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Rügen Göhrener Ortszufahrt ist bis Jahresende Wanderbaustelle
Vorpommern Rügen Göhrener Ortszufahrt ist bis Jahresende Wanderbaustelle
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00:00 26.03.2015
Die Bauleute werden sich vom Kreisverkehr Stück für Stück in Richtung Ortseingang vorarbeiten. Quelle: Gerit Herold/Archiv
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Göhren

Die gute Nachricht: Endlich wird Göhrens Aushängeschild aufpoliert und die Ortszufahrt Berliner Straße saniert. Die schlechte: Dies ist bis zum Jahresende mit teilweise erheblichen Verkehrseinschränkungen verbunden. Am 7. April geht es los. Die Bauleute beginnen am Kreisverkehr (Carlstraße/Poststraße). Ab diesem Tage wird der Verkehr anders durch den Ort geführt, die Umleitungen werden ausgeschildert. Aus Richtung Baabe werden an der B 196 sogenannte Vorwegweiser aufgestellt. Der Verkehr kann dann entweder über den Kleinbahnhof/Campingplatz oder in Richtung Südstrand/Alte Försterei und weiter über die Alte Kirchstraße bis zum Kreisel in den Ort geleitet werden.

Den Zuschlag für die Bauausführung hat die Firma Tell Bau bekommen. Die Bauleute werden am Kreisverkehr anfangen und sich Stück für Stück zum Ortseingang vorarbeiten. Die Berliner Straße ist bis zum geplanten Fertigstellungstermin am 18. Dezember eine Wanderbaustelle. Die Zufahrten zu den Grundstücken sowie die Ver- und Entsorgung sollen in Absprache mit der Baufirma gewährleistet werden.

Lediglich die Asphaltierung der neuen Fahrbahn soll in einem Zuge über die Bühne gehen, was eine Vollsperrung nötig macht. Jeden Donnerstag um 10 Uhr findet eine Bauberatung in einem Baucontainer auf dem Parkplatz Nordperdhalle statt, bei der sich Anlieger informieren können.

Wie Jörg Lange vom Ingenieurbüro Wastra-Plan bei der Anwohnerversammlung am Dienstagabend erklärte, wird die Fahrbahn in den bestehenden Breiten von 5,50 bis 6 Meter ausgebaut, asphaltiert und bekommt am Ortseingang eine Aufpflasterung zur Verkehrsberuhigung. Weiterhin ist ein 1,50 bis 2 Meter breiter Gehweg (Betonplatten mit Granitvorsatz) auf beiden Seiten geplant. Im Eckbereich des Parkplatzes an der Nordperdhalle ist eine Treppe vorgesehen, in einem anderen Bereich eine Grünfläche mit einer Bank. Die Bäume zwischen dem Kreisverkehr und der Ulmenallee werden entfernt und durch Neupflanzungen ersetzt. Neben einem komplett neuen Leitungsnetz für Schmutz-, Regen- und Trinkwasser, das im Auftrag des Zweckverbandes entsteht, bekommt die Berliner Straße auch eine neue Beleuchtung (LED).

Eigentlich sollte schon im letzten September mit der Baumaßnahme begonnen werden. Doch die Gemeinde war in der Zwickmühle. Die Trasse liegt zu zwei Dritteln im Sanierungsgebiet, Geld gibt es nur für die 220 Meter vom Kreisel bis hin zum Ende des Parkplatzes Nordperdhalle. Die 60 Meter von dort bis zum Ortsanfang sind der 2. Bauabschnitt, für den es vom Innenministerium Fördermittel als Sonderbedarfszuweisung gibt. Auf die Zusage hatte Göhren lange warten müssen, wollte aber beide Abschnitte als eine Maßnahme ausschreiben und in Angriff nehmen.

In diesem Jahr nicht mehr berücksichtigt werden die Gerhart-Hauptmann-Straße und der Verbindungsweg zur Feldstraße. In der hochfrequentierten Straße (Nordperdhalle, Kita, Schule, Altersheim) soll das Pflaster durch Asphalt ersetzt werden. Auf der östlichen Seite ist ein Gehweg geplant.

Städtebaufördermittel

910 000 Euro kostet der erste Bauabschnitt rund. In den fließen 600000 Euro an Städtebaufördermitteln. Der Rest wird vom Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (Zwar) beigesteuert, der neue Leitungen verlegt, sowie von der Gemeinde Göhren als Eigenmittelanteil.
221 000 Euro kostet der zweite Bauabschnitt. Statt 50000 gibt das Land nun sogar 64000 Euro dazu — als Sonderbedarfszuweiung.



Gerit Herold

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