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Rügen Gingster Schüler beschäftigen sich in Putbus bei Pinocchio-Theater mit der Lüge im wahren Leben
Vorpommern Rügen

Grundschüler bei Pinocchio in Putbus

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13:39 07.01.2020
Kimberly Kiehl (2. v. l.) und Felix Schwarzer (3. v. r.) durften Pinocchio nach der Vorstellung auf der Bühne im Putbuser Theater besuchen und ihm Fragen stellen. Quelle: André Farin
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Putbus

Kein Wunder! Für die meisten Grundschüler der Insel ist Pinocchio, der kleine Junge aus Holz, kein Unbekannter. Denn spätestens seit dem Disney-Klassiker kennen sie die Geschichte von dem zum Leben erweckten Holzscheit. Im Theater Putbus erlebten sie bereits in der ersten Dezemberwoche eine ganz neue Musicalproduktion, die Schauspieler des Arnstädter Theaters auf die Insel brachten. In zehn Vorstellungen erzählten und sangen fünf Männer und Frauen unter der Regie von Mario Zuber die amüsante Geschichte, die der schottische Autor der Musical-Fassung, Andrew Robb, aufschrieb.

Kurzweilig und lustig

„Pinocchio als Musical war für uns eine kleine Überraschung“, erzählte Christiane Müller, die an der Gingster Grundschule die jährlichen Theaterfahrten organisiert. „Unsere Kinder waren begeistert von den singenden und tanzenden Schauspielern, die mit einfachen Mitteln die Geschichte auf die Bühne brachten.“ Viele staunende Schüler und Kindergartenkinder sahen und erlebten an dem musikalischen Vormittag, wie die kleine hölzerne Puppe ein echter Junge werden wollte und welchen trügerischen Verlockungen er widerstehen musste. Kurzweilig, lustig und ideenreich hatten die Theaterleute das Stück oft mit wenigen, aber sehr wirksamen Mitteln und Kostümen in Szene gesetzt und die Kinder über eine Stunde lang in ihren Bann gezogen.

Blick hinter die Kulissen

Zwei von den aufmerksamen Zuschauern konnten sogar einen Blick hinter die Kulissen werfen, um mit Pinocchio ins Gespräch zu kommen. Felix Schwarzer aus der 4. Klasse fand es sehr spannend, dass er auf die Bühne durfte, um Pinocchio auszufragen. „Das Tanzen und der Trick mit der Nase haben mir am besten gefallen“, erzählte er den Schauspielern. Er strahlte, als er ihnen von seinen Eindrücken berichten durfte. „Das mit der Nase fand ich auch cool“, sagte Kimberly Kiehl aus der 2a und wollte natürlich wissen, wie es funktionierte, dass Pinocchios Nase bei jeder Lüge länger wurde. Das sollte aber das Geheimnis der Theatergruppe bleiben, die sich über den Besuch der kleinen Fans gefreut hat und mit auf das Foto wollte.

Heimliches Gewissen

Die Sache mit der Nase wurde im Unterricht nach dem Musical wieder aufgegriffen. Die Grundschüler beschäftigten sich mit dem Thema Lügen im wahren Leben. In allen Klassen der Gingster Schule beschäftigten sich die Theaterbesucher mit der Frage, ob man überhaupt lügen sollte und wann man zu einer sogenannten Notlüge greifen dürfte. Kimberly schrieb davon in ihr Geschichtenheft ein paar Sätze und tauschte sich mit ihren Mitschülern darüber aus, was ihnen am besten gefallen hat. Die kleine Grille bekam dabei als das heimliche Gewissen des hölzernen Jungen ganz viele Pluspunkte, weil sie mit spanischem Akzent sprach und immer gut drauf war.

Finger durch das Nasenloch

Deutschlehrerin Christiane Müller griff die Idee mit der wachsenden Nase auf und ließ in ihrer 3. Klasse einen „Lügenmesser“ bauen. Dazu bastelten sie einen Kopf aus einer Pinocchio-Vorlage, die an der Stelle der Nase ein Loch hatte. Dieser Kopf kam zum Einsatz, als ausgewählte Schüler ihre Geschichte vorlasen – eine wahre und eine frei erfundene. Immer wenn sie beim Lesevortrag feststellten, dass das Gehörte erlogen war, zeigten sie dies mit dem durch das Loch gesteckten Finger. „Eine einfache, aber sehr wirksame Methode, um über Lügen und das Gewissen zu sprechen“, meinte die Grundschullehrerin nach dem Unterricht.

Von André Farin

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