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Rügen Im Bunker am Kap wird es modern
Vorpommern Rügen Im Bunker am Kap wird es modern
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06:00 05.04.2019
Ernst Heinemann zeigt Patrick Dahlemann (l.) die Exponate der aktuellen Ausstellung. Quelle: Mathias Otto
Putgarten

Für Kultur- und Geschichtsinteressierte wird sich am Kap Arkona neu aufgestellt. Allen voran der Marineführungsbunker soll sich demnächst im neuen Licht präsentieren. Um ihr Konzept nach außen zu tragen und für eine Finanzspritze für eine neue Ausstellung zu werben, haben die Mitglieder vom Förderverein Kap Arkona den Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) eingeladen.

Im Bunker sind in einer großen Röhre heute eine Modellschiffsaustellung sowie alte Navigationsgeräte zu sehen – Führungen gibt es täglich stündlich zwischen 12 und 15 Uhr. „Wir wollen den Gästen mehr Qualität und Service bieten, das heißt, künftig auch mit modernen Mitteln arbeiten“, sagt Ernst Heinemann, Vorsitzender des Fördervereins. Eine Röhre ist noch leer, die bald mit Anschauungsmaterial gefüllt werden soll. Der Fokus hier: das Wrack der russischen Brigg „DISPATCH“. Im Oktober 1805 segelte ein russischer Flottenverband auf die Insel Rügen zu. An Bord befanden sich Truppen, die Napoleons Vordringen in Europa stoppen sollten. Eines der Schiffe, die „DISPATCH“, strandete bei stürmischer See vor Arkona. An Bord war unter anderem der Befehlshaber der Flotte und bekannter Hydrograf Gawriil A. Sarytschew. Mehr als 200 Jahre später forschen Marinehistoriker Unterwasserarchäologen unter Wasser und in Archiven zu Wrack und Besatzung.

30 000 Besucher pro Jahr

„Wir haben für unsere Ausstellung Partner aus Kaliningrad und St. Petersburg gewinnen können, ebenso das Internationale Maritime Museum Hamburg und das Deutsche Meeresmuseum Stralsund. Es gibt viele Untersuchungen zu diesem Thema und ausreichendes Material, das wir den Besuchern nicht vorenthalten wollen“, sagt Ernst Heinemann. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Projektleiter Egbert Lembcke, Holger Neitzel, Vorsitzender der Marinekameradschaft, Ernst Heinemann und Dr. Peter Dietrich vom Kreidemuseum Rügen, wird anhand eines umfangreichen Archivmaterials diese Ausstellung vorbereiten. Am Montag tagt die Gruppe erneut und beantragt einen vorfristigen Maßnahmebeginn, „damit wir das Drehbuch für dieses Projekt so schnell wie möglich umsetzen können“, so Heinemann.

Das kulturelle Angebot kommt gut an bei den Urlaubern. Knapp 30 000 Besucher werden jedes Jahr gezählt, die sich die Ausstellungen am Kap Arkona ansehen wollen, so Putgartens Bürgermeisterin Iris Möbius. Patrick Dahlemann zeigte sich begeistert. „Es ist erstaunlich, was hier auf die Beine gestellt wird. Deshalb meine Bitte: ,Machen Sie engagiert weiter’“, sagte er während eines Rundgangs. Gerade in Gebieten außerhalb großer Städte wie Greifswald oder Stralsund sei es wichtig, die Kultur- und Kunstszene weiterzuentwickeln, „denn Kunst und Kultur leisten einen entscheidenden Beitrag für ein gutes Zusammenleben in der Gemeinde“.

Gebäude wird saniert

Neben der Erweiterung der Ausstellung im Bunker wird außerdem das Gebäude, in der eine Ausstellung über die Seenotrettung von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu sehen ist, erneuert. „500 000 Euro sind hierfür geplant. Laut Planungen können die Arbeiten im nächsten Jahr beginnen“, sagt Bürgermeisterin Iris Möbius.

Freuen können sich schon jetzt die Aktiven im Künstlerhaus. Sie haben einen Abwasseranschluss sowie eine neue Heizungsanlage bekommen. Für Letztgenanntes brachte Dahlemann Fördermittel in Höhe von 11 000 Euro vorbei. „20 000 Euro haben diese Arbeiten gekostet. Da kommt die großzügige Unterstützung wie gerufen. Diese sind auch bald beendet. Am Montag wird im letzten Schritt die Abwasserleitung angeschlossen“, sagt Ernst Heinemann. Das Künstlerhaus befindet sich zwischen den Leuchttürmen und der Königstreppe an der Steilküste. Regelmäßig finden hier Ausstellungen in der Galerie statt. „Mehr als zehn Künstler arbeiten hier. Wir wollen ihnen eine vernünftige Grundlage schaffen“, sagt er.

Mathias Otto

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