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Rügen Hochwasserschutz: Neue Buhnen für Hiddensee
Vorpommern Rügen Hochwasserschutz: Neue Buhnen für Hiddensee
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00:00 20.09.2018
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Hiddensee

Die Hiddenseer Außenküste zur Ostsee soll wieder ein Stück widerstandsfähiger gegen die Kraft von Wind und Wellenschlag werden. Das ist mit Lautstärke verbunden. Am Strand zwischen Vitte und Kloster werden bis ins nächste Jahr hinein die Buhnen erneuert. Dafür müssen etwa 10000 Pfähle gerammt werden – die maroden zuvor entfernt.

So sehen die Pfähle von Buhnen aus, wenn sie Jahrzehnte Wind und Wetter getrotzt haben und vom Schiffsborhwurm befallen waren. Quelle: Foto: C. Herold

Dafür wird nach OZ-Informationen seeseitig Tropenholz verwendet. Dabei soll Eukalyptus-Holz aus Südafrika zum Einsatz kommen. An Land handelt es sich dagegen um Kiefernholz.

Erst vor drei Jahren war auf diesem um die 3,5 Kilometer langen Strandabschnitt Küstenschutz betrieben worden. Damals hatten Land und Bund für etwa 3,8 Millionen Euro etwa 300 000 Kubikmeter Sand aufspülen lassen. Der war damals aus dem marinen Bewilligungsfeld „Darßer Ort“ entnommen worden. Zuvor war für etwa 4,5 Millionen Euro Sand in zwei bis vier Metern Wassertiefe an die Küste des Eilandes gespült worden. Der stammte seinerzeit aus der Nordansteuerung des Stralsunder Hafens.

Die maroden Pfähle, die jetzt zwischen Vitte und Koster gezogen werden beziehungsweise wurden sind etwa 60 Jahre und vom Schiffsbohrwurm zerfressen. Das solle nun mit dem zertifizierten Hartholz nicht passieren. Das soll resistent gegen die Schiffsbohrmuschel sein. Ob das aber tatsächlich so sein wird, wie es Wissenschaftler sagen, könne keiner mit Sicherheit sagen, hatte ein Mitarbeiter des damals noch Staatliches Amt für Umwelt und Natur (heute Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt) titelnden Bauherren gesagt.

Seinerzeit, vor vier Jahren, mussten an Hiddensees Außenküste vor Neuendorf 22 der vorhandenen Buhnen entfernt werden. An deren Stelle wurden 34 neue Buhnen angelegt. Im Einzelnen handelte es sich dabei damals um 8949 dicke bis zu elf Meter lange Pfähle, die ins Meer und um weitere 469 Pfähle, die an Land in die Tiefe gerammt wurden.

Dass Bund und Land millionenschwer in den Hochwasser- und Küstenschutz auf der Insel Hiddensee investieren, kommt nicht von ungefähr. Denn das Eiland zwischen Bodden und Ostsee ist schon allein aufgrund der geringen Breite und der überwiegend nur ein bis zwei Meter über Normalnull liegenden Flächen äußerst stark überschwemmungsgefährdet.

Seit Spätsommer 1993 haben die Küstenschützer entlang der Ostsee mit dem Befall der Buhnen durch den Schiffsbohrwurm zu kämpfen. Damals waren vor Heiligendamm, Nienhagen, Warnemünde und Markgrafenheide, aber auch auf Fischland, Darß und Zingst, abgebrochene Buhnenpfähle an Land gespült worden. Der gesamte Querschnitt der Pfähle war mit Bohrgängen durchsetzt. Durch den Befall wurden 410 Buhnen von 1023 Buhnen sanierungsbedürftig. Der Schaden nach Amtsangaben: 12,8 Millionen Euro.

Chris Herold

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