeit, die Schönheit der Natur, aber auch viele Stillleben, die er mit kräftigen Farben und Pinselstrichen festhielt. Im Sommer 1966 schenkte der Maler Tom Beyer dem Heimatmuseum das Ölgemälde mit dem Titel „Winterlicher Bauernhof in Göhren“. Ruth Bahls schrieb dazu: „Das Bild wurde bei Schneesturm im Winter 1945/46 vom damals noch offenen Balkon vom Hotel Strandeck aus gemalt. Es ist eines der ersten Bilder, die der Künstler nach dem Krieg schuf, und war bisher im Besitz von Tom Beyer.“

Film über Wirken der Museumsgründerin

Weitere Künstler wie Elisabeth Büchsel, Hans Porwoll, Wilhelm Zimmer, Erna Ottilie Bercht oder Antonie Biel tauchen in der Ausstellung auf. Sämtliche Arbeiten wurden dem Museum zum Teil schon vor Jahrzehnten übereignet oder von der Museumsgründerin Ruth Bahls für die Sammlung angekauft. Sie sind ein wertvoller Schatz aus dem Fundus der Mönchguter Museen, welcher in dieser Form erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Freuen können sich die Besucher außerdem auf einen kleinen Film, der das Leben und Wirken der Museumsgründerin Ruth Bahls zeigt und Weggefährten zu Wort kommen lässt. Unter der Regie des Filmemachers Stefan Bohl aus Göhren entstand ein berührendes Zeitzeugnis. Auch dieses Projekt begleitete und finanzierte der Förderverein der Mönchguter Museen.

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Von OZ

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