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Rügen Göhren will feiern, aber weiß nicht wie
Vorpommern Rügen Göhren will feiern, aber weiß nicht wie
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00:00 03.09.2014
Es muss klar sein: Wollen wir ein Fest oder nicht und wenn ja, was soll es kosten?“Berit Waschow, Eventchefin Kurverwaltung
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Göhren

Etliche Orte auf der Insel feiern in diesem Jahr ihr 700-jähriges Bestehen. Göhren kann sogar noch auf 150 Jahre mehr zurückblicken. Im nächsten Jahr begeht der Ort seine 850-Jahrfeier. Doch wie? Ob das Jubiläum als ein extra Fest zum Beispiel Pfingsten veranstaltetet werden oder sich durch das ganze Jahr ziehen und in bereits geplante Veranstaltungen integriert werden soll, darüber diskutierten die Gemeindevertreter auf ihrer Sitzung kontrovers. Auf einen Grundsatzbeschluss konnten sich die Gemeindevertreter nicht einigen.

Denn Geld für außerordentliche Feste hat Göhren derzeit nicht. Auch vom kommunalen Eigenbetrieb Kurverwaltung seien keine großen Feiersummen zu erwarten. Die würden sich immerhin auf 50 000 bis 100 000 Euro belaufen. Weder finanziell noch personell könne die Kurverwaltung das alleine stemmen.

Deshalb sei es notwendig, dass das Jubiläum vom ganzen Ort unterstützt wird, erklärte Berit Waschow, Marketing- und Eventchefin in der Kurverwaltung. „Es muss klar sein: Wollen wir ein Fest oder nicht und wenn ja, was soll es kosten? Dazu müssen wir alle Gewerbetreibenden mit auf dem Tapet haben“, so Waschow. Schule, Kindergarten, Sportvereine, Feuerwehr — alle müssten mit einbezogen werden, ergänzte Hans-Harald Ott, Vorsitzender des Ausschusses für Finanzen und Tourismus der Gemeindevertretung. „Es muss von allen getragen werden. Es ist nicht nur ein Fest für Göhrener Gäste“, kritisierte er, dass der zum Jubiläum gebildeten Arbeitsgruppe nur drei Gemeindevertreter angehören.

Erste Ideen für das Jubiläum seien bereits zusammengetragen worden, informierte Berit Waschow. So zu einer Festwoche mit einem Straßenfest, das sich von der Strand- bis zur Berliner Straße ziehen könnte und von den Einwohnern gestaltet wird. Eine lange Tafel unter dem Motto „Göhren frühstückt gemeinsam“, ein Malwettbewerb mit Kreide, Aufführungen von Göhrener Kindern könnten Programmpunkte sein. Ebenso ein Tag der Feuerwehr, ein Festumzug, ein Mittelalterlager am Strand, ein erneuter Weltrekordversuch im Kneippschen Wassertreten, ein Promenadengottesdienst, Sportturniere, Museumsgespräche und historische Vorträge. Im Vorfeld könnte zudem ein Wettbewerb um den schönsten Vorgarten im Ostseebad ausgelobt werden unter dem Motto „Göhren macht sich geburtstagsfein“, so Waschow.

Keine ganz genaue Bestimmung
Fachleute orientieren sich bei der Ersterwähnung von Göhren an dem dänischen Chronisten Saxo Grammaticus. Der erwähnt in seiner Gesta Danorum einen Kriegszug des dänischen Königs Waldemar I. nach Rügen auch den Ortsnamen Göhren. Problematisch sei die Datierung, da Saxo keine Jahresangaben verwendete und die Chronologie der Kriegszüge Waldemars I. in die slawischen Gebiete umstritten sei, weiß Dr. Joachim Krüger vom Lehrstuhl für Nordische Geschichte an der Uni Greifswald. Die Mehrzahl der Forscher datiere den genannten Kriegszug in die Jahre 1164 bis 1165. Letztere Zahl steht für das Jubiläum der Ersterwähnung. Damit zählt Göhren zu den ältesten Flecken auf Rügen. Wie Kap Arkona, wo die christlichen Dänen 1168 den Svantevit-Tempel am Burgwall zerstörten.



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