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Rügen Grunau: Parkplatz-Rückbau ist Schildbürgerstreich
Vorpommern Rügen Grunau: Parkplatz-Rückbau ist Schildbürgerstreich
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06:52 23.04.2015
Mutterboden und gesäter Rasen statt Schotterpiste mit Betonplatten - der alte Parkplatz zwischen Strand- und Windpromenade in Sassnitz wird zurückgebaut.
Mutterboden und gesäter Rasen statt Schotterpiste mit Betonplatten - der alte Parkplatz zwischen Strand- und Windpromenade in Sassnitz wird zurückgebaut.
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Sassnitz

Der ehemalige Parkplatz zwischen Strand- und Windpromenade am Molenfußgebäude des Stadthafens in Sassnitz auf Rügen wird zurzeit zurück gebaut. Der Bauausschuss übt daran harsche Kritik. Er wirft der Verwaltung vor, bereits getroffene Festlegungen der Kommunalpolitik zu ignorieren und fürchtet, dass sich die Gestaltung des Platzes dadurch womöglich verteuern könnte. Stadtvertreter Stefan Grunau (CDU) bezeichnete die Vorgehensweise beim aktuellen Rückbau in der Ausschuss-Sitzung am Dienstagabend sogar als Schildbürgerstreich.

Zu Ostern konnte die Stadt ihr neues Parkhaus im Stadthafen mit 472 Stellplätzen in Betrieb nehmen. Der Neubau soll künftig die einzige und zentrale Parkmöglichkeit im maritimen Anleger sein. Deshalb wurde der Parkplatz zwischen Strand- und Windpromenade auch schon gesperrt und mit dem Rückbau begonnen. Die Verwaltung spricht von einer Ordnungsmaßnahme. Auf dem Areal werden die alten Betonplatten aufgenommen, Mutterboden aufgebracht und Rasen angesät. Dies ist aber nur ein erster Schritt, eine endgültige Neugestaltung des Platzes soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

In Grundzügen habe die Kommunalpolitik aber bereits 2012 ein Grobkonzept für die Platzgestaltung festgelegt, monierte der Bauauschuss, dass dies bei den aktuellen Arbeiten keine Berücksichtigung findet. Statt ein geplantes Volleyballfeld jetzt gleich auszukoffern oder das Elektrokabel für eine vorgesehene Beleuchtung zu verlegen, wird zurzeit alles nur begrünt. Das jetzt Geschaffene müsse später dann wieder aufgerissen werden, was zusätzliche und vermeidbare Kosten verursacht, kritisierten die Ausschussmitglieder. Sie forderten schnellstmöglich eine Vor-Ort-Begegung.



Udo Burwitz